Schnittlauch

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Deutscher Name / HandelsnameSchnittlauch
Botanischer NameAllium schoenoprasum
©Yorela
©Gartenphilosophin
FamilieAlliaceae - Zwiebelgewächse
Herkunftheimisch
Vegetationsperiodemehrjährig
Höhebis ca. 40cm
Bevorzugter StandortSonne, Halbschatten
Feuchtigkeitsanspruchfeucht
Bevorzugter Bodenhumos, nährstoffreich
BlütezeitraumMai bis August
Blütenfarbeviolett
NutzenHummeln, Wildbienen
Geeignete ZonenErtragszone, Sumpfzone
VerwendbarkeitKraut und Blüten essbar, Gewürzkraut
Sonstiges / BemerkungenSchnittlauch gehört zu den mehrjährigen Pflanzen und wird - je nach Sorte - bis zu 40 cm hoch. Ab Mai/Juni entwickeln sich große violette Blüten, die eifrig von Insekten besucht werden. Ab Februar/März kann der Kaltkeimer ausgesät werden, leichte Fröste schaden den Jungpflanzen nicht. Sein Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Schnittlauch mag es nährstoffreich und feucht, in der Natur findet man ihn gerne in der Nähe von Seeufern oder Feuchtwiesen. Staunässe behagt ihm aber nicht. Schnittlauch kann in einer schmalen Reihe an Beeträndern angepflanzt werden. Die filigranen Halme sind mit und ohne Blüten äußerst dekorativ.

Schnittlauch ist ein vielseitig verwendetes Küchenkraut. Beim Kochen verliert er allerdings sehr viel von seinem Aroma. Man bestreut also besser das fertige Gericht am Schluss mit kleingeschnittenen Schnittlauchröllchen. Salate, Suppen, Eier- und Kartoffelspeisen, Quark, Dips, Mayonnaise, Kräuterbutter ... die Verwendungsmöglichkeiten sind unendlich. Nicht zu vergessen das einfache Butterbrot mit Schnittlauch, das nicht nur bei der bayrischen Brotzeit geschätzt wird. Die Blüten sind essbar und setzen farbige Akzente in Salaten, Kräuterbutter & Co. Ihr Geschmack ist scharf und zwiebelig.

Zum Trocknen ist Schnittlauch nicht gut geeignet, er verliert nahezu sein gesamtes Aroma. Besser ist es, ihn einzufrieren. Geernteten Schnittlauch sollte man nicht in wassergefüllten Gefäßen lagern, sondern in ein feuchtes Tuch gewickelt im Kühlschrank aufbewahren.

Die Herkunft des Schnittlauchs ist noch nicht eindeutig geklärt, in Frage kommen wahrscheinlich die Alpen, das Mittelmeergebiet oder auch Sibirien. Wie auch immer, im Gegensatz zu heute war Schnittlauch in der Antike und im Mittelalter ein anerkanntes Heilkraut bei Hämorrhoiden oder Nasenbeschwerden. In unserer Zeit werden ihm positive Eigenschaften bei Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Blasenschwäche und Hämorrhoiden zugeschrieben. Allerdings wurden wirkungsvollere Heilpflanzen entdeckt, so dass Schnittlauch kaum mehr als Heilkraut in Erscheinung tritt.

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