Alma hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 09:16
Dorfgaertner hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 16:19
Wenn man aber anfängt, Naturschutz gegen Klimaschutz auszuspielen, dann ists echt vorbei...
Ich hatte neulich eine Diskussion ob der große Walnussbaum gefällt werden soll damit man eine PV-Anlage installieren kann.
Tja, und jetzt?
Ja, sowas ist natürlich nicht leicht... Da wär jetzt auch mehr Kontext nötig, aber so aus dem Bauch heraus, weil du schreibst "großer Walnussbaum", wäre ich eher für den Baum. Ich finde, ab einer gewissen Größe bzw. einem gewissen Alter haben sich die Bäume ihren Standort "verdient"
So ganz grundsätzlich, als politische Entscheidung gesehen, sollte meiner Meinung nach der Naturschutz vorgehen. Es ist ja nicht so, als ob wir keine Flächen mehr hätten, wo man zB Windräder oder Solar-Äcker bauen könnte. Etwa in Ostdeutschland in den LPG-geprägten Landwirtschaftsgebieten (wo es ohnehin keine naturnahen Habitate mehr gibt) sind noch große ungenutzte Reserven, und von Bayern wollen wir lieber gar nicht erst anfangen... Will sagen: es ist nicht zwingend nötig, die Energiewende in Wäldern und Naturschutzgebieten umzusetzen, bzw. allgemein: gegen die Natur umzusetzen.
Und mit dem richtigen politischen Willen hätten wir schon vor Jahren auf 100% Naturstrom umsteigen können. Aber "die Politik" trifft eine Fehlentscheidung nach der anderen, und mein Verdacht, woran das liegt... Sagen wir so: es gibt im Bundestag enorm viel mehr Lobbyisten, als Bundestagsabgeordnete. Im Lobbyregister stehen über 6.000 Lobbyisten, die sozusagen den Bundestag bearbeiten, und 2024 wurde dafür eine Milliarde Euro investiert...
»Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.« – Karl Foerster