Mythos – Flechten

Als Flechten bezeichnet man eine symbiotische Lebensgemeinschaft zwischen einem oder mehreren Pilzen. In Mitteleuropa kommen davon etwa 2000 vor. Viele Flechten wachsen nur sehr langsam, meist nur wenige Millimeter im Jahr, einzelne Arten sogar nur Bruchteile eines Millimeters. Man teilt diese in vier verschiedene Flechten ein.

Flechten zählen zu den lang lebigsten Lebewesen überhaupt und können ein Alter von mehreren hundert Jahren erreichen, in Grönland wurde eine Flechte gefunden, die über 4.500 Jahre alt ist.

  • Krustenflechten
  • Laub-/Blattflechten
  • Strauchflechten, wachsen als aufrechter Rasen auf Erde oder Fels oder hängt von Bäumen, Totholz oder Felsen (Bart- oder Bandflechten)
  • Gallertflechten, wirken wie Algen und sind zumeist schwärzlich bis dunkeloliv gefärbt

Als Bioindikatoren können sie radioaktiven Niederschlag und Schwermetalle aufnehmen, wie zum Beispiel die Rentierflechten. Flechten gelten als Zeigerorganismen für bestimmte Umweltbedingungen, insbesondere die Luftqualität.

Die ESA (Europäische Weltraumorganisation) setzte auf der ISS die Zierlichen Gelbflechte (Xanthoria elegans) ein Jahr lang, dem All aus, sie überlebte diesen lebensfeindlichen Bedingungen, wobei sie als Standort kalkhaltige Gesteine bevorzugt. Sie wächst auch auf Kunststein, Dachziegeln und Grabsteinen. Sie ist in ganz Europa verbreitet.

Flechte

Die Gewöhnliche Gelbflechte (Xanthoria parietina) ist meist an der Borke von Laubbäumen anzutreffen, wächst bei hoher Verfügbarkeit an Nährstoffen aber auch auf Mauern, Betonplatten, Steinen oder auf verrostetem Blech.

Xanthoria polycarpa ist eine in Mitteleuropa weit verbreitete Blattflechtenart, die Baumrinde besiedelt. Unter anderem: Schlehe, Weißdorn, Eschen, Pappeln, Holunder, Weiden.

Die Blasenflechte (Hypogymnia physodes) ist eine der häufigsten Laubflechten in Österreich und Deutschland.

Bei der Gesteinsverwitterung ist in Mitteleuropa häufig auch Lecanora muralis anzutreffen, sie wächst auf nährstoffreichem Kalkstein oder Silikaten, oft auf Mauerkronen, Grabsteinen, Waschbeton, Ziegeln, Asphalt und  selten auch auf Holz.

Eichenmoos (Evernia prunastri) ist eine Flechte die auf saurer Rinde gedeiht , wie Bsp. von Eichen.

Als Linden-Schüsselflechte (Parmelina tiliacea) wächst diese gern auf Linden, aber auch auf Ahorn und Eschen wurde sie schon gesehen.

Flechte

 

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