Windkraft

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Amarille
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Re: Windkraft

Beitrag von Amarille »

Ich möchte die Erklärung gerne mit unterschreiben, danke @Primulaveris für die ausführliche Erklärung die ich so nicht besser beschreiben hätte können
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt!
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Tidofelder
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Re: Windkraft

Beitrag von Tidofelder »

Zumindest Niedersachsen war letztes Jahr klimaneutral. Es wurde mehr Strom aus Wind und Sonne erzeugt als verbraucht wurde. Deswegen stehen hier soviele Windräder.
Das Thema Geld muss aber dabei ausgeblendet werden, da die Anlagen alle subventioniert werden. Natürlich von der Allgemeinheit, direkt oder indirekt.
Primulaveris
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Re: Windkraft

Beitrag von Primulaveris »

Deshalb sag ich: Der Streit geht manchmal mitten durch mich selber.
Natürlich ist die Frage, was man WILL.

Dauerhaft Kohle verpulvern will ich natürlich auch nicht. Kernenergie will ich auch nicht. Wasserkraft klingt super, ist es aber oft leider überhaupt nicht, wenn man den Natur-Impact anguckt. Hat der Mensch das Recht, durch Geschiebe-Veränderung, Wasserstandssenkung usw. den Lebensraum hunderter Arten zu eliminieren?
Ich kann mir die Klima-Brille aufsetzen und sagen: Das MUSS halt sein, da kann man jetzt keine Rücksicht auf Befindlichkeiten, die aussterbende Flussseeschwalbe an der Isar durch oder irgendwelche überempfindlichen Primeln nehmen!
Wenn wir die Sache mit dem Klima nicht irgendwie rumreißen, und zwar schnell, stirbt eh ne MENGE aus, inklusive Primel :ka !

Die andere Brille sitzt auf meinem wunden Herzen und ist ständig tränenverschmiert (jaha, das nennt man: Poesie-Keule :rofl ), wenn es nach wie vor immer nur um den Menschen geht und die gesamte nicht-menschliche oder mehr-als-menschliche Welt uns bei unseren Planungen am A... vorbei geht. Es gibt in Deutschland fast keine wildnisähnlichen Gebiete mehr, und ich finde, NICHTS davon darf weiter drangsaliert werden, kein Quadratzentimeter :ka .

Ich glaube eben nicht, dass "wir" es WIRKLICH wollen. Weil man dann ganz anders ansetzen müsste. Dann würde es nicht am Geldbeutel des Einzelnen liegen müssen, ob er Omas ererbtes Häusle dämmen kann, wir hätten keine Lebensmittelwirtschaft mit perversen Transport- und Vernichtungsquoten, würden nicht Flugverkehr nach wie vor bevorteilen und ich würde nicht zur Arbeit mit dem Bus fünf mal so lang, dafür aber unflexibel und unbequem, unterwegs sein wie mit dem Auto.

Hm, ich weiß nicht, ob Niedersachsen "klimaneutral" ist, hier steht "bis 2040 soll Treibhausgasneutralität erreicht werden" https://www.umwelt.niedersachsen.de/sta ... 27891.html

Aber egal, es geht ja nicht um Haarspaltereien.

Niedersachsen hat ja auch die meisten Moorflächen und damit auch eine Riesen-Herausforderung. Bis zu 40 Mio Tonnen CO2 könnten wir jährlich einsparen, wenn wir die Moore wiedervernässten, das sei ca. die Hälfte des Ausstoßes der gesamten Industrie in Deutschland, sagt z. B. die Moorforscherin Franziska Tanneberger https://www.deutschlandfunk.de/franzisk ... 4-100.html. Aber das sind ja keine ungenutzten Flächen... leider alles schwierig, wenn man reinzoomt.
Und eigentlich aber auch ganz leicht...
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Re: Windkraft

Beitrag von Gsaelzbaer »

@Primulaveris

Ja, Primelchen, da hast du wieder einmal in vielen Breichen die rechten Worte gewählt und getroffen......

Es IST und BLEIBT eben ALLES schwierig....... mit uns Menschlein, mit uns hier auf dem doch eigentlich so schönen Planeten auf dem viel zu viele Menschen leben(wollen), was ich immer noch als das größte Problem von allen sehe.

Man kann uns halt nicht alle in den "Menschheitslostopf" :kochen werfen und dann wird gezogen.....WER würde diesen Menscheitslostopfhenker auch spielen wollen....... (Off-Topic, sorry)

Und nu, was machen wir, wir Minderheitsvolk dass eigentlich nur Gutes tun will?

Vielleicht einigen wir uns darauf dass WIR einfach so, oder noch etwas mehr, genau SO weitermachen und hoffen dass der Rest irgendwann zu Besinnung kommt(was ich nicht glaube).

Muss denn mehr politisch geregelt werden?

Lassen wir sie nun Windräder bauen? Wo? Echt NUR im Norden weil sie sich da schneller rechnen?
Wie viele sollen es denn letztendlich werden? Wie viele BRÄUCHTEN wir denn eigentlich?

Es ist alles so mühselig, finde ich......
Nichts ist mächtiger als eine :idea: deren Zeit gekommen ist. (Victor Hugo)
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Re: Windkraft

Beitrag von Somnia »

Fürs Kleinteilige:
Es gibt die Technik auch fürs Hausdach.

Anbei ein Screenshot von einer schnellen internet-Suche mit den Stichworten Windkraft und Dach, ohne weitere Bewertung/Empfehlung

Bild
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Re: Windkraft

Beitrag von SchwurbelfreierGarten »

Somnia hat geschrieben: Mo 1. Jul 2024, 14:13 Fürs Kleinteilige:
Es gibt die Technik auch fürs Hausdach.

Anbei ein Screenshot von einer schnellen internet-Suche mit den Stichworten Windkraft und Dach, ohne weitere Bewertung/Empfehlung

Bild
Nur ist die Windströmung in Hausnähe nicht besonders gut. Wenn man sowas aus ideellen Gründen aufs Dach machen will, dann ok. Aber finanziell lohnen sich solche hausnahen Anlagen eigentlich nicht. Auch ist das Design in deinem Beispiel deutlich ertragsärmer als das mit den drei Rotorflügeln. (letzteres kann sich lohnen, wenn es in 10m Höhe einigermaßen guten Wind gibt)
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Re: Windkraft

Beitrag von Ann1981 »

Amarille hat geschrieben: Di 25. Jun 2024, 19:12 Gut das ein Windrad für den Bau kein Material, keine Energie, kein Flächenverbrauch, kein Beton und noch ein paar Kleinigkeiten verbraucht bis es dann steht und endlich grünen Strom erzeugt, vorausgesetzt es weht Wind und es gibt keine Wartung. Ich rechne immer alles und werte das, das unterm Strich steht. Dazu gehört auch die Entsorgung.
Wie viel Fläche und Rohstoffe würde wohl ein Kohlekraftwerk mit gleichem Output brauchen? Mal abgesehen davon, dass es immer neues "Futter" braucht, für das weitere Flächen mit Biotopen, Ortschaften, kulturhistorischen Zeugnissen ruiniert werden.
"Das Äußere einer Pflanze ist nur die Hälfte ihrer Wirklichkeit." (Wolle Goethe)
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Re: Windkraft

Beitrag von Tidofelder »

Reduzieren wir das Ganze auf das wesentliche: Strom kommt aus der Steckdose. :omm
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Ann1981
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Re: Windkraft

Beitrag von Ann1981 »

Tidofelder hat geschrieben: Fr 5. Jul 2024, 21:12 Reduzieren wir das Ganze auf das wesentliche: Strom kommt aus der Steckdose. :omm
Addieren wir das Entscheidende: Wie wird er gewonnen?
Vergleichskriterien sind Flächenverbrauch, Beeinträchtigung/ Gefährdung von Tier, Pflanze und Mensch, Entstehung von Klimagasen bei Produktion und Betrieb der Anlage, Recyclingumfang, Wirkungsgrad. Die Liste ist möglicherweise nicht vollständig.
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