Hortus Sonnenwiese
- Amarille
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Re: Hortus Sonnenwiese
Wie dir geht es mir auch. Selbst mein 10 Jahre alter Speierling weist eindeutige Hitzeschäden auf. Gestern bin ich tatsächlich auf den Wasserschlauch zum wässern gezwungen worden, was mir auch ein schlechtes Gefühl gibt. Das Regenwasser in den Zisternen reicht noch bis nächste Woche, nur für das Gemüse und dann sind 3000l weg und die Zisternen leer. Ich fühle die derzeitige Hitze als würde ich angebrüllt...
Ich bin aus der Zeit gefallen... 
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tree12
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Re: Hortus Sonnenwiese
Oh weh, das tut mir sehr leid!! Und das mit dem "Gemüsehassen" aus Deinem Mund...
Manches wird man einfach gießen müssen, wenn Mulchen alleine nicht ausreicht. Je mehr Bäume Du irgendwann hast, desto besser schützen sie den Boden durch ihr Wurzelwerk, ihre Pilze und ihren Schattenwurf.
Die "wilden" Bäume in meinem Garten, allen voran die wilde Kirsche, die vermutlich ein Sämling unserer Hochstammkirsche ist. Sie durfte an ihrem gewählten Platz verbleiben und empor wachsen. Ich nehme an, sie hat ein optimales Wurzelsystem entwickelt, steht prächtig da. Auch der wilde Walnußbaum, den wir einst bei einer Nachbarin ausgruben (dort vom Eichhörnchen gepflanzt), zeigt keine Trockenschäden, sondern wächst und gedeiht.
Naturgarten empfiehlt eindeutig, Bäume aus Samen zu ziehen bzw. die von selbst aufgegangenen Sämlinge als Mini-Pflanzen an ihren Platz zu versetzen. Diese Bäume, deren Wurzelballen in keiner Baumschule geschnitten und verstümmelt wurde, sind die Bäume, die am besten gegen Dürre gewappnet sind.
Aber Du mit Deiner Ausbildung weißt das ja vermutlich eh alles längst. Deinen Frust kann ich voll verstehen. Es geht manchmal so schnell: heute scheint uns der Baum noch "normal" und zwei Tage später ist er komplett vertrocknet.
Manches wird man einfach gießen müssen, wenn Mulchen alleine nicht ausreicht. Je mehr Bäume Du irgendwann hast, desto besser schützen sie den Boden durch ihr Wurzelwerk, ihre Pilze und ihren Schattenwurf.
Die "wilden" Bäume in meinem Garten, allen voran die wilde Kirsche, die vermutlich ein Sämling unserer Hochstammkirsche ist. Sie durfte an ihrem gewählten Platz verbleiben und empor wachsen. Ich nehme an, sie hat ein optimales Wurzelsystem entwickelt, steht prächtig da. Auch der wilde Walnußbaum, den wir einst bei einer Nachbarin ausgruben (dort vom Eichhörnchen gepflanzt), zeigt keine Trockenschäden, sondern wächst und gedeiht.
Naturgarten empfiehlt eindeutig, Bäume aus Samen zu ziehen bzw. die von selbst aufgegangenen Sämlinge als Mini-Pflanzen an ihren Platz zu versetzen. Diese Bäume, deren Wurzelballen in keiner Baumschule geschnitten und verstümmelt wurde, sind die Bäume, die am besten gegen Dürre gewappnet sind.
Aber Du mit Deiner Ausbildung weißt das ja vermutlich eh alles längst. Deinen Frust kann ich voll verstehen. Es geht manchmal so schnell: heute scheint uns der Baum noch "normal" und zwei Tage später ist er komplett vertrocknet.
- Alma
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Re: Hortus Sonnenwiese
Die Birken habe ich vor 12 Jahren wurzelnackt in der Größe 60-80cm gepflanzt. 'Damals' wars halt noch ne gute Idee Birken auf Sandboden zu pflanzen. Erweist sich als Fehlplanung.
Die Eichen und Eichensämlinge sehen gut aus.
Zudem habe ich einen Sämling von Esskastanie gefunden. Vielleicht überlebt ja der?
Die Eichen und Eichensämlinge sehen gut aus.
Zudem habe ich einen Sämling von Esskastanie gefunden. Vielleicht überlebt ja der?
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tree12
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Re: Hortus Sonnenwiese
"Sandboden" klingt natürlich nicht so prickelnd.... Die armen Birken. "Wurzelnackt" war auf jeden Fall eine gute Idee, aber wie heftig es mit der Klimakrise noch werden würde, hatte man einfach da noch nicht so auf dem Schirm.
Wir müssen in mancher Hinsicht umdenken, neue Ideen entwickeln, andere Maßstäbe anlegen. Vielleicht gibt es Ammenbäume für bestimmte Lieblingsbäume, die man neu setzen möchte? Im Wildstaudenbeet arbeitet Reinhold Witt ja inzwischen auch oft mit Ammenstauden. Und er legt vermehrt Berg und Tal im Wildstaudenbeet an, um Stellen zu schaffen mit ein wenig Schatten, mehr Kühle, wo sich vielleicht Morgentau und Regenwasser kurzfristig sammeln kann.
Was meiner Meinung nach generell gut geht, sind viele Prunus-Arten: robust, schnelles Wachstum, ökologisch wertvoll, viele liefern Früchte für Mensch und/oder Tier. Sie halten gut Hitze und Sonne aus. Vogelkirschen, Steinweichseln, Haferschlehe, Kirschpflaumen usw. Das gibt es ja viel Auswahl.
Für geschützte Plätze ohne Spätfröste gehen sogar Aprikosen. Die wären sogar etwas für Sandboden, haben sie ja in ihrer Heimat auch, also eher als fette Lehmböden.
Wir müssen in mancher Hinsicht umdenken, neue Ideen entwickeln, andere Maßstäbe anlegen. Vielleicht gibt es Ammenbäume für bestimmte Lieblingsbäume, die man neu setzen möchte? Im Wildstaudenbeet arbeitet Reinhold Witt ja inzwischen auch oft mit Ammenstauden. Und er legt vermehrt Berg und Tal im Wildstaudenbeet an, um Stellen zu schaffen mit ein wenig Schatten, mehr Kühle, wo sich vielleicht Morgentau und Regenwasser kurzfristig sammeln kann.
Was meiner Meinung nach generell gut geht, sind viele Prunus-Arten: robust, schnelles Wachstum, ökologisch wertvoll, viele liefern Früchte für Mensch und/oder Tier. Sie halten gut Hitze und Sonne aus. Vogelkirschen, Steinweichseln, Haferschlehe, Kirschpflaumen usw. Das gibt es ja viel Auswahl.
Für geschützte Plätze ohne Spätfröste gehen sogar Aprikosen. Die wären sogar etwas für Sandboden, haben sie ja in ihrer Heimat auch, also eher als fette Lehmböden.
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tree12
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Re: Hortus Sonnenwiese
Hast Du eigentlich das Buch von Witt und Kaltofen zu den heimischen Gehölzen? Kann ich Dir sehr ans Herz legen, zumal das Thema an sich ja schon was für Dich sein dürfte. 
