eigentlich bin ich ein schlechter Gärtner, weil mir jedes Unkräutlein, das ich jäte, leid tut
Aus diesem Grunde ist jetzt der Entschluß gereift, für ein Vorgarten-Teilstück, wo sich Vinca minor unbeirrt hält und verbreitet, einen Gartenservice zu engagieren, der mir das emotionslos freilegen kann.
Bei der Gelegenheit überlege ich auch einen leider eigentlich ganz hübschen Zwerg-Spierstrauch zu ersetzen, der derzeit eine Grenze zwischen Vinca und dem Rest des Beetes bildet. Das Problem ist: der steht da schon viele Jahre – länger als wir hier wohnen – und er pflegt sich buchstäblich selbst. Er hat von Natur aus eine fast perfekte runde Form, als würde ihn jemand in Form halten. Außerdem steht er auf schlechtem Lehmboden in voller Sonne und hält sich trotzdem gut. Gebrütet wird in ihm nicht, aber Spatzen und Meisen sitzen duchaus manchmal drin. Er hat einen Kugel-Durchmesser von ca. 1,10 Meter und wird wohl auch nicht mehr größer.
Jetzt ist die Frage: will ich ihn ersetzen oder nicht?
Pro: die Blüten sind immerhin bienen/-hummelfreundlich, und da sind auch andere Kleininsekten zu finden; Vögel nutzen ihn (vermutlich für Schatten da vorne in der Sonne); er pflegt sich selbst; er überlebt auf einem sehr schwierigen Standort.
Contra: er ist nicht heimisch.
Käme er weg, würde da entweder der (ebenfalls nur eingebürgerte) Woll-Ziest hinwachsen, und ich würde vielleicht noch gucken, ob da ein, zwei Stauden, die den Wollziest aushalten könnten, hinkommen. Alternativ wäre ein anderes Kleingehölz eine Option, aber das ist wie gesagt ein sehr schwieriger Standort mit Vollsonne und Lehm. Da findet sich nicht viel, was das aushält und gleichzeitig von Natur aus klein bleibt. Ginster z.B. will ja sandigen Boden, usw.
Außerdem ist die Contra-Liste eindeutig kürzer
Wie seht ihr das so?
