Name des Hortus Garten: Hortus Corvus
Mein Name: Claudia
Hortus-Ort: Schnabelwaid
PLZ: 91289
Hortus-Land: Deutschland, Bayern
Größe in m²: 1.000
Beschreibung:
Hallo,
ich möchte unseren Garten kurz vorstellen. So richtig begonnen hat alles, als ich das Buch von Markus Gastl gelesen und später auch seinen Garten besucht habe. Diese Idee, Natur einfach machen zu lassen und gleichzeitig gezielt Lebensräume zu schaffen, hat mich sofort angesprochen – und nach und nach ist genau das bei uns entstanden.
Seit wir 2012 mit dem Imkern begonnen haben, schauen wir ohnehin mit anderen Augen auf Pflanzen und Tiere. Unser Garten hat sich seitdem Schritt für Schritt entwickelt. Am Anfang stand ein selbstgebautes Insektenhotel aus Palettenholz und eine Steinpyramide – und wir waren überrascht, wie schnell beides angenommen wurde.
Mit der Zeit kamen immer mehr Elemente dazu: Nistkästen für Vögel, Futtersäulen im Winter, ein Käferkeller und ein Sandarium für Wildbienen. Auch unser Reisighaufen gehört schon lange dazu und bietet vielen Tieren einen Rückzugsort.
Besonders gern mag ich unsere eher „wilden“ Bereiche. Dort wachsen Disteln, Glockenblumen und andere Stauden, die gut mit trockenen Standorten zurechtkommen. Entlang der Sandsteinmauer haben wir ein sandiges Beet angelegt, das sich inzwischen gut entwickelt hat. Im Frühjahr blühen Krokusse und wilde Tulpen, später übernehmen andere Stauden.
Daneben gibt es natürlich auch unseren Nutzgarten mit Mischkulturen, viel Mulch und ein wenig Ausprobieren. Je nach Jahreszeit nutzen wir Schafwolle, Rasenschnitt oder Laub. Dazu kommen unser Gewächshaus, ein Kartoffelturm sowie Himbeeren und Johannisbeeren.
Einige Bereiche stammen noch aus der Zeit meiner Oma: die alten Obstbäume – Apfel, Birne und Quitte –, das Gewächshaus und die Kletterrose an der Hauswand. Das prägt den Garten bis heute.
Eingerahmt wird alles von einer etwas verwilderten Ligusterhecke. Dahinter schließt sich eine weitere, eher natürliche Hecke auf unserem Grundstück an. So entstehen ruhige Übergänge und geschützte Bereiche.
Auch an Wasser haben wir gedacht und einen kleinen Steinbrunnen gebaut, der vor allem als Tränke dient.
Insgesamt ist unser Garten über die Jahre gewachsen – mit vielen kleinen Veränderungen und Ideen. Heute ist er eine Mischung aus Nutzgarten und naturnahem Lebensraum, der sich immer wieder ein Stück weiterentwickelt.
Hortus Corvus
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Claudia Clans
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Re: Hortus Corvus
Hallo und willkommen, Claudia,
es ist immer wieder schön mit einem bisher unbekannten Garten nach dem Hortus-Prinzip überrascht zu werden.
Eure Obstbäume sind wunderschön.
Kam die Akelei von selbst zur Pyramide? Ich kenne sie als Pflanze, die Schatten sowie lehmigen, eher frischen Boden mag. Wenn sie allerdings andere Vorlieben hat, erweitert das ihre Anwendungsmöglichkeiten.
Gibt es einen Grund, warum du deinen Garten, der ja laut deinem Text schon viele hortane Elemente beinhaltet, jetzt anmeldest?: einfach nur so zeigen, deine Erfahrungen mit uns teilen, Austausch?
Was auch immer es ist: Schön, dass du da bist. Wir freuen uns immer über Bilder und Berichte.
es ist immer wieder schön mit einem bisher unbekannten Garten nach dem Hortus-Prinzip überrascht zu werden.
Eure Obstbäume sind wunderschön.
Kam die Akelei von selbst zur Pyramide? Ich kenne sie als Pflanze, die Schatten sowie lehmigen, eher frischen Boden mag. Wenn sie allerdings andere Vorlieben hat, erweitert das ihre Anwendungsmöglichkeiten.
Gibt es einen Grund, warum du deinen Garten, der ja laut deinem Text schon viele hortane Elemente beinhaltet, jetzt anmeldest?: einfach nur so zeigen, deine Erfahrungen mit uns teilen, Austausch?
Was auch immer es ist: Schön, dass du da bist. Wir freuen uns immer über Bilder und Berichte.
"Das Äußere einer Pflanze ist nur die Hälfte ihrer Wirklichkeit." (Wolle Goethe)
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Claudia Clans
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Re: Hortus Corvus
Hallo,
vielen Dank für deine nette Begrüßung.
Ich verfolge die Aktivitäten im Hortus-Netzwerk schon länger mit großem Interesse. Da wir seit 2012 imkern
, lag uns ein naturnaher Garten schon immer sehr am Herzen und wir haben über die Jahre viele Stauden und Blühpflanzen integriert.
Die Akelei ist tatsächlich von selbst gekommen. Die Oma meines Mannes hatte sie schon im Garten und seitdem vermehrt sie sich ganz zuverlässig eigenständig. Unsere Böden sind hier insgesamt sehr lehmhaltig, deshalb scheint sie sich bei uns wohlzufühlen.
Einen besonderen Anlass für die Anmeldung gab es eigentlich gar nicht. Der Garten war schon immer eher naturnah angelegt, aber im letzten Jahr haben wir noch einmal einiges verändert: Wir haben die Thujenhecke entfernt, stattdessen heimische Sträucher gepflanzt und die Einfriedung zur Straße mit den Sandsteinen neu gestaltet. In dem Zuge sind auch noch weitere Elemente dazugekommen. Im Herbst habe ich mit meiner Familie noch Wilde Tulpen und Krokusse gepflanzt.
Ich dachte mir deshalb, dass es inzwischen ganz gut passt, den Garten hier einmal vorzustellen und mich mit anderen auszutauschen und den Garten als Hortus anzumelden.
vielen Dank für deine nette Begrüßung.
Ich verfolge die Aktivitäten im Hortus-Netzwerk schon länger mit großem Interesse. Da wir seit 2012 imkern
Die Akelei ist tatsächlich von selbst gekommen. Die Oma meines Mannes hatte sie schon im Garten und seitdem vermehrt sie sich ganz zuverlässig eigenständig. Unsere Böden sind hier insgesamt sehr lehmhaltig, deshalb scheint sie sich bei uns wohlzufühlen.
Einen besonderen Anlass für die Anmeldung gab es eigentlich gar nicht. Der Garten war schon immer eher naturnah angelegt, aber im letzten Jahr haben wir noch einmal einiges verändert: Wir haben die Thujenhecke entfernt, stattdessen heimische Sträucher gepflanzt und die Einfriedung zur Straße mit den Sandsteinen neu gestaltet. In dem Zuge sind auch noch weitere Elemente dazugekommen. Im Herbst habe ich mit meiner Familie noch Wilde Tulpen und Krokusse gepflanzt.
Ich dachte mir deshalb, dass es inzwischen ganz gut passt, den Garten hier einmal vorzustellen und mich mit anderen auszutauschen und den Garten als Hortus anzumelden.
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Re: Hortus Corvus
Da habe ich direkt eine Frage an dich: Wir entfernten in unserem neuen Kleingarten einen Thujenblock und haben jetzt ein Rechteck toten Bodens. Wenn wir die Wurzeln am Wochenende entfernt haben, wollte ich in dem Bereich erst einmal Bohnen stecken, um den Boden zu lockern und mit Nährstoffen anzureichern. Eine Königskerze aus einem Topf soll auch hineinwandern.
Habt ihr den Boden unter eurer Hecke bearbeitet, bevor ihr Stauden setztet?
Trockenmauer zur Straße klingt bei einem 1000qm-Garten lang. Es wäre schön, wenn du den passenden Threat ( viewtopic.php?t=21) mit Bild(ern) bereichern könntest. Mir fällt bei der Suche nach Gestaltungsideen für den Kleingarten auf, dass das Netz immer die gleichen Bilder ausspuckt. Die sind dann meist von namhaften Gartengestaltern, die sich wenig an der heimischen Natur orientieren. Mir fehlen authentische Beispiele normaler Leute.
Als Sprachliebhaberin und früherem Teilzeitgrufti interessiert mich auch die Namensgebung eures Gartens. (Es gab mal eine Band namens "Corvus corax" - super Meetstimmung.)
Habt ihr den Boden unter eurer Hecke bearbeitet, bevor ihr Stauden setztet?
Trockenmauer zur Straße klingt bei einem 1000qm-Garten lang. Es wäre schön, wenn du den passenden Threat ( viewtopic.php?t=21) mit Bild(ern) bereichern könntest. Mir fällt bei der Suche nach Gestaltungsideen für den Kleingarten auf, dass das Netz immer die gleichen Bilder ausspuckt. Die sind dann meist von namhaften Gartengestaltern, die sich wenig an der heimischen Natur orientieren. Mir fehlen authentische Beispiele normaler Leute.
Als Sprachliebhaberin und früherem Teilzeitgrufti interessiert mich auch die Namensgebung eures Gartens. (Es gab mal eine Band namens "Corvus corax" - super Meetstimmung.)
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Re: Hortus Corvus
Hallo, :bra
bei uns war der Boden in diesem Bereich zum Glück nicht besonders verdichtet. Die Thujen standen größtenteils direkt an der Grenze und durch den Hang wurde beim Entfernen ohnehin vieles schon gelockert. Zusätzlich hatten wir für die Randsteine zunächst etwas Boden abgetragen und anschließend wieder verteilt. Vorher war dort überwiegend Wiesenfläche bzw. eher Kräuterrasen, deshalb mussten wir dem Boden keine zusätzlichen Nährstoffe zuführen.
Nur im Bereich unserer Gartenzufahrt sind wir etwas intensiver vorgegangen. Dort haben wir Sandsteine gesetzt – wegen des Hangs sogar verfugt, die andere Seite einfach gesetzt. Für die Staudenpflanzung habe ich zusätzlich Sand eingearbeitet, da ich parallel ohnehin eine größere Menge Sand mitbestellt hatte.
Im gesamten Garten haben wir immer wieder Sandsteine verwendet, weil das einfach typisch für unsere fränkische Region ist und sehr gut zur Umgebung passt. Unseren Schattenplatz mit den Europaletten haben wir ebenfalls mit Sandsteinen eingefasst. Auch vor dem Hauseingang auf der Ostseite haben wir Sandsteine als Umrandung gesetzt.
Deine Idee mit den Bohnen finde ich übrigens sehr schön. Gerade als erste Bodenverbesserung nach den Thujen klingt das sinnvoll. Und eine Königskerze passt dort bestimmt wunderbar hinein. Habt ihr vor, die Fläche später eher naturnah mit Stauden zu bepflanzen oder soll dort etwas ganz anderes entstehen?
Die Sache mit den immer gleichen Gartenbildern im Internet kann ich übrigens gut nachvollziehen. Gerade echte, gewachsene Gärten von „normalen“ Leuten finde ich oft viel inspirierender als diese perfekt durchgestylten Beispiele.
Und zur Namensgebung: Mein Nachname ist tatsächlich Rabe, deshalb lag „Corvus“ natürlich irgendwie nahe.
Außerdem beobachten wir sehr gerne Vögel. Aktuell haben wir sogar eine Vogelkamera bei unseren Kohlmeisen hängen, was wirklich spannend zu verfolgen ist.
bei uns war der Boden in diesem Bereich zum Glück nicht besonders verdichtet. Die Thujen standen größtenteils direkt an der Grenze und durch den Hang wurde beim Entfernen ohnehin vieles schon gelockert. Zusätzlich hatten wir für die Randsteine zunächst etwas Boden abgetragen und anschließend wieder verteilt. Vorher war dort überwiegend Wiesenfläche bzw. eher Kräuterrasen, deshalb mussten wir dem Boden keine zusätzlichen Nährstoffe zuführen.
Nur im Bereich unserer Gartenzufahrt sind wir etwas intensiver vorgegangen. Dort haben wir Sandsteine gesetzt – wegen des Hangs sogar verfugt, die andere Seite einfach gesetzt. Für die Staudenpflanzung habe ich zusätzlich Sand eingearbeitet, da ich parallel ohnehin eine größere Menge Sand mitbestellt hatte.
Im gesamten Garten haben wir immer wieder Sandsteine verwendet, weil das einfach typisch für unsere fränkische Region ist und sehr gut zur Umgebung passt. Unseren Schattenplatz mit den Europaletten haben wir ebenfalls mit Sandsteinen eingefasst. Auch vor dem Hauseingang auf der Ostseite haben wir Sandsteine als Umrandung gesetzt.
Deine Idee mit den Bohnen finde ich übrigens sehr schön. Gerade als erste Bodenverbesserung nach den Thujen klingt das sinnvoll. Und eine Königskerze passt dort bestimmt wunderbar hinein. Habt ihr vor, die Fläche später eher naturnah mit Stauden zu bepflanzen oder soll dort etwas ganz anderes entstehen?
Die Sache mit den immer gleichen Gartenbildern im Internet kann ich übrigens gut nachvollziehen. Gerade echte, gewachsene Gärten von „normalen“ Leuten finde ich oft viel inspirierender als diese perfekt durchgestylten Beispiele.
Und zur Namensgebung: Mein Nachname ist tatsächlich Rabe, deshalb lag „Corvus“ natürlich irgendwie nahe.
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Re: Hortus Corvus
Die Thujen standen seit den 90er Jahren als Sichtschutz an der Terrasse. Am Wochenende zogen wir die drei kleineren Wurzeln mit einer Winde raus. Die Löcher wurden nicht so tief. Beim Ausgraben der einen größeren Wurzel musste ich schon intensiver auflockern. An die lange Seite der Terrasse zur Wiese hin kommt Blumenrasen, zuerst aber die Königskerze und die Bohnen. Ich fand auch noch Leinsamen, die ich kurzerhand ausstreute. An der kurzen Terrassenseite zum Eingangsweg will ich ein Steinbeet für Lavendel und Salbei bauen. Das kann ich mit dem passenden Substrat einfach auffüllen.
"Das Äußere einer Pflanze ist nur die Hälfte ihrer Wirklichkeit." (Wolle Goethe)
