Mauerbeet (Hortus Girasole)

Bauphasen eines Mauerbeetes im Hortus Girasole

Es müsste ja: Trockenmauer-Magerbeet-Eidechsen-Kröten-Winterquartier-Sonnenfallen-Beet heißen….  – kurz: Mauerbeet. Den Bau haben wir so gut wie möglich fotografisch dokumentiert. Jedes Foto ist einzeln kommentiert. Das Mauerbeet ist noch nicht fertig. Es soll Wildblumen ein Zuhause geben, genauso wie den Insekten, Käfern, Schmetterlingen, Nacht- und Winterquartier für Kröten, Molche, Eidechsen, Sonnenplatz für Eidechsen, Wärme für wärmeliebende Pflanzen, usw……. sozusagen die “Eierlegende Wollmilchsau” im Garten

Titelbild – das halbfertige Mauerbeet im Hortus Vespertilio – dem Garten der Fledermäuse in Kärnten :)
Baubeginn: April 2017

Ausgangslage: Wege aus Rindenmulch wurden angelegt, Beete wurden angelegt. Der große Haufen oben mittig ist der Aushub vom Wegebau. Dorthin kommt das Mauerbeet.

Das ist unsere Vorratsstätte für die tollen großen, kantigen, flachen Steine. Im Garten war früher mal ein kleiner Teich, der mit diesen Steinen eingefasst war. Wir bauen einen neuen, viel größeren Teich, daher haben wir diese Steine für die Trockenmauer verwendet.

Zuerst haben wir die Umrisse mit kantigen Steinen gelegt. Es wurde nicht hinuntergegraben. Einfach auf normale Gartenerde draufgelegt. Dann mit Ziegelbruch aufgefüllt, Backsteinziegel, Hohlziegel, Tontöpfe mit dem Hammer zertrümmert.

Auf den Ziegelbruch kamen ca. 30 cm hoch Sand, Schotter, Bauschutt, Kalkschotter drauf.

Man sieht schon die zweite Schicht oben. Noch immer ist viel zu zertrümmern….

Seitenansicht: wir haben es nierenförmig angelegt.

Die dunkle obere Schicht ist Sand, keine Erde.

Mauerbau geht weiter, wie Puzzle-Spielen ;)

Wir wussten, dass der Bau länger dauern wird, deshalb haben wir übrige Cosmea-Samen rundherum gestreut, die nur einjährig sind und im Herbst den Distelfinken mit ihren Samen Futter anbieten.

Die Schichten sind gut zu erkennen. Auf normale Gartenerde drauf: Ziegelbruch, Sand, Schotter, Bauschutter, Kalkschotter, gemischt. Bei der Mauer seht ihr die Rosette eine Königskerze. Sie ist ein wahrer Insektenmagnet.

Die Schichten in Nahaufnahme.

Als Werkzeug braucht man nur: einen Hammer, einen Stein, auf dem man zertrümmert, einen Knieschoner und kräftige Arme :) und viel Geduld und Ausdauer :)

Im Hintergrund lagern noch Ziegel – als Reserve.

Gut gepuzzelt – es müsste halten! :)

In die Ritzen setzen wir Hauswurzen.

Hier haben wir eine Königskerze eingesetzt.

So – ein Ende ist fertig. Wir haben eine Edelweißstaude geschenkt bekommen und wussten nicht so recht wohin – der Garten ist ja nicht in den Alpen ;) – ab ins Mauerbeet ins magere Substrat – schauen wir mal, ob´s was wird.

Nächster Schritt: graben ist angesagt. Hier schließt der Eidechsen-Kröten-Keller an. Wir haben circa 1 Meter tief hinuntergegraben.

Hier seht ihr, wie der Eidechsenkeller an das Magermauerbeet anschließt.

Ein kleiner Überblick über diesen Gartenteil.

Schön eingerahmt von den Cosmeen. Die anderen, z.B. die zwei Königskerzen, brauchen noch, bis sie größer werden. 2018 werden wir sie sehen.

Ehrenpreis – ein wahrer Insektenmagnet!

Material aus dem Garten wurde wiederverwendet. Das ist der Mauerbruch. Ein Fenster wurde durch eine Terrassentür ersetzt. Ziegel und Schutt wurde ins Mauerbeet eingearbeitet.

In dieses große Loch kommt Betonbruch.

Dieser alte Garten ist teilweise mit Beetbegrenzungen aus Beton durchzogen. Und das geht ziemlich tief hinunter. Das heißt, tief hinuntergraben, unten mit dem Vorschlaghammer zertrümmern und die Teile dann zum Eidechsenkeller schaffen…..

Der erste Betonbruch wurde eingefüllt.

Man glaubt ja nicht, wieviel da hineinpasst!

Es füllt sich endlich!

Überblick in den Garten, es herbstelt. 2.10.2017

Unten wurden auch Steinplatten eingearbeitet, damit Höhlen entstehen.

Am Rand haben wir 2 Rohre verlegt, die wir auch im Garten gefunden haben. Als Eingang sozusagen.

Wir hoffen, dass sich Mieter einfinden werden :

Noch ist es nicht fertig….. einiges fehlt noch…..

So – der Eidechsen-Kröten-Keller ist bedeckt.

Vorne schaut das Zugangsrohr heraus. Links seht ihr schon die Abzweigung für die Sonnenfalle.

14.11.2017:

Ob sie überlebt hat? Letztes Foto 2017.

2. März 2018: noch liegt Schnee. Fortsetzung folgt

 

 

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Autor:
Karin Kurzmann
Hortus Girasole
Hortus Girasole bei FB

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