Naturschatz Gewöhnliche Traubenkirsche – Prunus padus
Prunus padus

Naturschatz Gewöhnliche Traubenkirsche – Prunus padus

Der Name kommt von den in Trauben angeordneten Blüten und Früchten.

Die raschwüchsige Gewöhnliche Traubenkirsche wächst als sommergrüner, bis zu 15 Meter hoher dichter Baum oder seltener als ein bis zu 10 Meter hoher Strauch mit überhängenden Ästen. Sie kann zwischen 60 und 80 Jahre alt werden.

Prunus padus

Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Juni. Als Bestäuber der stark duftenden Blüten treten vor allem Schwebfliegen, Bienen und Falter in Erscheinung. Nektar wird halb verborgen im Blütenzentrum angeboten. Die erbsengroße, kugelige und runzelige Steinfrucht ist zuerst rot und dann glänzend schwarz. Sie reift im Spätsommer und wird gerne von Vögeln verzehrt, die für die Verbreitung der Samen sorgen.

Ihr Laub dient mehreren Schmetterlingen aus der Familie der Eulenfalter und Spanner als Raupenfutter. Auch die Raupen des Zitronenfalters ernähren sich gelegentlich vom Laub dieser Pflanze.

Die Pflanze wird im späten Frühjahr nicht selten selektiv von Gespinstmottenlarven der Gattung Yponomeuta befallen, die sie kahl fressen und mit einem riesigen, silbrig schillernden, spinnwebenartigen Netz überziehen. Nach dem Verpuppen der Raupen erholen sich diese Gehölze wieder durch Neuaustrieb.

Wegen der Anwesenheit der Schädlingsraupen und ihrer Früchte wegen kommt der Traubenkirsche als Vogelschutzgehölz jedoch einige Bedeutung zu.

Die roh bitter schmeckenden Früchte können als Wildobst zu Marmelade oder Säften verarbeitet werden.

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