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Luzerne-Blattschneiderbiene - Megachile rotundata

Luzerne-Blattschneiderbiene – Megachile rotundata

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  • Beitrag veröffentlicht:10. August 2021
  • Beitrags-Kategorie:Tiere
Luzerne-Blattschneiderbiene – Megachile rotundata

 

ist eine Art aus der Gattung Megachile (Blattschneider- und Mörtelbienen) aus der Ordnung der Hautflügler. Sie ist die weltweit am intensivsten wirtschaftlich genutzte Solitärbiene.

Die Weibchen der Luzerne-Blattschneiderbiene erreichen 8 bis 10 mm, die Männchen 6 bis 8 mm Körperlänge. Die Geschlechter sind unterschiedlich gefärbt. Die Körperfarbe des Weibchens ist schwarz, wird aber durch unterschiedlich starke Behaarung auf verschiedenen Körperteilen überdeckt. An den Enden der Rückenplatten des Hinterleibs befinden sich gelbe Haarbinden. Der Hinterleib ist abgeflacht und zum Körperende zugespitzt. Als Bauchsammler besitzt die Luzerne-Blattschneiderbiene auf der Bauchseite mehrere parallele Reihen weißer Borstenhaare, die als Sammelbürste zum Aufnehmen des Pollens dienen.

Während Kopf und Brust bei den Weibchen wenig behaart sind, lässt die stärkere Behaarung die Männchen grauschwarz erscheinen. An Stirn und Kopfschild der Männchen befinden sich dichte gelbbraune Haare. Die vorderen Bauchplatten des Hinterleibs besitzen weiße Fransensäume. Das stumpfe Körperende trägt zwei helle Haarpunkte.

Die Facettenaugen der weiblichen Tiere sind schwarz, die der männlichen grün.

In Mitteleuropa tritt die Luzerne-Blattschneiderbiene inselartig auf, dabei bevorzugt sie trockenwarme Standorte, wie südgerichtete Trockenhänge und Sandflächen. Flugzeit ist Ende Juni bis Mitte August.

Die Weibchen können nach Beobachtungen bis zu 40 Eier legen und entsprechend gleichviele Brutzellen verproviantieren, sind also vergleichsweise vermehrungsfreudig. Pro Zelle benötigt die Biene 17 Sammelflüge von jeweils einer Viertelstunde Dauer, was einschließlich der Aufenthalte in der Brutzelle insgesamt ca. 5 Stunden Arbeit ergibt. Nur die Hälfte dieser Zeit benötigt das Weibchen für den Bau einer Zelle mit Blattausschnitten.

Aufgrund ihres weiten Nistplatzschemas gehört Megachile rotundata zu den Arten, die man mit Nisthilfen im eigenen Garten ansiedeln und unterstützen kann. Geeignet sind Hartholzblöcke und Behälter mit Bambus- und Zellulose-Röhrchen, wie sie auch Mauerbienen (Osmia) angeboten werden; bevorzugt 6 mm Löcher mit 8–10 cm Gangtiefe.

Aus dem Ei entwickelt sich nach zwei bis vier Tagen die Larve, die sich vom eingetragenen Pollen-Nektar-Gemisch ernährt. Sie häutet sich innerhalb von zehn Tagen viermal. Der Enddarm bleibt bis zum Alter von etwa drei Wochen verschlossen, wodurch eine Verunreinigung der Nahrung vermieden wird. Erst dann legt die Larve einen Ring von Exkrementkügelchen an der Innenseite des Zelldeckels ab. Danach spinnt sie sich in einen seidig glänzenden Kokon ein, in dem sie als voll ausgewachsene Ruhelarve oder Präpuppe überwintert. Erst im folgenden Frühjahr entwickelt sie sich zur Puppe und dann zur voll ausgewachsenen Biene.

Die Art ist polylektisch. Bisher kann man Sie beim sammeln an folgenden Pollenquellen finden.
Feld-Mannstreu (Eryngium campestre), Flachblättriger Mannstreu (Eryngium planum), Zwerg-Alant (Inula ensifolia), Felsen-Fetthenne (Sedum reflexum), Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatus), Weißer Steinklee (Melilotus alba), Hasen- Klee (Trifolium arvense), Weißklee (Trifolium repens), Luzerne (Medicago sativa), Kugel-Lauch (Allium spaerocephalon)

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