Pflanzendatenbank: Das Thema des Monats März 2021 – Gemüse

Pflanzendatenbank: Das Thema des Monats März 2021 – Gemüse

Die „Kinder“ der Pflanzendatenbank des Hortus-Netzwerks stellen sich vor. Jeden Monat findet Ihr hier ein neues Thema, zu dem zehn passende Pflanzen vorgestellt werden.

Diesen Monat geht es um das Thema Gemüse

Diesen Monat widmen wir uns der Ertragszone und stellen fünf Pflanzen für die Ertragszone vor, die sehr pflegeleicht sind und kurze Wachstumsperioden haben. Damit eignen sie sich hervorragend zur frühen Pflanzung vor der eigentlichen Hauptkultur oder auch als “Lückenfüller“ das gesamte Anbaujahr hindurch.

 

 

Spinacia oleracea – Spinat

Dieses schmackhafte Blattgemüse stammt vermutlich aus Asien und wurde wahrscheinlich von den Mauren nach Spanien gebracht. Von dort aus verbreitete es sich dann schnell in ganz Europa, vo es spätestens im 15. JH fast überall bekannt war.

Es gibt zahlreiche Spinatsorten, so dass dieses Gemüse ganzjährig angebaut werden kann. Winterspinat kann in geschützten Lagen Temperaturen bis zu ca. -12°C vertragen.

Die Wachstumsdauer beträgt ca. 4-6 Wochen, gesät wird in Reihenabständen von 20 cm und innerhalb der Reihe mit einem Abstand von 3 cm.

Spinat gehört zu den Schwachzehrern und kann zu fast allen Gemüsesorten gepflanzt werden, lediglich mit Roter Beete ist die Nachbarschaft schwierig.

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Radieschen – Raphanus sativus var. sativus

Die Herkunft des Radieschens ist nicht genau bekannt, wilde Formen wurden sowohl in China als auch in Vorderasien gefunden. In Europa gibt es sie seit etwa 400 Jahren.

Radischen sind in vielerlei Farben und Formen erhältlich und kann vom zeitigen Frühjahr bis zum Frühherbst angebaut werden. Die Wachstumsdauer beträgt ca. 5-7 Wochen, gesät wird in Reihenabständen von 20 cm und innerhalb der Reihe mit einem Abstand von 3 cm.

Radieschen gehören zu den Schwachzehrern und sollten nicht zusammen mit folgenden Gemüsesorten gepflanzt werden: Grünkohl, Gurken, Rettich, Rosenkohl oder Zwiebeln.

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Pflücksalat – Lactuca sativavar. crispa

Der Pflücksalat stammt wahrscheinlich aus dem vorderasiatischen Raum und ist bei uns schon sehr lange kultiviert.

Man kann ihn in den unterschiedlichsten Formen und Farben erwerben und kann ab März ins Freiland gesät werden. Die Wachstumsdauer beträgt ca. 5-6 Wochen, gesät wird in Reihenabständen von 20 cm und innerhalb der Reihe mit einem Abstand von 5 cm. Die Ernte erfolgt blattweise über 4-5 Wochen.

Je nach Literatur wird der Pflücksalat als Schwach- bis mittelzehrer eingestuft und kann zu fast allen Gemüsesorten gepflanzt werden. Vereinzelt finden sich Hinweise, dass eine Nachbarschaft zu Petersilie oder Sellerie ungünstig sein soll.

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Sommer-Portulak – Portulaca oleracea

Portulak stammt ursprünglich aus Afrika und Kleinasien und wurde bereits von Hildegard von Bingen im 12. JH in ihren Schriften erwähnt.

Das säuerliche und sehr gesunde Wildgemüse kann von bis angebaut werden. Nicht zu verwechseln ist der Echte Portulak, auch Sommer-Portulak genannt, mit dem frostfesten Winterportulak (Claytonia perfoliata). Dieser zählt zwar ebenfalls zu den Wildgemüsen, gehört aber einer ganz anderen Pflanzengruppe an.

Gesät wird Portulak ab Mitte Mai direkt ins Freiland. Die Wachstumsdauer beträgt ca. 4-6 Wochen, gesät wird in Reihenabständen von 10 cm und innerhalb der Reihe mit einem Abstand von 2 cm.

Sommer-Portulak gehört zu den Schwachzehrern und kann zu allen Gemüsesorten gepflanzt werden, lediglich mit Winter-Portulak verträgt er sich nicht.

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Winter-Portulak, Tellerkraut – Claytonia perfoliata

Das Tellerkraut stammt ursprünglich aus Nordamerika und wird in unseren Breiten seit ca. 250-300 Jahren angebaut.

Nicht zu verwechseln ist das Tellerkraut mit dem Echten Portulak, auch Sommer-Portulak (Portulaca oleracea) genannt. Diser zählt zwar ebenfalls zu den Wildgemüsen, gehört aber einer ganz anderen Pflanzengruppe an.

Tellerkraut wird ab EndeSeptember/Oktober in unbeheizten Gewächshäusern ausgesät. In milden Wintern beginnt die Ernte bereits im Januar und dauert bis in den März hinein. Der Ertrag ist gut, weil das Wildgemüse nach jedem Rückschnitt wieder austreibt und auf diese Weise 4 bis 5x geerntet werden kann.

Winter-Portulak gehört zu den Schwachzehrern und kann zu allen Gemüsesorten gepflanzt werden, lediglich mit Sommer-Portulak verträgt er sich nicht.

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