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Pflanzendatenbank: Das Thema des Monats Juli 2021 – Alte Bekannte

Die „Kinder“ der Pflanzendatenbank des Hortus-Netzwerks stellen sich vor. Jeden Monat findet Ihr hier ein neues Thema, zu dem fünf passende Pflanzen vorgestellt werden.

Diesen Monat geht es um das Thema Alte Bekannte

Im Laufe der Zeit hat sich die Pflanzendatenbank weiterentwickelt. Die „Alten Bekannten“ sind Pflanzen, die schon länger in der Datenbank vorhanden sind und überarbeitet wurden. Diese Überarbeitung findet nicht im Hintergrund statt, jeder soll die Möglichkeit haben, die Änderungen mitzuverfolgen. Wir beginnen mit den folgenden fünf Datensätzen:

 

Gemeiner Schneeball – Viburnum opulus

Der heimische Gemeine Schneeball kann bis zu 4m hoch und ca. 3m breit werden. Durch seinen dichten und breiten Wuchs ist er ein gutes Vogelschutzgehölz und eignet er sich hervorragend als Heckenpfanze. Der Boden sollte humos und feucht sein, im Halbschatten gedeiht er am besten, kann aber auch an sonnigen und schattigen Plätzen stehen.

Von Mai bis Juni zeigen sich seine weißen Blüten, die gut angeflogen werden und verschiedene Schmetterlingsraupen nutzen den Gemeinen Schneeball als Futterpflanze. Später entwickeln sich rote Beeren, die von Vögeln als Winterfutter angenommen werden.

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Sanddorn – Hippophae rhamnoides

Das heimische Wildgehölz besteht aus männlichen und weiblichen Pflanzen, wobei nur die weiblichen Früchte tragen. Der Sanddorn hat einen unregelmäßigen, sperrigen Wuchs und kann eine Höhe von bis zu 6m und eine Breite von ca. 3m erreichen. Der Boden sollte mager bis humos und nicht zu nass sein, an sonnigen und halbschattigen Standorten gedeiht er am besten.

Je nach Witterung bilden sich bereits ab Ende März rötlichbraune Blüten, die für die frühfliegenden Insekten eine wichtige Nahrungsquelle darstellen. Ab ca. August erscheinen dann die orangefarbenen Früchte, die viel Vitamin C enthalten und für allerlei Rezepte in der Küche verwendet werden können. Belässt man einen Teil der Früchte am Gehölz, bietet man den Vögeln eine wichtige Winternahrung.

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Berberitze – Berberis vulgaris

Die heimische Berberitze ist sehr wuchsstark, wer also schnell eine hohe, dichte und durch die Dornen undurchdringliche Hecke benötigt, ist mit diesem Gehölz gut beraten. Der Strauch erreicht eine maximale Höhe von ca. 3m sowie eine Breite von ca. 2,5m und verträgt auch stärkere Rückschnitte. Der beste Pflanzplatz ist auf humosem, frischem bis feuchtem Boden in halbschattiger Lage.

Die gelben Blüten, die ab Mai gebildet werden, sind eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Die roten Früchte sind nicht nur für Vögel ein Leckerbissen, schon die Ägypter schätzen die Beeren in der Küche und im medizinischen Bereich.

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Schwarzer Holunder – Sambucus nigra

Der bei uns heimische und weitverbreitete Schwarze Holunder ist ein schnell wachsendes Gehölz mit bis zu 6m Höhe und ca. 3m Breite. Er verträgt starke Rückschnitte und ist recht anspruchslos. Der Boden sollte humos und frisch bis feucht sein, der Holunder kommt aber auch mit nährstoffärmeren Böden zurcht. Der Standort kann sonnig, halbschattig oder schattig sein.

Blüten und Früchte des Holunders sind wichtige Nahrungsquellen für Insekten, Vögel und Kleintiere. Viele Schmetterlinge nutzen das Gehölz als Futterpflanze und der Holunder zieht Insekten an, die Fledermäusen als Nahrung dienen.

Auch der Mensch nutzt schon seit Jahrhunderten Blüten und Beeren für kulinarische und medizinische Zwecke. Ein Schwarzer Holunder sollte also – soweit der Platz es zulässt – in keinem Hortus fehlen.

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Eingriffeliger Weißdorn – Crataegus monogyna

Für sehr hohe Hecken eignet sich der Eingriffelige Weißdorn sehr gut, erreicht er doch bei optimalen Bedingungen eine Höhe von bis zu 8m und eine Breite von bis zu 5m. Allerdings kann das Gehölz durch regelmäßige Schnitte auch kleiner gehalten werden.

Der Eingriffelige Weißdorn bevorzugt einen humosen, frischen bis feuchten Boden. Er kann sonnig, halbschattig oder schattig stehen, wobei er im Schatten weniger stark wächst. Das Gehölz kommt mit Hitze und Trockheit zurecht – in Zeiten des Klimawandels ein wichtiger Aspekt.

Seinen Namen verdankt er folgendem Umstand: Im Mai erscheinen weiße Blüten mit nur einem Griffel, aus denen sich ab September rote Beeren bilden, die – entsprechend der Griffelzahl – jeweils nur einen Samen ausbilden. Die Blüten werden gut von Insekten angeflogen und die Beeren als Winterfutter von Vögeln angenommen.

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