Vogelbeobachtungen

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Beatrice
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Re: Vogelbeobachtungen

Beitrag von Beatrice »

Bei uns auch…

Vor ein paar Tagen sangen sie so schön aus ihrem Lieblingsbaum..
Aber es war leider nur ein kurzer Besuch, sie sind schon wieder weiter gezogen.

Ich beobachten zur Zeit, wie die Krähen Ästchen für ihre Nester sammeln.
Die sind voll im Frühlingstaumel :liebhab
tree12
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Re: Vogelbeobachtungen

Beitrag von tree12 »

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Unser derzeitiges Haus- und Hof-Amselkind (seit ca. einem Monat)... zwar kann es mittlerweile sogar fliegen, zumindest in den nächsten Baum, aber es ist so zutraulich uns gegenüber, daß man ab und denkt, es suche unsere Nähe. Auf dem Foto ist eine Jostabeere im Topf zu sehen, die ich am Vortag dort zwischenparkte und mit dem Stroh aus dem Paket mulchte. Das fand das Amselkind sehr gemütlich und legte sich wie ins gemachte Nest, schön im Halbschatten mit der Jostabeere als Sonnenschirm.

In dieser Art und Weise blieb es liegen, erhob sich nur kurz, wenn es im Gefieder zwickte und zwackte und man schnell ein Insekt herausfischen mußte. Insgesamt leistete es uns eine halbe Stunde auf der Terrasse Gesellschaft. Allerliebst, das Kleine! :vogel :liebhab
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Simbienchen
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Re: Vogelbeobachtungen

Beitrag von Simbienchen »

Ich empfinde dieses Jahr als ein gutes Vogeljahr hier bei mir im Garten. Die Bedingungen schienen/ scheinen gut zu sein. Es wurde viel gebrütet und die Jungvögel sahen alle gut genährt aus. Die zweite Brut der Amseln und Feldsperlingen sind auch schon wieder flügge und unterwegs.

Freud und Leid liegt oft so nah beieinander, ein Feldsperlingjunges ist aus dem Nest gefallen und war umwickelt mit Pferdehaaren ( aus der Nachbarschaft).
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Dieses Jahr ist der Kuckuck zum ersten Mal in meinem Garten gewesen. Normalerweise höre ich ihn nur aus der Ferne, aber nun sehe ich ihn oftmals in der Kiefer sitzen.
"Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde!"
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Ann1981
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Re: Vogelbeobachtungen

Beitrag von Ann1981 »

Im Mai lag eines unserer Vogelhäuser auf dem Boden. Innen war ein Haufen Maden auf etwas, das wie ein kleiner Schädel aussah.
Das Häuschen war von der Latte, mit der es am Baum befestigt war, abgerissen. Nun schraubte ich es direkt an den Baum.
"Das Äußere einer Pflanze ist nur die Hälfte ihrer Wirklichkeit." (Wolle Goethe)
tree12
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Re: Vogelbeobachtungen

Beitrag von tree12 »

Vogeleltern sind ja immer diskret, wenn sie brüten und ihre Jungen versorgen. Aber diese Saison empfinde ich sie als noch viel diskreter als üblich. Im März sah ich noch ganz viele Blau- und Kohlmeisen sowie das Kleiberpaar und auch Baumhummeln auf der Suche. Es wurde andauernd in Nistkästen hineingeschlüpft. Man verweilte dort, flog wieder raus und wieder ein und ich war sehr hoffnungsvoll.

Das Schwegler-Doppelschwalbennest im Vorgarten wurde ja auch wieder angeflogen, von wem auch immer. Ich sah jede Menge Nistmaterial, das jedoch nicht hinein- sondern über Tage hinausbefördert wurde. (Ich hatte gar nicht gewußt, daß beide im Vorjahr bewohnt gewesen waren.) Jetzt sehen die Einfluglöcher sauber aus, es ist jedoch ansonsten keine Aktivität mehr dort sichtbar. Letzte Saison hatte dort ein Blaumeisenpaar Junge aufgezogen.

Was sicher ist: das Kleiberpaar hat sich tatsächlich für den schweren Schwegler-Kleiberkasten im Kirschbaum entschieden, sie füttern schon. Heute blieb ich extra abends mal länger stehen, um mir einen Überblick zu verschaffen. Unser alter Kirschbaum ist ein Zwiesel, am einen Stamm hängt der Kleiberkasten, am anderen hängt einer der Starenkästen. Der Kleiberkasten hängt ein klein wenig höher, die Einflugschneisen haben wir so gewählt, daß jedes Vogelpaar aus einer anderen Richtung einfliegen kann. Zu meiner Überraschung ist genau dieser Starenkasten besetzt von einem Starenpaar, auch hier wird gefüttert. Warum die Stare keinen der anderen beiden Kästen in der Salweide daneben ausgewählt haben, würde mich sehr interessieren. Kleiber und Stare sind jeweils sehr dominant und ich hätte nicht gedacht, daß sie als Nachbarn funktionieren.

Dann kam die nächste Überraschung: wir haben mindestens drei Blaumeisenpaare im Garten, zumindest eins füttert. Der bei den Blaumeisen so beliebte Dreilochkasten von Schwegler ist wieder von ihnen besetzt worden. Eine Etage tiefer hängt ein alter Kasten, der im Wind baumelt und den wir auch dort hängen ließen, da er fast jede Saison genutzt wird, mal von Blau- mal von Kohlmeisen. Auch dort war ein Blaumeischen zugange...

Was mit den anderen Kästen im Garten ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Eigentlich wirken sie eher verwaist, aber wir haben ganz sicher auch irgendwo Kohlmeisen. Heute wollte ein Rotkehlchen schon unseren Keller inspizieren... im großen Reisighaufen brütet wohl auch jemand, es könnten Rotkehlchen, Zaunkönige oder Heckenbraunellen sein. Wie schon geschrieben - sie sind im Moment alle dermaßen diskret und geben einem Rätsel auf.

Möglicherweise hat die Vorsicht auch damit zu tun, daß diese Saison unser Rabenkrähenpaar sich ebenfalls anders verhält als die Jahre zuvor...?? Sie müssen irgendwo in der Nähe ihr Nest haben und sind jetzt ständig bei uns, um Futter zu holen oder am Teich zu trinken. Letztes Jahr reichte eine winzige Bewegung am Fenster und sie waren auf und davon. Nun darf man als Mensch sogar im Garten sein... sie gucken und bewerten die Situation, fliegen oft weg, aber nur kurz. Und sie flüchten auch nicht mehr sofort, wenn sie uns wahrnehmen, sondern scheinen kapiert zu haben, daß wir diejenigen sind, die die Futterstellen auffüllen. Ich lege etwas hinein, drehe mich weg und drei Minuten später ist eine der Krähen schon da. So als würden sie uns von oben aus den Baumkronen beobachten und nur drauf warten.

Ich biete auf unserem Grundstück, das 720 qm hat, Nistmöglichkeiten für 26 Brutpaare an, überall verteilt, drei davon sind vor dem Haus. Es ist nicht zutreffend, daß der Abstand zwischen den Kästen mindestens 10 m betragen sollte, wie man oft liest!!! Wenn die äußeren Umstände passen, kann man deutlich mehr Kästen aufhängen, muß aber drauf achten, daß sich die Einflugschneisen nicht kreuzen und daß jedes Brutpaar Privatsphäre hat.

Was Vögel brauchen, ist Wasser zum Trinken und Baden, am besten mehrere Möglichkeiten anbieten. Meisen z. B. lieben kleine Gefäße, aus denen nur sie trinken. Und man braucht viele Gehölze mit ganz viel Blattmasse, damit sie dort Raupen und Blattläuse sammeln können. Ich füttere auch ganzjährig, aber hier sind die Meinungen ja geteilt (ich orientiere mich an dem was Deutschlands führender Ornithologe empfiehlt). Wo man schwere Kästen aufhängen kann, sind die Teile aus Holzbeton am besten. Sie können Temperaturschwankungen besser ausgleichen als Holzkästen, bieten viel Platz und sind in der Regel spechtsicher. Wo Waschbären wüten, bieten sie auch besseren Schutz als Holzkästen, man sollte auf gute Verankerung achten, damit die Waschbären sie nicht runterreißen können.
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