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Pflanzendatenbank: Das Thema des Monats Januar 2021 – Pflanzen für schattige Magerbeete

Die „Kinder“ der Pflanzendatenbank des Hortus-Netzwerks stellen sich vor. Jeden Monat findet Ihr hier ein neues Thema, zu dem fünf passende Pflanzen vorgestellt werden.

Diesen Monat geht es um das Thema Pflanzen für schattige Magerbeete

 

Was liegt näher als sich in dieser dunklen Jahreszeit mit Schattenpflanzen zu beschäftigen? Die Kombination von Schattenlagen und magerem Boden ist etwas schwierig, aber die Natur hat natürlich auch für solche Standorte etwas zu bieten. Zehn dieser „Spezialisten“ werden heute hier vorgestellt.

Zugegeben, es sind recht wenige Pflanzen, die es dunkel und mager mögen und wer mit der geringen Auswahl Schwierigkeiten hat, kann immer noch auf ein paar Tricks zurückgreifen um ein schattigen Magerbeet hortusgerecht zu gestalten: Schattenbereiche sind hervorragend für Naturmodule geeignet, nicht alle Lebewesen sind Sonnenanbeter. Ein schön angelegtes Modul ersetzt so manches Blütenmeer und ist mindestens genauso nützlich.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, größere Blumentöpfe einzugraben und diese dann mit humoser Erde zu befüllen. In diesen Töpfen gedeihen dann Schattenpflanzen, die nährstoffreichere Böden benötigen. Füllt man den Topf nicht bis zum Rand, kann man mit Grassilage oder kleingeschnittenen Küchenabfällen für neuen Nährstoffeintrag sorgen ohne das Magerbeet anzureichern.

Viele frühblühende Blumenzwiebeln, die mit mageren Böden zurecht kommen, kann man für Schatten-Magerbeete nutzen, da sie generell weniger Licht benötigen. Weiterhin kann man auch auf verschiedene Gräser zurückgreifen, die für viele Falterarten als Raupenfutter dienen.

Übrigens: Nicht jede uns dunkel erscheinende Ecke ist auch wirklich ein Schattenbereich, daher ist es auch immer einen Versuch wert, Halbschattenpflanzen zu verwenden. Oftmals benötigen Pflanzen weniger Licht als man denkt.

 

Geranium robertianum – Ruprechts-Storchschnabel

Der heimische Ruprechts-Storchenschnabel ist ein sehr anspruchsloses Kraut. Die bis zu 50 cm hohe zweijährige Pflanze wächst sowohl auf magerem als auch auf humosem Boden. Der Standort sollte schattig bis halbschattig sein und der Untergrund frisch bis feucht. Damit ist der Ruprechts-Storchenschnabel nicht nur sehr gut für Mager-Schattenbeete geeignet, sondern auch für Unterpflanzungen.

Die rosafarbenen Blüten werden von Mai bis Oktober vor allem von Bienen angeflogen.

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Hypericum androsaemum – Blut-Johanniskraut

Das Blut-Johanniskraut ist ein heimischer Kleinstrauch, der 80-100 cm Höhe erreicht. Oft wächst er kriechend, kann dann aber bei Bedarf mit einem Stützring aufrecht gehalten werden. Die Pflanze bevorzugt schattige bis halbschattige Standorte, die mager bis humos und frisch bis feucht sind.

Ab Juli werden die gelben Blüten von zahlreichen Insekten angeflogen, die schwarzen Früchte dienen in den Wintermonaten Vögeln und Kleintieren als Nahrung.

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Polypodium vulgare – Gewöhnliche Tüpfelfarn

Der heimische Gewöhnliche Tüpfelfarn wird bis zu 50 cm hoch und wächst in halbschattigen und schattigen Lagen. Der Boden sollte frisch bis feucht sein, ohne direkte Sonneneinstrahlung können auch kürzere Trockenperioden überstanden werden. Zuviele Nährstoffe verträgt der Gewöhnliche Tüpfelfarn nicht, ein magerer bis mäßig humoser Standort ist optimal.

Farne führen meist ein eher unscheinbares Dasein in Gärten und nur wenige wissen, dass diese Pflanzen vor ca. 400 Millionen Jahren eine der ersten Gewächse waren, die auf dem Festland aufrecht wuchsen. Aus ihnen entstanden ca. 15 Millionen Jahre später die ersten Wälder.

Farne bieten Schutz und Lebensraum für allerlei Insekten, Spinnen- und Kleintiere. Sie beschatten den Boden und tragen zum Klimaschutz bei, indem sie der Luft viel Kohlendioxid entziehen und in Sauerstoff umwandeln.

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Hesperis matronalis – Nachtviole

Die heimische Nachviole hat keine besonderen Ansprüche an die Lichtverhältnisse. Sie blüht üppiger an hellen Standorten, gedeiht aber auch im Schatten. Egal, ob mager oder nährstoffreich, die Nachtviole wächst auf jedem Boden, der trocken bis leicht feucht ist. Kurz gesagt: Die Nachtviole wächst fast überall.

Die bis zu 100 cm hohe zwei- bis mehrjährige Pflanze blüht von Mai bis Juli und wird von vielen Bienen und Schmetterlingen angeflogen. Darunter sind auch vielen Nachtfalter, denn der Name der Nachtviole ist Programm – sie blüht auch nachts. Wer also die Nachtviole in seinem Hortus hat unterstützt damit auch Fledermäuse. Darüber hinaus dient die Pflanze auch als Raupenfutter.

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Asplenium scolopendrium – Hirschzungenfarn

Der heimische Hirschzungenfarn wird bis zu 35 cm hoch und bevorzugt schattige Lagen. Der Boden sollte mager und frisch bis feucht sein.

Farne führen meist ein eher unscheinbares Dasein in Gärten und nur wenige wissen, dass diese Pflanzen vor ca. 400 Millionen Jahren eine der ersten Gewächse waren, die auf dem Festland aufrecht wuchsen. Aus ihnen entstanden ca. 15 Millionen Jahre später die ersten Wälder.

Farne bieten Schutz und Lebensraum für allerlei Insekten, Spinnen- und Kleintiere. Sie beschatten den Boden und tragen zum Klimaschutz bei, indem sie der Luft viel Kohlendioxid entziehen und in Sauerstoff umwandeln.

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