Lebensinsel Nassenbeuren

Im Rahmen der Aktionen „Jeder m2 zählt … für heimische Natur“ und „72 Stunden“ des BDKJ haben 20 Jugendliche zwischen 9 und 19 Jahren im Mai 2019 zwei Flächen in Nassenbeuren für mehr Artenvielfalt umgestaltet. Nach drei arbeits- und erlebnisreichen Tagen, kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Pflanzliste
Thymian, Zitronen-Thymian, Lavendel, Akelei, Johanniskraut, einfache Rose, halb gefüllte Rose, Sempervivum, Königskerzen, Zierlauch, Geranium, Natternkopf, Steppensalbei, Lungenkraut, Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Fette Henne, Skabiose, Heide-Nelke, Glockenblume, Zerg-Fetthenne, Minzen, Küchenschelle, Felsenbirne …

Informationen zur Gruppe
Die Jugendgruppe Nassenbeuren wird von Manuela Schlögel und Marlene Birkle betreut. Hier treffen sich 20 Jugendliche zwischen 9 und 19 Jahren zu gemeinsamen Aktivitäten. Bei einem Abschluss-Gottesdienst und der nachfolgenden Flächen-Segnung stellten die Jugendlichen den Einwohnern von Nassenbeuren die Flächen vor. Die Aktion wurde von der Mindelheimer Zeitung aufgegriffen sowie auf der BUND Naturschutz-Seite vorgestellt: http://jederm2zaehlt.de/jugendgruppe-nassenbeuren/

Fläche 1 …
Rasenstreifen zwischen Friedhofsmauer und Kindergarten
Dieser Rasenstreifen wurde bisher kurz gemäht und wenig beachtet. Dabei kommen hier jeden Tag Kindergarten-Kinder und Friedhofsbesucher vorbei.

Fläche 2 …
Ecke zwischen Friedhofsmauer und Spazierweg
Hier führt ein Weg zwischen Kindergarten und Kirche hindurch, die Rasenfläche wurde früher für den Friedhofs-Kompost genutzt.

Grasnarbe entfernen
An einem sehr heißen Tag haben die Jugendlichen mit viel Ausdauer und Spaß die Grasnarbe auf der Fläche entfernt.

Materialbeschaffung
Die Jugendlichen waren mit Schubkarren im Ort unterwegs, um übrig gebliebene Dachziegel, Steine und Holz einzusammeln.

Die Grassoden …
… sollten eigentlich abtransportiert werden. Dann jedoch kam die Idee auf, eine Sitzbank daraus zu bauen und mit Thymian zu bepflanzen. Die Grassoden wurden umgedreht und eine Bank wurde daraus modelliert. Nur der Rest wurde auf den Kompost verfrachtet.

Yipeahhhh, Materiallieferung erfolgreich!
Alles Material wurde zu den Flächen geschafft, nun geht’s ans Bauen!

Nasch-Ecke und Käferkeller
In dieser halbschattigen Ecke wurden Himbeeren, Brombeeren und eine Felsenbirne gepflanzt sowie ein Käferkeller gebuddelt und mit Totholz befüllt.

Magerbeet und Grassoden-Bank
Im Magerbeet wurde Schotter 0/32 eingefüllt, da auf mageren Flächen eine große Vielfalt an heimischen Pflanzen wächst. Die Umrandung ist aus Dachziegeln geschichtet, die bei verschiedenen Dorfbewohnern nicht mehr benötigt wurden. Die Grassoden-Bank bietet ein gemütliches Plätzchen.

Platz für Blütenvielfalt von Frühling bis Herbst
Entlang der kompletten Kirchenmauer wurde Schotter 0/32 statt der Grasnarbe aufgebracht, um die Fläche abzumagern. An zwei Stellen wurde mehr Boden belassen, um gute Wachstumsbedingungen für eine ungefüllte und eine halbgefüllte Rose zu schaffen.

Strukturvielfalt an der Friedhofsmauer
Magerbeet, Grassoden-Bank, Insektenhotel, Rosen-Rankhilfe, Tränke: Hier wurden vielfältige Strukturen für die Artenvielfalt und die Besucher geschaffen, die hier täglich auf dem Weg zum Kindergarten, zur Kirche oder zum Friedhof vorbeikommen.
Gartenstrukturen

Tränke
Die flache Tränke unter dem Wasserablauf ist nach dem MiniTipp von Daniel Jakumeit aus dem Hortus Netzwerk gebaut und mit alten, zerbrochenen Fliesen gestaltet. Sie wird von der Meßmerin mit Wasser gefüllt, damit Insekten, Vögel, Igel und andere Tiere auch im Sommer etwas zu trinken finden.

Totholz
Der Käferkeller ist ca. 70 cm tief und mit Totholz gefüllt, vor allem von Laubbäumen. Der Käferkeller ist Kinderstube und Winterquartier. Liebevoll bemalte Steine bringen Farbtupfer auf die Fläche und informieren Besucher über die jeweiligen Naturmodule.

Sonstiges
Walter Feil vom BUND Naturschutz hat mit den Jugendlichen ein Insektenhotel gebaut, dass mit Sand-Lehm-Gemisch, Schilf-Bündeln und abgelagerten Hartholz-Blöcken gefüllt wurde. So haben die Kindergarten-Kinder und Besucher die Möglichkeit, die Wildbienen zu beobachten.

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