Pflanzendatenbank: Das Thema des Monats Februar 2021 – Alte Bekannte

Pflanzendatenbank: Das Thema des Monats Februar 2021 – Alte Bekannte

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  • Beitrag veröffentlicht:1. Februar 2021
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Die „Kinder“ der Pflanzendatenbank des Hortus-Netzwerks stellen sich vor. Jeden Monat findet Ihr hier ein neues Thema, zu dem fünf passende Pflanzen vorgestellt werden.

Diesen Monat geht es um das Thema Alte Bekannte

Im Laufe der Zeit hat sich die Pflanzendatenbank weiterentwickelt. Die „Alten Bekannten“ sind Pflanzen, die schon länger in der Datenbank vorhanden sind und überarbeitet wurden. Diese Überarbeitung findet nicht im Hintergrund statt, jeder soll die Möglichkeit haben, die Änderungen mitzuverfolgen. Wir beginnen mit den folgenden fünf Datensätzen:

 

Senecio jacobaea – Jakobs-Greiskraut

Das Jakobs-Greiskraut, auch Jakobs-Kreuzkraut (JKK) genannt, ist eine zweijährige, heimische Pflanze. Sie kann bis zu 120 cm hochwerden und ist nicht wählerisch, was ihren Standort betrifft. Sie wächst sowohl auf magerem als auch auf humosem Boden, von trocken bis feucht ist dieser Pflanze alles recht. Lediglich sonnig sollte der Standort sein.

Einmal angesiedelt, sät sich die Pflanze hervorragend selbst aus und verbreitet sich schnell. Das ist der Grund, warum das Jakobs-Greiskraut immer wieder für Streitigkeiten sorgt, denn für Pferde und Kühe ist diese Pflanze giftig. Andererseits ist sie eine wichtige Raupenfutterpflanze, der Blutbär zum Beispiel ist ein Spezialist, der auf Greiskräuter angewiesen ist. Um beiden Seiten gerecht zu werden, kann man das JKK zur Samenreife „köpfen“ und nur eine Pflanze ausreifen zu lassen. Diese produziert genug Samen für den Fortbestand und bei einem kleinen Kontroll-Spaziergang in der Nachbarschaft im Frühsommer kann man der Ausbreitung entgegenwirken.

Zwischen Juni und Oktober entwickeln sich schöne gelbe Blüten, die von vielen Wildbienen und Schmetterlingen angeflogen werden. Fledermäuse profitieren vom Jakobs-Greiskraut, denn die Besucher der Pflanze dienen ihnen als Nahrung.

Auch für den Menschen ist das JKK giftig, bei Kleinkindern ist also ein wenig Vorsicht geboten.

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Dianthus arenarius – Sandnelke

Die Sandnelke ist eine mehrjährige, heimische Staude und gehört zu den Magerspezialisten. Der Boden sollte trocken, mager und sandig sein, der Standort sonnig. Diese Pflanze wird nur ca. 20 cm hoch und kann daher auch gut als Randeinfassung Verwendung finden. Zwischen Juli und September entwickelt die Sandnelke wunderschöne weiße Blüten und dient vielen Insekten als Nahrungsquelle.

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Campanula rotundifolia – Rundblättrige Glockenblume

Die Rundblättrige Glockenblume ist eine mehrjährige, heimische Staude. Sie wächst am besten auf trockenen, mageren Böden, die auch sauer sein dürfen. Der Standort sollte sonnig sein. Mit einer maximalen Höhe von ca. 30 cm ist diese Pflanze als Lückenfüller und für Randbepflanzungen gut geeignet.

Zwischen Juni und September bildet die Rundblättrige Glockenblume blaue glockenförmige und nektarreiche Blüten, die von vielen Wildbienenarten, darunter der spezialisierten Glockenblumen-Scherenbiene, angeflogen werden. Auch andere Insekten nutzen das reichhaltige Nektarangebot.

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Aquilegia vulgaris – Akelei

Die Akelei ist eine mehrjährige heimische Staude, die vielerorts zu finden ist und bis zu 80 cm hoch werden kann. Sie wächst auf humosem Boden, der frisch bis feucht sein sollte. Von Sonne bis Schatten ist dieser Pflanze alles recht. Zwischen Mai und Juli blüht die Akelei in zahlreichen Farben, deren Spektrum von weiß über helle, kräftige oder dunkle Rot- und Blautöne bis hin zu fast schwarzen Varianten reicht. Die Akelei wird sehr gut von Insekten mit langem Rüssel wie z.B. Hummeln und Schmetterlingen angeflogen und ist ein schöner und zugleich nützlicher Blickfang für jeden Hortus.

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Arum maculatum – Gefleckter Aronstab

Der Gefleckte Aronstab ist eine mehrjährige, heimische Pflanze, die bis zu ca. 40 cm hoch werden kann. Er ist nicht für Magerbeete geeignet, denn diese Staude liebt es feucht bis nass und humos. Auch sonnige Lagen meidet der Gefleckte Aronstab, er bevorzugt halbschattige bis schattige Lagen. In Pufferzonen ist er also bestens aufgehoben.

Zwischen April und Juni bildet die Pflanze schöne, grüne Blüten, später setzt sie leuchtend rote Beeren an und ist auf Grund der Blüten, Beeren und des dichtes Blattwerks eine gute Nahrungs- und Schutzstaude für allerlei Insekten, Spinnen- und Kleintiere. Alle Pflanzenteil des Gefleckten Aronstabs sind stark giftig, gerade bei Kindern ist also höchste Vorsicht geboten.

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