Mythos Eibe (Taxus)
Eibe

Mythos Eibe (Taxus)

Eiben kommen auf der nördlichen Halbkugel vor. In Europa wächst die Europäische Eibe (Taxus baccata), auch Gemeine Eibe genannt.

Sie ist die schattenverträglichste und älteste Baumart Europa. Ihr Holz wurde für den englischen Langbogen genutzt, weshalb Herzog Albrecht im Jahre 1568 den kaiserlichen Rat in Nürnberg informierte, das in Bayern keine hiebreife Eibe mehr befände, da von Nürnberg aus, das Holz als früher Exportschlager nach Antwerpen zu Tausenden verschifft wurden. Durch die Jahrhunderte lange Übernutzung des Menschen, steht die Eibe teilweise auf der roten Liste der gefährdeten Arten.

Eibe

Das Holz der Eibe wurde seit jeher geschätzt, da es eine außergewöhnliche Härte und Zähigkeit aufweist. Dementsprechend reicht seine Nutzung weit zurück. Den ältesten Nachweis für die Verwendung von Eibenholz als Werkzeug bildet eine Lanzenspitze aus der Holsteinwarmzeit vor etwa 300.000 Jahren. Aus der Eem-Warmzeit vor etwa 130.000 Jahren stammt die Lanze von Lehringen. „Ötzi“, der 1991 in den Ötztaler Alpen gefunden wurde, lebte vor 5200 Jahren, trug einen Bogenstab von ca. 1,80 Meter Länge aus Eibenholz und der Stiel seines Kupferbeiles ward auch aus Eibe gefertigt. Bereits in der Bronzezeit wurde das feuchtigkeitsbeständige Holz für Pfahlbauten verwendet.

Eibe

In Mitteleuropa erreicht sie selten eine durchschnittliche Höhe von 15m, in Ost-Europa gibt es wenige Exemplare, die gut 32m hoch sind. Im Alter von ca. 250 Jahren, setzt bei der Eibe, die sogenannte Kernfäule ein, wodurch, wie der Name schon sagt, das Innere verfault und man keine Jahresringe mehr zur Altersbestimmung heran ziehen kann.

Im tiefen Schatten stehende Eiben werden erst mit ca. 70 bis 120 Jahren geschlechtsreif. Die Eiben, die es im Handel zu erwerben gibt, sind zumeist männliche Exemplare, da die Art normalerweise zweihäusig ist.

Die Eibe, ist der einzige Nadelbaum, der die Fähigkeit besitzt, vom Stock wieder auszutreiben. Durch die Bildung von Astsenkern können sowohl zusätzliche Nährstoffe aufgenommen werden, als auch eine vollständige Verjüngung des Eibenbaumes stattfinden. Bei umgestürzten Bäumen treiben sofort senkrechte Äste aus. Astteile, die mit dem Boden in Berührung kommen, beginnen Wurzeln auszubilden.

Eibe

Die Eibe ist von der Wurzel bis zur Nadelspitze giftig, allein das rote Fruchtfleisch ist essbar, allerdings nicht besonders lecker. Vögel und Bilche klettern in die Eibe um an die roten Arillen zu gelangen.

 

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