Birke retten....?

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Simbienchen
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Birke retten....?

Beitrag von Simbienchen »

Ich brauche mal das Forum - Schwarmwissen...
:winken

Ein Nachbar von uns hat zwei schöne Birken im Garten, die er erhalten möchte. Die eine ist schon " krank" , hat unten am Stamm ein Geschwür und stirbt langsam in der Krone ab. Dadurch besteht die Gefahr, dass man im Garten durch herabfallende Äste getroffen werden kann. Da steht jetzt die Frage im Raum, alles Tote oben weg zuschneiden/ raus zu sägen und ob man bei dickeren Ästen, die Wunden versorgen sollte?

Vielleicht hält die Birke dann auch länger durch, wenn sie trockene Äste jetzt zu Zeiten der Dürre nicht ernähren muss?
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Amarille
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Re: Birke retten....?

Beitrag von Amarille »

Wir hatten das gleiche Problem auf unserer Wiese beim Friedhof. Da keine Gefahr für Menschen bestand wurden nur kranke und dürre Äste entfernt. Zu retten war sie leider nicht, im 3. Jahr war der gesamte Baum tot. Bestimmte Birken tun sich mit Trockenheit schwer da sie flach wurzeln.
Ich bin aus der Zeit gefallen... :ka
tree12
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Re: Birke retten....?

Beitrag von tree12 »

Eigentlich sind Birken robust und halten auch Dürrezeiten gut aus - aber nur, wenn sie als Mini-Bäumchen gepflanzt wurden oder noch besser, sich selber am Standort versamten.

Birken, die schon erhebliche Trockenschäden aufweisen, sind in der Regel nicht mehr zu retten, leider. Bei mir im Umfeld sind viele alte Birken gestorben und die Gartenbesitzer sind froh, diese Bäume losgeworden zu sein. Niemand pflanzt etwas nach. Dabei sind Birken ökologisch wahnsinnig wertvoll.... :baum :(

Vielleicht darf die Birke als Totholz auf dem Grundstück liegenbleiben...?
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Simbienchen
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Re: Birke retten....?

Beitrag von Simbienchen »

Danke euch, ihr Lieben :thumb :knuddel

Ja, die Birke darf auch als Totholz weiter um Garten verbleiben, sie darf langsam sterben...noch kämpft sie.
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Alma
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Re: Birke retten....?

Beitrag von Alma »

Hier in der Rheinebene sterben gerade die in den 70ern gepflanzten Birken zu Massen ab.
Man kann das Totholz raussägen damit man nicht vom Totholz erschlagen wird. Aber eigentlich ist da nicht mehr viel zu retten. Das ist ein Sterben auf Raten.
Am besten gleich einen neuen Baum pflanzen der dem Klima besser gewachsen ist!
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Re: Birke retten....?

Beitrag von astriddorothea »

Die Birke ist leider aus der Mode geraten. "Die macht soviel Dreck :panik mit abfallenden Blüten und Blättern".

Dabei ist sie außer ihrer Schönheit auch eine kräftige Heilpflanze für Niere und Blase, entgiftend (Sauna) und schmerzlindernd.

Es wundert mich, dass sie empfindlich auf Trockenheit reagieren, weil sie bis in ziemlichen Höhen anzutreffen sind. Eigentlich überlege ich schon eine Weile eine zu pflanzen. Wo sich die Fichten verabschieden, dachte ich, in der Nachbarschaft eine Birke hochzuziehen?
„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“
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Alma
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Re: Birke retten....?

Beitrag von Alma »

astriddorothea hat geschrieben: Fr 1. Mai 2026, 05:30 Es wundert mich, dass sie empfindlich auf Trockenheit reagieren, weil sie bis in ziemlichen Höhen anzutreffen sind. Eigentlich überlege ich schon eine Weile eine zu pflanzen. Wo sich die Fichten verabschieden, dachte ich, in der Nachbarschaft eine Birke hochzuziehen?
In Höhenlagen sind die Temperaturen deutlich niedriger und somit die Verdunstung nicht so stark. Auch in Nordeuropa geht es den Birken noch gut.
In Höhenlagen sieht die Vegetation oft karg und spärlich aus. Das liegt aber (meist) nicht an der Trockenheit sondern an der Kälte und kurzen Vegetationsperioden.

Da ich Birken liebe habe ich beim Einzug gleich 11 Stück gepflanzt. Kleine 1m hohe, wurzelnackt.
Auf sandigem, trockenen Boden war das noch vor 20 Jahren ideal - aber als Flachwurzler sind sie dort auf regelmäßige Niederschläge angewiesen. Diese werden immer weniger, dazu höhere Temperaturen die die Verdunstung erhöhen.
In den beiden Trockensommern sahen meine Birken sehr elend aus. Sie hatten schon im Sommer zur Hälfte gelbes Laub.
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Re: Birke retten....?

Beitrag von tree12 »

astriddorothea hat geschrieben: Fr 1. Mai 2026, 05:30 Die Birke ist leider aus der Mode geraten. "Die macht soviel Dreck :panik mit abfallenden Blüten und Blättern".

Dabei ist sie außer ihrer Schönheit auch eine kräftige Heilpflanze für Niere und Blase, entgiftend (Sauna) und schmerzlindernd.

Es wundert mich, dass sie empfindlich auf Trockenheit reagieren, weil sie bis in ziemlichen Höhen anzutreffen sind. Eigentlich überlege ich schon eine Weile eine zu pflanzen. Wo sich die Fichten verabschieden, dachte ich, in der Nachbarschaft eine Birke hochzuziehen?
Laut Naturgarten sind Birken durchaus "Klimabäume"... aber nur dort, wo sie als ganz kleine Bäumchen gesetzt wurden oder noch besser, sich selber aus Samen entwickeln durften. Reine Sandböden dürften trotzdem nicht ideal für sie sein. Ökologisch gesehen rangieren sie in der Wertigkeit gleich hinter Eichen und Weiden - sie sind also extrem wichtig.
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