Mythos Gewöhnlicher Löwenzahn – Taraxacum officinale
Löwenzahn

Mythos Gewöhnlicher Löwenzahn – Taraxacum officinale

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  • Beitrag veröffentlicht:20. September 2020
  • Beitrags-Kategorie:Mythen
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Die wohl, bekannteste Pflanze im Garten. Seine satt gelben Korbblüten locken jetzt, Ende März – Anfang  April, hungrige Bienen zum Naschen ein. Er liefert viel Nektar und Pollen. Die Blüten schließen sich bei schlechten Wetter und zur Nacht. Nach der Bestäubung der,  immer wieder nachwachsenden, Blüten, ist es sinnvoll, die Köpfchen zu entfernen, da der Löwenzahn (auch als Pusteblume bekannt) seinen Samen dem Wind anvertraut. Und, ohne Übertreibung, er keimt überall!

Löwenzahn

 

Aber er ist kein Unkraut, er ist Salat, Heil- und Teekraut, Likör und war vor nicht allzu langer Zeit, das zweit größte Zahlungsmittel der DM-Scheine (der vierten Serie) zusammen mit Raupe und Falter des gefährdeten Ginster-Streckfuß (Calliteara fascelina).

In der Heilkunde wird der Löwenzahn für den positiven Einfluss auf die Verdauungsorgane genutzt. Seine Bitterstoffe helfen durch innerlicher Anwendung bei Beschwerden des Verdauungsapparates. Indem diese Stoffe den Appetit anregen und den Fettstoffwechsel verbessern. So kann Löwenzahn auch bei Blähungen, Verstopfung und Magenbeschwerden helfen. Zudem hat er eine harntreibende Wirkung und kann mit Brennnesselblätter als Blasen- und Nierentee getrunken werden.

Um für sich Tee herzustellen, verwendet man die Blätter und Wurzeln getrocknet. In Notzeiten wurde die Wurzel auch frisch geerntet, in der Pfanne angeröstet, in der Kaffeemühle gemahlen und als Kaffeeersatz getrunken (Muckefuck). Zudem hat er eine Blutzucker senkende Wirkung und kann Diabetiker unterstützen.

Äußerlich angewendet hilft der Löwenzahn bei Ekzemen und anderen Hautbeschwerden. Zwar ist er nur wenig antibakteriell wirksam, doch ist eine schmerzlindernde und anti-entzündliche Wirkung zu verzeichnen. Hierfür empfiehlt es sich, aus den Blüten eine Salbe herzustellen.

Will man ihn als Heilpflanze anbauen, empfiehlt es sich, die Boden tiefgründig zu lockern, da die Wurzeln sehr tief reichen.

Im Frühling kann man sich auch als Frühjahrskur einen Löwenzahnsaft herstellen, indem man frische Blätter zerkleinert und in den Entsafter gibt, im Verhältnis 1:5 sollte man den Saft mit Wasser, Apfelsaft oder Milch verdünnen und trinken.

Löwenzahn

Und man kann sich selbst, ohne Hilfe der Honigbiene, einen Löwenzahnhonig herstellen, Anleitungen findet man in Internet.

Ersetzt nicht den Arztbesuch!

Der Löwenzahn ist auf Raupenfutterpflanze für:
Ampfer-Rindeneule (Acronicta rumicis), Gammaeule (Autographa gamma), Achateule (Phlogophora meticulosa), Hausmutter (Noctua pronuba),  Weißfleck-Widderchen (Amata phegea), Ockergelber Blattspanner (Camptogramma bilineata), Zimtbär (Phragmatobia fuliginosa), Wegerichbär (Arctia plantaginis, Syn.: Parasemia plantaginis), Breitflügeliger Fleckleibbär (Spilosoma lubricipeda), Rotrandbär (Diacrisia sannio), Buchdruckereule (Naenia typica), Karden-Sonneneule (Heliothis viriplaca), Hartheu-Spanner (Siona lineata), Großer Hopfen-Wurzelbohrer (Hepialus humuli), Ockerfarbiger Steppenheiden-Zwergspanner (Idaea ochrata)

Durch Pollenanalyse wurden 72 Bienenarten ermittelt, die sich an Löwenzahn ernähren.

 

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