Mini- Wasserstellen, Tier- und Insektentränken

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Simbienchen
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Mini- Wasserstellen, Tier- und Insektentränken

Beitrag von Simbienchen »

Bei den immer weniger werdenden Niederschlägen und langen Dürrezeiten haben es auch unsere Insekten und Wildtiere schwer, innerhalb ihres Gartenhabitats, in dem sie sich niedergelassen haben, Wasser zu finden. Pfützen bilden sich zu wenig und Wassertropfen auf Blättern verdunsten zu schnell.

Viele von euch/ uns versorgen ihre Gartenbewohner mit Tränken, füllen sie liebevoll täglich mit frischem Wasser oder bieten kleine Wasser-Biotope an.

Damit die Insekten einfacher ans Wasser gelangen, bietet es sich an, die Tränken mit Steinen, Ästen, Zapfen oder Moosen zu bestücken. Es erleichtert ihnen den Anflug und den Zugang zum Wasser.

Tiefe Gefäße wie Stein-Tröge eignen sich auch gut als Vogelbadestellen, hier ist es aber auch wichtig ein paar flache Steine hineinzulegen, oder einen Ast, da kleinere Vögel sonst nicht wissen, wie sie ins frische Nass gelangen.

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Um zu vermeiden, dass sich Keime oder Bakterien explosionsartig vermehren und Tränken zu Erregerbrutstellen werden, wechselt man die Tränken einfach durch. Lässt die eine ein paar Tage in der Sonne trocknen (UV- Strahlung ist keimtötend), während die andere in Gebrauch ist.

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Es ist wichtiger, Tränken und Badestellen anzubieten, als Angst davor zu haben, dass sich Krankheiten verbreiten. Es sterben zu Dürrezeiten wahrscheinlich eher mehr Tiere an Durst als an Krankheitserregern.

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"Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde!"
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Simbienchen
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Re: Mini- Wasserstellen, Tier- und Insektentränken

Beitrag von Simbienchen »

Wie handhabt ihr das dieses Jahr bei diesen Wetterereignissen mit den Vogeltränken?

Ich stelle morgens eine Schale mit warmen Wasser raus, sie wird dankbar frequentiert...
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tree12
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Re: Mini- Wasserstellen, Tier- und Insektentränken

Beitrag von tree12 »

Ich versuche, mit lauwarmem Wasser die vereisten Tränken aufzutauen, was zu 80 % gelingt und fülle dann Wasser nach. Die Vögel sind oft sofort da. Leider ist ja derzeit auch der Teich eingefroren, so daß auch hier weder Trinken noch Baden möglich ist.
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Alma
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Re: Mini- Wasserstellen, Tier- und Insektentränken

Beitrag von Alma »

Simbienchen hat geschrieben: So 7. Dez 2025, 20:27 Um zu vermeiden, dass sich Keime oder Bakterien explosionsartig vermehren und Tränken zu Erregerbrutstellen werden, wechselt man die Tränken einfach durch. Lässt die eine ein paar Tage in der Sonne trocknen (UV- Strahlung ist keimtötend), während die andere in Gebrauch ist.
Diese Idee ist perfekt. Das werde ich im Sommer so machen.
Ich habe mich damit lange beschäftigt und hatte entweder die Möglichkeit ständig sehr zeitintensiv zu putzen oder ein schlechtes Gewissen haben weil ich es nicht tue oder zu wenige Wasserstellen habe.

Zudem hat mir mein Obstbauer geraten Wasserstellen zu den Obstbäumen zu stellen da viele Insekten und Vögel die Früchte nur anpicken/stechen weil sie Durst haben.
Damit tut man also nicht nur den Tieren Gutes sondern schützt auch sein Obst!
tree12
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Re: Mini- Wasserstellen, Tier- und Insektentränken

Beitrag von tree12 »

Das mit dem Obst ist mir neu und kann ich so auch nicht bestätigen... wir haben den Teich und auf dem Grundstück verteilt sieben Tränken stehen. Trotzdem werden fast alle unsere Äpfel angepickt... und die Feigen sind sowieso bei allen beliebt, Vögeln, Wespen, Hornissen....
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Alma
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Re: Mini- Wasserstellen, Tier- und Insektentränken

Beitrag von Alma »

tree12 hat geschrieben: Sa 10. Jan 2026, 11:38 Das mit dem Obst ist mir neu und kann ich so auch nicht bestätigen... wir haben den Teich und auf dem Grundstück verteilt sieben Tränken stehen. Trotzdem werden fast alle unsere Äpfel angepickt... und die Feigen sind sowieso bei allen beliebt, Vögeln, Wespen, Hornissen....
Hm, interessant.
Bei mir und im größeren Umfeld gibt es kaum Wasserstellen außer meine. Und die sind recht weit entfernt von den Obstbäumen.
Versuch macht klug, ich probiers einfach.
Oder gibts bei dir in der Umgebung einfach wenig Obst - so dass alle zu dir kommen??
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Alma
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Re: Mini- Wasserstellen, Tier- und Insektentränken

Beitrag von Alma »

Hier eine Frage an euch:
Meine Mini-Wasserstelle in einer Zinkwanne wird immer überwuchert von Fadenalgen. Was mache ich dort falsch? Und wie kriege ich sie wieder los?
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Im Sommer muss ich schon fast wöchentlich die Algen entfernen damit überhaupt eine offene Wasserfläche da ist.
Die Wanne ist gefüllt mit Sand und Kies, kein Boden.
Sie bekommt nur wenige Stunden Sonne am Tag (Nachmittags im Sommer ca. 2 Stunden)
Es ist eine kleine Zinkwanne, ca. 60 breit, 30cm hoch. Innen ausgekleidet mit Teichfolie.
Wegen besserer Katzensicherheit steht sie nicht direkt auf dem Boden sondern auf zwei Holzklötzen (ca. 20cm)
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Re: Mini- Wasserstellen, Tier- und Insektentränken

Beitrag von tree12 »

Mit Wasserstellen in Zinkwannen kenne ich mich zwar nicht aus, kann Dir aber sagen, daß es für die kleine Fläche besser ist, Fadenalgen entfernen zu müssen (was ja schnell geht), als Wasserlinsen, die sich das ganze Jahr explosionsartig vermehren.

Im zeitigen Frühjahr sind Fadenalgen der Normalzustand. Ich würde sie dann abfischen und probeweise eine Krebsschere einsetzen. Die haben erstaunliche Reinigungskräfte. Google mal bei Markus Burghardt (ich kann mir leider nie merken, wie man diesen "Burghardt" schreibt und ob das jetzt so korrekt ist), er hat ein kurzes Video zur Krebsschere gedreht. Das Video ist hochinteressant und erst danach lernte ich meine vielen Krebsscheren zu schätzen! :dafuer
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Dorfgaertner
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Re: Mini- Wasserstellen, Tier- und Insektentränken

Beitrag von Dorfgaertner »

@Alma Bis der Boden durchrostete hatten wir auch mal einen kleinen Mini-Teich in etwa den gleichen Ausmaßen und dort haben wir, dem Tipp eines Bekannten folgend, ein paar Erlenzapfen reingeworfen. Die säuern das Wasser leicht an und verschlechtern so die Lebensbedingungen von Algen. Tasächlich waren Algen in dem Kübel über seine 2 Jahre Lebenszeit hinweg kein Problem. Es waren so ca. 5 Erlenzapfen in einem zu deinem etwa gleich großen Gefäß, bei Bedarf kann man ja mehr reinwerfen.

Der Bekannte ist Aquarianer mit einem großen Kaltwasseraquarium, in dem irgendwelche heimischen Zwergfische leben. Er hat da neben Erlenzapfen auch Totholz drin, und mehrere Pflanzenarten gedeihen prächtig. Also eventuelle Sorgen, daß das Wasser dadurch lebensfeindlich versäuern könnte, muss man sich nicht machen. Da bräuchte man dann schon eine ganze Schippe voll mit Erlenzapfen ;)
»Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.« – Karl Foerster
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Simbienchen
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Re: Mini- Wasserstellen, Tier- und Insektentränken

Beitrag von Simbienchen »

Vielleicht auch ein paar Posthornschnecken hineingeben, die minimieren zwar nicht diese Menge an Fadenalgen, sind aber trotzdem immer hungrig und verzehren so einiges an Algen...
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