Kopfweide

Benutzeravatar
Miri
Beiträge: 32
Registriert: Mo 11. Aug 2025, 18:47
Hat sich bedankt: 50 Mal
Danksagung erhalten: 41 Mal

Re: Kopfweide

Beitrag von Miri »

Danke Somnia, das ist ein kluger Gedanke.
Ich hadere auch noch mit mir, ob ich den Plan umsetzen soll und vor allem welcher Platz im Garten geeignet wäre.
Ich würde die Salweide wegen ihrer ökologischen Bedeutung halt eigentlich gerne behalten.
Vor einigen Jahren hatte ich schon mal einen Sämling, den halte ich seitdem erfolgreich in einem Kübel. Bislang (die Pflanze ist mehrstämmig und mittlerweile etwa 150 cm hoch) kommt sie damit gut klar. Aber ich weiß natürlich, dass das auch nicht ideal ist…und leider blühte sie bislang auch noch nicht. Liegt es am jungen Alter? Oder stellt die Pflanze es wegen des begrenzten Wurzelraumes ein?
Benutzeravatar
Ann1981
Beiträge: 1413
Registriert: Do 20. Jan 2022, 10:12
Hat sich bedankt: 485 Mal
Danksagung erhalten: 1069 Mal

Hortus-Netzwerk Unterstützer

Re: Kopfweide

Beitrag von Ann1981 »

Vielleicht ist die Weide im Kübel eine weibliche Pflanze?
"Das Äußere einer Pflanze ist nur die Hälfte ihrer Wirklichkeit." (Wolle Goethe)
Benutzeravatar
Miri
Beiträge: 32
Registriert: Mo 11. Aug 2025, 18:47
Hat sich bedankt: 50 Mal
Danksagung erhalten: 41 Mal

Re: Kopfweide

Beitrag von Miri »

Aber auch eine weibliche Weide bekommt doch Blüten/Kätzchen, oder?!
Ich dachte der Unterschied ist, ob sie Pollen oder Nektar liefern. Und Farbe und Größe.
Benutzeravatar
Alma
Beiträge: 1452
Registriert: Mi 2. Okt 2019, 14:56
Hat sich bedankt: 707 Mal
Danksagung erhalten: 1362 Mal

Re: Kopfweide

Beitrag von Alma »

Miri hat geschrieben: Fr 30. Jan 2026, 21:30 Aber auch eine weibliche Weide bekommt doch Blüten/Kätzchen, oder?!
Ich dachte der Unterschied ist, ob sie Pollen oder Nektar liefern. Und Farbe und Größe.
Ja, klar, beide bekommen Blüten. Nur bekommt die weibliche Salweide keine Kätzchen. Die weiblichen Blüten sind unscheinbarer und werden oft gar nicht wahrgenommen. Diese sind blaßgrün. Von weitem sieht man sie gar nicht im Gegensatz zu den auffällig silbrigen Kätzchen/gelben Pollen.
Benutzeravatar
Alma
Beiträge: 1452
Registriert: Mi 2. Okt 2019, 14:56
Hat sich bedankt: 707 Mal
Danksagung erhalten: 1362 Mal

Re: Kopfweide

Beitrag von Alma »

Den Gedanken von Somnia finde ich auch gut. Je besser der Standort gewählt ist desto länger kann der Baum stehen bleiben. Zu oft sehe ich falsche Planung und die Bäume werden frühzeitig entfernt da sie 'plötzlich' doch so groß werden wie es in der Beschreibung steht.
@Miri was für einen Boden hast du denn? Bzgl. der 'Bändigbarkeit' einer Salweide ist es ein deutlicher Unterschied ob sie auf fruchtbarem Lehmboden wächst oder im trockenen Sandboden.
Was für Leitungen hast du im Boden? Oder gehts nur um den Abstand von Gebäuden?
Das Video habe ich mir auch angeschaut. Hm, ich persönlich kenne zwei Salweiden die seit ca. 20 Jahren geschnitten werden - bis jetzt sehen sie noch gut aus....

Hm, ab welchem Alter Salweidensämlinge anfangen zu blühen - interessante Frage. Hier in der Rheinebene kommt sie eher selten in der Natur vor. Hauptsächlich in den Gärten die hängende Form oder in der Natur von Imkern angepflanzte Exemplare.
tree12
Beiträge: 1683
Registriert: Sa 6. Apr 2019, 10:40
Hat sich bedankt: 2381 Mal
Danksagung erhalten: 1970 Mal

Hortus-Netzwerk Unterstützer

Re: Kopfweide

Beitrag von tree12 »

Die Salweiden können recht früh in die erste Blüte gehen. Ein Leben im Topf behagt ihnen aber nicht so recht, drum wird es dort entweder gar nicht oder viel später zur Blüte kommen.

Aber auch Rinde und Blätter sind wichtig für viele Organismen, weswegen nichts gegen Salweiden im Topf spricht. "Blüten" an sich werden grundsätzlich überschätzt für die Ökologie, weil dort eben die Tierchen Nahrung finden, die wir Menschen gut sehen können: Schmetterlinge, dicke Hummeln, Honigbienen, Rosenkäfer etc. Die vielen, vielen minikleinen Lebensformen sind zum Teil ja noch unbekannt, gar nicht erforscht und oft kaum sichtbar.

Wir müssen uns umstellen und nicht nur auf "Blüten" und "Blütenbesucher" achten. Berthold Daubner z. B. wirbt ja sehr eindringlich dafür und zählt in seinen Videos gerne die Anzahl aller Organismen auf, die von bestimmten Pflanzen abhängig sind. Dazu zählen auch Flechten und Pilze und Algen. Und drum wird er auch nicht müde, auf die Wertigkeit von heimischen Gräsern hinzuweisen. Sein Vortrag über die Gräser hat auch mir ein Aha-Erlebnis beschert. :denken :bravo
Antworten

Zurück zu „Bäume/ Hecken/ Sträucher“