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Pflanzendatenbank: Das Thema des Monats März 2022 – Heckenpflanzen

Die „Kinder“ der Pflanzendatenbank des Hortus-Netzwerks stellen sich vor. Jeden Monat findet Ihr hier ein neues Thema, zu dem zehn passende Pflanzen vorgestellt werden.

Diesen Monat geht es um das Thema Heckensträucher

Wir kennen sie alle, die langweiligen und eintönigen niedrigen Hecken aus Buchsbaum oder Kirschlorbeer. Sie sind immergrün, schnittverträglich und in jedem Baumarkt in verschiedenen Sorten erhältlich. Vor allem sind sie aber eines: Wenig sinnvoll für Insekten und Kleintiere. Hier nun fünf Alternativen, mit denen man schöne niedrige Hecken realisieren kann, die dem Artensterben entgegen wirken:

 

 

Ligustrum vulgare – Liguster

Der heimische Liguster ist eine der wertvollsten und besten Alternativen zu Kirschlorbeer & Co. Die Pflanze ist fast immer belaubt, sie wirft in vielen Regionen ihr Laub erst zum neuen Laubtrieb ab. Zudem ist Liguster extrem schnittverträglich. Sollte die Hecke verholzen, kann der Liguster “auf den Stock gesetzt”, d.h. bodennah geschnitten werden. Er wächst zuverlässig und schnell wieder nach.

Ein humoser, nicht zu nasser Boden ist alles, was dieses Gehölz benötigt um gut zu wachsen. Er gedeiht sowohl in der Sonne als auch im Schatten und erreicht dabei eine Höhe von ca. 200 – 300 cm. Für eine Hecke rechnet man drei Pflanzen pro Meter.

Die nektarreichen, weißen Blüten, die zwischen Juni und Juli erscheinen, werden von einer Vielzahl von Insekten angeflogen.

Wer eine niedrige, blickdichte, pflegeleichte und insektenfreundliche Heckenpflanze sucht, kommt am Liguster kaum vorbei.

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Spiraea arguta – Brautspiere, Schneespiere

Die heimische Brautspiere eigent sich gut für niedrige Hecke. Das Gehölz erreicht eine Höhe von ca. 150 – 200 cm und verträgt Rückschnitte sehr gut. Der Boden sollte humos und frisch bis feucht sein. Der beste Standort ist eine sonnige bis halbschattige Lage.

Die weißen Blüten erscheinen recht früh zwischen April und Mai und werden von verschiedenen Insekten gut angeflogen.

Für eine Hecke rechnet man 3 Pflanzen pro Meter.

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Carpinus betulus – Hainbuche

Eine der beliebtesten Heckenpflanzen ist die Hainbuche. Das heimische Gehölz eignet sich für Hecken aller Größen bis ca. 15 Metern Höhe, aber auch niedrige Höhen sind dank der großen Schnittverträglichkeit der Hainbuche kein Problem.

In humosem, feuchtem Boden wächst die Hainbuche am besten, der Standort sollte halbschattig bis schattig sein.

Für eine Hecke rechnet man drei bis vier Pflanzen pro Meter.

Durch die dichte Verzweigung und Belaubung dient eine Hainbuchenhecke verschiedenen Vogelarten als Nistplatz und Kleintieren wie dem Igel als Schutzort. Die gelbgrünen Blüten, die zwischen April und Mai ausgebildet werden, sind eine wertvolle Nahrungsquelle für verschiedene Insekten. Weiterhin dient die Hainbuche auch als Raupenfutter.

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Potentilla fruticosa – Fingerstrauch

Der heimische Fingerstrauch eignet sich mit einer maximalen Wuchshöhe von 150 cm für niedrige Hecken. Das Gehölz ist sehr schnittverträglich und robust.

Der Boden sollte humos, kalkarm und nicht zu nass sein, der beste Standort ist eine sonnige bis halbschattige Lage.

Von Juni bis Oktober bilden sich die gelben Blüten, die von Insekten angeflogen werden.

Für eine Heckenpflanzung rechnet man ca. 3 Pflanzen pro Meter.

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Acer campestre – Feldahorn

Eine sehr robuste und frostharte Heckenpflanze ist der heimische Feldahorn. Das Gehölz ist sehr schnittverträglich, so dass niedrige Feldahorn-Hecken leicht zu gestalten sind. Mit einer maximalen Höhe von bis zu 15 Metern sind jedoch auch sehr hohe Hecken kein Problem.

Feldahorn wächst am besten in humosem, feuchtem Boden, dabei spielt der Standort keine entscheidende Rolle – der Feldahorn wächst sowohl in der Sonne als auch im Schatten.

Pflanzt man drei Pflanzen pro Meter, so entsteht eine dichte, blickdichte Hecke, die von Vögeln gerne als Nistplatz angenommen wird. Auch Kleintieren wie dem Igel bietet eine Feldahorn-Hecke einen guten Schutzort.

Die grüngelblichen Blüten bieten Insekten zwischen Mai und Juni ein begehrtes Nahrungsangebot und Schmetterlingsraupen nutzen den Feldahorn als Raupenfutter.

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