[Weg 10-20] Trees schattiger Waldgarten mit Teich

Garten und andere Grünflächen auf dem Weg zum Hortus / Hortanen Habitat
tree12
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Re: [Weg 10-20] Trees schattiger Waldgarten mit Teich

Beitrag von tree12 »

Und wieder ist einer gegangen.... :baum

Ich fragte mich ja jetzt einige Tage lang, wo ich die neue wurzelnackte Prunus mahaleb hinsetzen soll. In der rechten Ecke vom Vorgarten direkt am Mäuerchen mit Zaun obendrauf steht die Chin. Winterblüte. Die möchte ich aber eigentlich (noch) nicht loswerden, weil ihr Duft so phantastisch ist und sie schön schmal nach oben wächst und sich nicht in Richtung Gehweg ausbreitet.

Gestern wanderte mein Blick auf die linke Seite vom Vorgarten, wo neben der Treppe hoch zum Gehweg länger als zehn Jahre eine Diervilla splendens stand (Amerik. Geißblatt). Die Diervilla ist ein Spätblüher, wird nicht so hoch, braucht null Pflege und sollte eigentlich keine Ausläufer bilden und ich wählte sie damals nach einer Liste aus, die spätfliegende Insekten unterstützen sollte. Sie war auch bei einigen Generalisten sehr beliebt. Aber: sie begann, Ausläufer zu schieben, was mir nicht gefiel. Als sie also gestern näher in Augenschein nahm, stellte sich heraus, daß ihr bodennaher Hauptstamm schon ganz morsch war. Deswegen hat sie wohl die Ausläufer gebildet, sie wollte neues Terrain besetzen und ihr Überleben sichern.

Im Moment ist der Lehm im Vorgarten feucht und locker und ich konnte mit etwas Muskelkraft und kleineren Grabearbeiten der Diervilla zeigen, daß ihr Platz anderweitig gebraucht wird. (Leider habe ich eben entdeckt, sie ist sogar noch ein Stück weiter nach rechts die Mauer entlang ausgewichen, ich muß also nochmal raus.)

Und schon gibt es Platz für die Prunus mahaleb! :dafuer Doch muß ich versuchen, den Boden in der Ecke aufzulockern. Der ist echt fest, ohne Regenwürmer und wird im Sommer steinhart. Die Prunus mag es sogar eher kalkhaltig, deswegen wird sie auch eine kleine Gabe Gartenkalk erhalten. Mein Boden ist ja eher sauer. Was alles an Bauschutt im Boden steckt, weiß ich auch nicht. Sie kann sich dann überlegen, ob sie einwachsen möchte.

Und all das Gestrüpp und die Wurzeln der Diervilla muß ich auch noch zerkleinern und nach hinten auf den Kompost bringen.
tree12
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Re: [Weg 10-20] Trees schattiger Waldgarten mit Teich

Beitrag von tree12 »

Es ist nun ganz sicher, daß das Kleiberpaar bei uns im Garten brütet... :vogel Nachdem der Schwegler-Kleiberkasten oben im alten Kirschbaum viele Jahre lang nur für Kohlmeisen interessant war, ist er nun erstmalig von einem Kleiberpaar besetzt worden. Wenn ich unten bin, um die Futterstation der Eichhörnchen aufzufüllen, schimpft einer der Kleiber recht energisch.

Da war der Großraumbrutkasten für Kohlmeisen am Balkon doch nicht so geeignet für sie. Das Kleiberpaar war ja einmal schauen und hat den Kasten auch von innen inspiziert.

Noch ein weiteres Vogelpaar sorgt für Freude und Staunen bei mir. Jedes Frühjahr kommt ein Rabenkrähenpaar vorbei, frißt gelegentlich runtergefallenes Vogelfutter, nimmt Wasser auf und sammelt Nistmaterial. Später kommen sie noch einige Male mit ihrem Nachwuchs vorbei und entschwinden dann wieder bis zur nächsten Brutsaison.

Zwar sind sie auch dieses Mal wie immer sehr vorsichtig und scheu. In der Regel sitzt einer hoch oben im Baum und paßt auf, während der andere im Garten zugange ist. Noch nie zuvor habe ich beobachten können, daß sie im Futterhaus drinnen sitzen, also mit ihrem ganzen Körper darin verschwinden. Früher saßen sie höchstens mal ganz kurz auf der Stange und haben sich einen Snack mitgenommen. Und neuerdings zeigen sie sogar akrobatisches Geschick! Ich hätte es nicht für möglich gehalten, daß sie am Fettblock hängen können wie die Spechte das immer tun. Natürlich sieht es nicht so leicht und elegant aus wie bei den Spechten... aber sie schaffen es tatsächlich, sich so im Gitter einzuhaken, daß die Füße oben sind und die Flügel Richtung Erdboden zeigen. :)
tree12
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Re: [Weg 10-20] Trees schattiger Waldgarten mit Teich

Beitrag von tree12 »

Es war einmal wieder ein spannender und arbeitsreicher Gartentag.... arbeitsreich deswegen, weil unser Unterstand fürs Ofenholz Schieflage bekommen hat und ein Teil zusammengebrochen ist. Der Unterstand, der damals eher provisorisch angelegt wurde, hat echt lange gehalten. Die Rückwand war einmal der Holzfußboden der alten Küche der Vorbesitzerin unseres Hauses.

Wir sind also derzeit dabei, das Holz umzuräumen, damit mein Mann irgendwann einen neuen Unterstand bauen kann, diesmal aber etwas wirklich Stabiles für die Ewigkeit. Während wir ausräumten, die Schubkarre immer wieder beluden und das Holz neu stapelten, hatte ich zwischendurch Zeit, die Tierwelt in der wilden Ecke zu bewundern. Über mir fütterten die Stare unentwegt ihren Nachwuchs und es war entsprechend laut und schön. Ein wenig höher waren die Kleiber an ihrem Kasten zugange, wahrscheinlich wird dort noch nicht gefüttert, aber bewacht, geguckt, auf dem Kasten gesessen und gelegentlich gemeckert.

Immer wieder wanderte mein Blick rüber zum Hummelkasten, wo ich diese Saison noch keine Regung bemerkt hatte...doch nun sind sie da, wohl schon etwas länger, denn es fliegen bereits Arbeiterinnen raus und rein. Toll! Morgen abend werde ich den Haupteingang dichtmachen, damit sie lernen, den Seiteneingang zu benutzen. Ich glaube, auch wenn ich das mit der Wachsmottenklappe und dem Training für die Hummeln zeitlich nicht hinkriege, ist es für das Volk trotzdem etwas sicherer, wenn der größere und problemlos anfliegbare Haupteingang nicht mehr existiert. Heute guckte z. B. ganz kurz auch eine Hornissenkönigin am Haupteingang vorbei. Ich freue mich über das Volk und werde natürlich versuchen, die Hummelart zu bestimmen. Was ich echt genial finde, ist die Tatsache, daß die Hummeln den Eingang in meinem Fall "einfach so" finden, ohne daß ich eine Rampe gebaut hätte. Ich hatte in den Seiteneingang jedoch wieder ein paar Blätter aus einem Mauseloch hingesteckt. Wahrscheinlich riecht der Kasten so lecker nach Maus, Steinhummelkönigin und den kleinen Wespen vom Vorjahr, daß eine neue Königin gar nicht widerstehen kann. :maus :biene

Schräg hinter dem Hummelkasten steht unsere riesige Salweide. Direkt am Boden wächst sie aus einem einzigen Stamm empor, der sich jedoch in ca. 80 cm Höhe in fünf oder sechs Stämme aufteilt. Dort sah ich plötzlich ein Eichhörnchen, das mich irgendwie schläfrig anguckte. Nicht einmal, als ich es ansprach, reagierte es. Also wollte ich nachsehen gehen, ob es vielleicht krank oder verletzt aussieht. Ich muß dazu einen kleinen Umweg nehmen und als ich bei der Salweide ankam, war das Hörnchen geflohen, aber was ich zu sehen bekam, war allerliebst: Das Hörnchen hat sich in der Kuhle, wo sich die Stämme aufteilen, ein weiches Bettchen zum Ausruhen gebaut bzw. es so vorgefunden und sicherlich noch Material eingetragen. Die Salweide ist weiblich und ihre flauschigen Samenstände haben die Kuhle in ein behagliches Nest verwandelt. Das Hörnchen kann sich hineinlegen und ist vor Blicken gut geschützt.

Allerdings sah ich das Hörnchen kurze Zeit später erneut in der Nähe der Kuhle, es könnte sich um ein Tierchen handeln, das mir schon öfter aufgefallen ist. Das Fell sieht an manchen Stellen merkwürdig überpudert aus und ich vermute Milben als Ursache. Möglicherweise ist es nicht ganz vital und hat deswegen erst einmal nicht reagiert. Wenn es in der Salweide sein Krankenbett eingerichtet hat, ist das sicher sehr kuschelig und Futter und Wasser sind nicht weit. Allerdings ist in Hörnchen, das sich nur 80 cm über dem Boden befindet, nicht wirklich sicher vor Beutegreifern. Nunja, machen kann ich eh nix, außer drauf zu achten, daß immer Nüsse, Karotten und Wasser am Stamm des Kirschbaumes bereitstehen.

Aber das flauschige Bettchen aus den weißen Samenständen erinnert an ein Daunenbettchen einer kleinen Prinzessin, so niedlich! :liebhab
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