Naturschatz Knotenblumen – Leucojum
Leucojum

Naturschatz Knotenblumen – Leucojum

Der Märzenbecher (L. vernum), auch Frühlingsknotenblume oder großes Schneeglöckchen genannt , obwohl nicht verwandt, ist auch ein Geopyth, der im Vorfrühling mit Nahrung die ersten Bienen und Tagfalter anlockt. Sein Nektar ist gering, aber besitzt die Pflanze dünnwandige, saftreiche Diskuszellen, die von diversen Insekten angebohrt werden können. Angelockt werden sie von dem veilchenartigen Duft, der an den Saftmalen besonders intensiv ausgeprägt ist.

Leucojum

Die früheste Darstellung des Märzenbecher erfolgte in den Jahren 1410 – 1420 auf einem Gemälde des oberrheinischen Meisters. Somit ist diese Pflanze in Europa heimisch und es gibt auch nur zwei von ihrer Art. Die Frühlingsknotenblume mit drei Varietäten und die Sommer-Knotenblume mit zwei Variationen.  Die restlichen Arten der früheren zehn Leucojum-Familie, sind heute in der Gattung Acis untergebracht.

Hervor zu heben wäre da die Herbst-Knotenblume, die mit heißen Sommern und kühlen, feuchten, aber nicht zu kalten Wintern zurecht kommt, in Bezug auf den Klimawandel und sich als Einzige mit rosa Blüten auszeichnet.

L. vernum zeichnet sich, wie bei dem Schneeglöckchen, dadurch aus, das sich nach der Samenreife, der Stängel zu Boden neigt, Tiere die Frucht aufnehmen und den schwarzen Samen ausscheiden. Die Pflanze zieht sich bis zur nächsten Blühphase wieder in die Zwiebel zurück um das Jahr zu überdauern.

Sie kommt in natürlichen Standorten in Auen- und Laubmischwäldern vor, es gibt große Bestände der geschützten Pflanze im Leipziger Auenwald, die Märzenbecherwiesen im Polenztal in der Sächsischen Schweiz, bei Haina (Grabfeld), im Nationalpark Hainich, am Nordabhang der Fränkischen Alb bei Algersdorf im Sittenbachtal Landkreis Nürnberger Land in Bayern sowie am Schweineberg im Stadtforst Hameln. Hervorzuheben ist auch der Märzenbecherwald bei Ettenstatt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, hier fand die Frühlingsknotenblume sogar Aufnahme in das Gemeindewappen.

Sie gilt als Feuchtigkeitsanzeiger und kommt bis in Höhenlagen bis 1600m vor. Sie wächst gern in Gruppen, bildet jedoch selten größere Pulks. Die Blütezeit reicht von März bis April. An günstigen Standorten kann es jedoch bereits im Februar zur Blüte kommen.

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