Vogelfütterung - Winter

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Dorfgaertner
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Re: Vogelfütterung - Winter

Beitrag von Dorfgaertner »

Ahoihoi,

da bin ich mal wieder :-)

Ich komme gerade wieder von der Vogelfutterstation rein (von draußen mit -7°C) und bin irgendwie nicht so zufrieden mit den losen Futtermischungen. In den letzten Jahren hatte ich meist Mischungen von Pauls Mühle, und jetzt gerade eine handelsübliche Streufuttermischung aus dem Tierfutterladen.

Das Problem: in jeder Mischung sind je unterschiedliche Bestandteile, die von jedenfalls unseren Vögeln nicht gefressen werden.
Bei Pauls Mühle war es Raps (bzw. alle rapsähnlichen Saaten), und bei der Mischung jetzt sind es Weizen(?)körner.
In den vergangenen Jahren haben allein die Rapssamen bestimmt 15cm Boden rund um den "Futtermast" aufgebaut. Letztes Jahr konnte ich noch im Sommer fingertief in eine reine Rapssamenschicht bohren, die da lag und vor sich hin keimte (aber nie zu großen Pflanzen wurde, ich verdächtige die Nacktschnecken...).
Deshalb hatte ich die Mischung gewechselt, aber es ist mit den Weizenkörnern das gleiche in Grün...

Bei uns "wachsen", wollte ich gerade schreiben :D, bei uns leben primär Meisen, Spatzen, und vereinzelt sieht man mal ein Rotkehlchen.

Wie würde eine für diese drei Vogelarten optimierte Futtermischung aussehen? (Ich überlege dann, die Mischung selber zusammenzustellen...)

Mit winterlichen Grüßen!
»Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.« – Karl Foerster
tree12
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Re: Vogelfütterung - Winter

Beitrag von tree12 »

Schön, Dich mal wieder zu lesen! Hast Du schon die Vögel gezählt dieses Wochenende (NABU-Wintervogelzählung)?

Was hier wirklich gut weggeht, sind Sonnenblumenkerne. Alle Fettprodukte sind ebenfalls sehr gefragt (Fettblock, Erdnußbutter, GEVO-Ganzjahresknödel). Meine Lieblingsmischung von Pauls Mühle ist die Expertenmischung, von der bleibt eigentlich so gut wie nichts im Futterhaus zurück.

Bei mir gibt es noch Haferflocken, Rosinen, Mandeln, Kleinsämereien, getrocknete Mehlwürmer.

Wenn jetzt jemand nur eine einzige Mischung verfüttern wollen würde und sonst nix, deckt die Expertenmischung wirklich viel ab.
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Re: Vogelfütterung - Winter

Beitrag von Ann1981 »

Wenn es draußen so kalt ist, wäre eine gute Gelegenheit für ein Markus-Burkhardt-Video mit Tee. Er hat verschiedene Vogelportraits und mind. zwei Videos zu unterschiedlichen Futtern auf seinem Kanal.
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Dorfgaertner
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Re: Vogelfütterung - Winter

Beitrag von Dorfgaertner »

tree12 hat geschrieben: So 11. Jan 2026, 15:01 Schön, Dich mal wieder zu lesen! Hast Du schon die Vögel gezählt dieses Wochenende (NABU-Wintervogelzählung)?

Was hier wirklich gut weggeht, sind Sonnenblumenkerne. Alle Fettprodukte sind ebenfalls sehr gefragt (Fettblock, Erdnußbutter, GEVO-Ganzjahresknödel). Meine Lieblingsmischung von Pauls Mühle ist die Expertenmischung, von der bleibt eigentlich so gut wie nichts im Futterhaus zurück.

Bei mir gibt es noch Haferflocken, Rosinen, Mandeln, Kleinsämereien, getrocknete Mehlwürmer.

Wenn jetzt jemand nur eine einzige Mischung verfüttern wollen würde und sonst nix, deckt die Expertenmischung wirklich viel ab.
Ahoi,

vielen Dank für den netten Gruß und die Hinweise! Ich glaube, ich werde dann erstmal noch die "Expertenmischung" ausprobieren und dann mal sehen, was passiert. Ich guck mal, was passiert :)
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Elli Marlies
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Re: Vogelfütterung - Winter

Beitrag von Elli Marlies »

Ich muss gestehen, dass ich es mir ein wenig einfach mache und "nur" Sonnenblumenkerne und Meisenknödel verfüttere. Dafür wird aber beides hier sehr gerne angenommen. Den Specht habe ich an beidem gesehen, der Kleiber kommt auch gerne. Dazu dieses Jahr zum ersten Mal ein Kernbeißer :D . Feldsperlinge sind im Schwarm bei uns fleißig am Futtern. Kohl- und Blaumeisen bilde ich mir ein, dass ich dieses Jahr ein paar weniger sehe. Letztes Jahr waren viele Schwanzmeisen hier, die vermisse ich auch. Dompfaffe und Grünfinken kommen verlässlich. Für die Amseln streue ich einen Teil der Sonnenblumenkerne auf den Boden, sie hängen sich ja nicht an den Futterspender. Die Ligusterbeeren sind auch immer beliebt. :) In den ganzen vergangenen Jahren hatten wir auch immer 2-3 Eichelhäher. Dieses Jahr habe ich noch keinen gesehen. Vermutlich hängt es mit dem Eichelmastjahr zusammen... :ka
Liebe Grüße
Elli
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Dorfgaertner
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Re: Vogelfütterung - Winter

Beitrag von Dorfgaertner »

Elli Marlies hat geschrieben: Do 15. Jan 2026, 19:57 Ich muss gestehen, dass ich es mir ein wenig einfach mache und "nur" Sonnenblumenkerne und Meisenknödel verfüttere. Dafür wird aber beides hier sehr gerne angenommen. Den Specht habe ich an beidem gesehen, der Kleiber kommt auch gerne. Dazu dieses Jahr zum ersten Mal ein Kernbeißer :D . Feldsperlinge sind im Schwarm bei uns fleißig am Futtern. Kohl- und Blaumeisen bilde ich mir ein, dass ich dieses Jahr ein paar weniger sehe. Letztes Jahr waren viele Schwanzmeisen hier, die vermisse ich auch. Dompfaffe und Grünfinken kommen verlässlich. Für die Amseln streue ich einen Teil der Sonnenblumenkerne auf den Boden, sie hängen sich ja nicht an den Futterspender. Die Ligusterbeeren sind auch immer beliebt. :) In den ganzen vergangenen Jahren hatten wir auch immer 2-3 Eichelhäher. Dieses Jahr habe ich noch keinen gesehen. Vermutlich hängt es mit dem Eichelmastjahr zusammen... :ka
Zum Futter: da habe ich auch jahrelang Meisenknödel verfüttert und mache es noch immer. Im Winter gibts meistens dann noch loses Futter in zwei separaten Spendern, im Sommer nur selten. Aber ich will die Meisenknödel reduzieren, weil sie doch auch sehr viel Dreck machen. Hier gehen 10 Knödel pro Tag weg, im Sommer noch mehr, weil da die Stare zum Futtern kommen.
Ich hab schon unter jeden Knödelspender eine große Schale gehängt, die ich alle paar Tage leerbürsten muss, und trotzdem ist auch der Boden unter den Spendern ständig voll mit Krümeln. Diese wiederum mulche ich (allerdings nicht alle paar Tage sondern etwas seltener) immer mit irgendwas zu, Rasenschnitt, Rindenmulch, manchmal einfach Erde – was da ist. Wie man sich vorstellen kann, ist um die Futterstation inzwischen ein kleiner Hügel gewachsen :D Allerdings sind dort so riesige Regenwürmer wohnhaft wie sonst nirgendswo im Garten... Gefühlt fingerdick :D
Naja, jedenfalls ist das alles nicht so optimal, darum will ich mehr auf Streufutter setzen, weil da aller Abfall von alleine kompostiert und kein Fett dabei ist. Ganz verzichten will ich auf sie aber auch nicht, weil die Stare im Sommer genau eine spezielle Sorte Meisenknödel wollen, und wenn die nicht da ist, dann gucken sie immer sehr vorwurfsvoll zum Fenster rein....

Und ganz davon ab bewundere ich die Vielfalt an Vögeln, die du bei dir versammelt hast! Hier in der Gegend sind leider nicht so viele Arten unterwegs, oder jedenfalls nicht bei uns an der Futterstation. Eigentlich hieß es mal von einem Vogelexperten, sie kämen, wenn sich die Fütterung rumspricht, aber das ist bei uns irgendwie nicht der Fall. Andererseits hat ein über unserem Holzlager-Schuppen wohnhafter Spatzenschwarm die Futterstelle für sich in Beschlag genommen. Manchmal frage ich mich, ob das nicht auch ein Problem sein könnte. Die Stare sind natürlich kräftiger, und die Meisen schnell und dreist, beide kommen also auch zum Zuge. Aber schüchternere Vögel haben da möglicherweise auch einfach keine Chance und sind deshalb nicht da... Keine Ahnung...
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Elli Marlies
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Re: Vogelfütterung - Winter

Beitrag von Elli Marlies »

Ach so viel kommt mir das eigentlich gar nicht vor. Von manchen Arten sind es oft nur einzelne Exemplare. Also beim Specht und dem Kleiber vermute ich, dass es immer dieselben sind.😉 Aber ich freue mich auch über jeden einzelnen Vogel. :D

Das mit dem "Dreck" kenne ich. Unsere Futterspender hängen in der Kirschpflaume. Darunter schaut es ziemlich aus... Aber das meiste sind die Schalen der Sonnenblumenkerne und von daher wird das im Frühling mit dem Rechen unter die Kirschpflaume befördert, dann ist es auch recht schnell verschwunden. :pfeiffen
Zum Glück ist bei uns fast nie eine Katze unterwegs, von daher macht es auch nichts, wenn die Vögel am Boden suchen. :thumb
Liebe Grüße
Elli
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Simbienchen
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Re: Vogelfütterung - Winter

Beitrag von Simbienchen »

Hat denn mal jemand von euch selbstgebackenen Vogelkuchen ausprobiert oder bin ich hier die Einzige? ;)
Verfüttert ihr denn gar nichts aus dem eigenen Garten an die Vögel?

Mich hat das früher auch immer sehr geärgert, dass so viele Saaten aus den Futtermischungen gar nicht gefressen wurden, dass ich mittlerweile dazu übergegangen bin, gar kein herkömmliches, käufliches "Vogelfutter" mehr zu füttern.
Das fühlte sich immer so an, als ob man das Geld aus dem Fenster schmeißt. Zumal man ja auch gar nicht immer weiß, woher die ganzen Körner etc kommen und wie hoch sie belastet sind. Früher hatte ich auch immer Ratten an den Futterhäuschen beobachtet, jetzt gar nicht mehr.

Wenn ich ihnen -so wie derzeit, seit über eine Woche eine stark überfrorene Schneedecke - Futter anbiete, dann kommt das überwiegend aus meinem Garten oder aus der Region. Ich füttere grundsätzlich nur noch zu "Notzeiten ". Sie bekommen dann klein geschnittenes Dörrobst, getrocknete Weintrauben, frische eingelagerte Äpfel, selbstgesammelte Nüsse, Kürbiskerne oder Vogelkuchen. Das einzige was ich noch dazukaufe, sind Zutaten wie Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Leinsamen , Eier, Mehl und Öl.

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Das Vogelkuchenrezept habe ich mit den Jahren mehr und mehr angepasst, dass es mittlerweile eher "Müslikuchen" heißen sollte ( schmeckt auch so , ich probiere es immer, ist ja aus besten Zutaten). Die Vögel sind ganz verrückt danach, sogar die Eichhörnchen mögen es.

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Da ich eine gute Kürbisernte dieses Jahr hatte, habe ich auch Kürbisfleisch ( anstelle von Apfeltrester) mit verbacken. Heute habe ich extra einen Kürbis geschlachtet und daraus 5 Backbleche Vogelkuchen gebacken. Derzeit besuchen täglich über 50 Vögel ( Blau-, Kohl- Sumpfmeisen, Amseln, Buchfinken, Feldsperlinge, Rotkehlchen, Buntspechte, Eichelhäher) die Futterspender, da bleibt nichts über. Nicht ein Krümmel am Boden, das wird alles weggemampft.

Ich wüsste auch nicht, was gegen den Futterkuchen zu solchen Extremwetterperioden sprechen sollte. Macht halt ein bisschen Arbeit, aber das mache ich mir zwischendurch gerne, wenn ich sehe, wie gerne die Vögel ihn mögen.

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Zerkrümmelt oder in grobe Stücke gebrochen auf Teller oder ins Futterhäuschen gegeben, verhindert Zankereien unter den Vögeln. Sie schnappen sich ein Stückchen und fliegen damit weg um in Ruhe fressen zu können. Die Buchfinken sammeln gerne die herunterfallenden Reste unter den Futterspendern weg.


Ich schreibe euch mal mein Rezept dazu auf:
( Die Zutaten aus dem Garten können variieren, je nachdem was ihr da habt)

- 200 g gemischtes zerkleinertes Dörrobst (z.B. Äpfel, Birnen, Feigen, Weintrauben, Beeren)
- 100 g gemahlene Nüsse ( z.B.Haselnüsse, Walnüsse)
- 70 g Sämereien, Kerne ( z.B. Brennessel -, Spitzwegerichsamen, Leinsamen, Ölkürbiskerne, Sonnenblumenkerne)
- 400 g püriertes Kürbisfleisch oder Apfeltrester oder geraspelte Äpfel
- 300 g Haferflocken
- 70- 100 g Mehl ( wird als Kleber benötigt)
3 Eier
- 120 g Öl ( Rapsöl oder Leinöl)

Alles schön miteinander vermengen und zu kleinen Kuchen formen. Reicht für ein Backblech. Bei 175° ( Umluft) ca 20 min backen.

Ach noch etwas....die Stare lieben diese kleinen Kuchen ebenso ;)
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Simbienchen
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Re: Vogelfütterung - Winter

Beitrag von Simbienchen »

Die ersten Stare haben sich heute an meinen Futterstellen eingefunden... :hurra

Für die größeren Vögel bieten sich größere Vogelfutteraufhängungen an. Wie diese tolle aus Weide hier, die mir@Somnia geschenkt hatte. :knuddel Danke nochmal, die hat sich echt bewährt und ich kann sie super mit meinen Vogelfutterküchlein bestücken! :thumb

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Da sitzen bei mir, neben Meisen, meistens Eichelhäher, Buntspechte und Stare dran. Da haben sie es leichter....
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Re: Vogelfütterung - Winter

Beitrag von tree12 »

Das Weidengeflecht sieht toll aus und fügt sich perfekt in die Umgebung ein! :hut

Ich muß allerdings auf eine gewisse Abwehrtauglichkeit gegenüber Waschbären und auch Steinmardern achten und arbeite viel mit Drahtkörben und extra Befestigungen aus Draht. :ka
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