Mythos –  Braunbrustigel (Erinaceus europaeus)
Braunbrustigel

Mythos – Braunbrustigel (Erinaceus europaeus)

Wird von einem Igel gesprochen, ist zumeist er gemeint. Er ist fast auf den gesamten europäischen Raum verbreitet. Ein ausgewachsener zweijähriger Igel ist 22 bis 30cm lang. Etwa 2 Zentimeter lang ist der Schwanz. Das Körpergewicht schwankt in Abhängigkeit vom Lebensalter und der Jahreszeit. Braunbrustigel, die ihr erstes Lebensjahr vollendet haben, wiegen zwischen 450 und 700 Gramm, wiegt der Igel im Spätsommer mehr, ist er schon älter. Sie können mehr als 1.5 kg wiegen, weil sie Fettreserven für den Winter anfuttern. Im Frühjahr, ist das Gewicht eines erwachsenen Igels dann bei ca. 350 Gramm.

Der Igel hat es heutzutage schwer, zu überleben. Viele Gärten sind nicht strukturreich angelegt, mangels Nahrung, weicht das Tier dann oft auf Schnecken und Regenwürmer aus, die als Zwischenwirte von Haarwurm, Saugwurm, Bandwurm und Rundwurm dienen. So können sich diese Würmer im Igel ausbreiten und richten auf Dauer lebensgefährliche Schäden an den inneren Organen an.

Braunbrustigel

Langfristige Hilfe und Unterstützung für den Igel ist die Schaffung geeigneter Lebensräume. Der Garten bekommt nur dann einen Wert für den Igel, wenn das Tier bei seiner nächtlichen Jagd unter Wildsträuchern und Hecken genügend natürliche Beutetiere findet und es genug Unterschlüpfe gibt, wo der Igel den Tag verschlafen kann.

Gelegentlich finden sich hellere oder Albino-Igel, dies ist entweder eine rezessiv vererbte Veranlagung oder ein Pigmentmangel. Die Hauptnahrung des Braunbrustigels besteht vorwiegend aus Insekten, darunter Käfer wie die Laufkäfer, Ohrwürmer, Schmetterlingsraupen, sowie Tausendfüßer und Regenwürmer. Er frisst auch Säugetiere wie Mäuse, Spitz- und Wühlmäuse und Maulwürfe. Es handelt sich dabei meist um junge, noch blinde Tiere, die der Igel auf seinen nächtlichen Suchgängen findet. Auch bodenbrütende Vogelnester fallen ihm zu Opfer. Im Herbst kann man ihn beobachten, wie er sich an Fallobst labt, wobei es durchaus im Bereich des Möglichen ist, das er sich mehr für den Inhalt des Obstes interessiert. Hungernde Igel suchen außerdem auch bei Tag nach Nahrung.

Er ist ein dämmerungs- und nachtaktiver Einzelgänger. Nur zur Paarungszeit ab Ende April oder im Mai bis Mitte August kann man ein Igelpärchen beobachten. Ein Igelmännchen legt hierfür große Strecken zurück.

Der Igel begegnet einem aber auch in Grimms Märchen “Der Hase und der Igel” und in einem Gedicht von Wilhelm Busch – “der Fuchs und der Igel”.

Falls man einen verletzten oder untergewichtigen Igel findet, bitte keine Experimente. Fragen Sie einen Tierarzt um Hilfe, erkundigen Sie sich bei: https://www.igelschutz-ev.de/igelhilfe/ oder bringen Sie den Igel zu einer Igelstation. Man kann Igel durchaus auch selbst überwintern, aber er ist kein einfacher Gast.

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