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Pilze in der Pufferzone
Verfasst: So 25. Feb 2024, 17:52
von Tidofelder
Rötende Runzel-Schichtpilz (Stereum rugosum)
Re: Pilze in der Pufferzone
Verfasst: So 5. Okt 2025, 16:54
von Tidofelder
Heute habe ich eine Gemeine Hundsrute (Mutinus caninus) in der westlichen Pufferzone gefunden.
Aufgaben von Pilzen in der Pufferzone
Verfasst: Do 1. Jan 2026, 09:01
von Somnia
Jetzt im Herbst strecken sie ihre Hütchen aus der Erde, so manch eine Pilz-Schönheit ist jetzt zu entdecken.
Was sagt uns das? Welche Aufgabe haben die Pilze? Sind sie nützlich ?
Was wir sehen, sind die Fruchtkörper, die aus der Erde gucken. Aber unter diesen Fruchtkörpern verzweigt sich der Pilz mit seinem Myzel , einem Geflecht aus feinen Fäden im Erdreich. Dieses feine Fäden-Geflecht kann sich unterirdisch zu einem großflächigen Netzwerk entwickeln.
Pilze tragen auch zum Humusaufbau bei, da sie sich von abgestorbenen Pflanzen, Totholz und sogar toten Tieren ernähren. Sie gehören sozusagen mit zur "Putzkolonne" des Waldes oder unserer Pufferzone. Sie säubern den Boden.
Gleichzeitig ernähren sie unsere Pflanzen, indem sich ihr Myzel um die Wurzeln unserer Bäume und Pflanzen legt und sie mit wichtigen Nährstoffen versorgen. Manche Pflanzen können ohne Pilze gar nicht bestehen oder überleben.
Viele Bäume kommunizieren auch über das Myzel- Netzwerk, gehen eine Form von Symbiose mit Pilzen ein, der sogenannten Mykorhizza.
Hat man also viele verschiedene Pilze in der Pufferzone, dann werden unsere Bäume gut mit Nährstoffen versorgt...
Interessant fand ich zu lesen, dass unsere Eichhörnchen Pilze im Baum trocknen um sie als Futterreserve, haltbar für den Winter zu machen...
Viele unserer Wildtiere fressen für uns giftige Pilze, sogar manche Vögel fressen Pilze...
(Beitrag von Simbienchen aus dem alten Forum)
Re: Pilze in der Pufferzone
Verfasst: Do 1. Jan 2026, 09:02
von Somnia
Die meisten Pilze leben nur von totem Material , aber bei aller Schönheit sind auch ein paar echte Killer dabei. Zb. dieser hübsche Baumpilz mit dem Schneehäubchen. Das ist ein Zunderschwamm , der gerne an geschwächte , alte Buchen geht. Dadurch sterben diese Bäüme deutlich schneller ab. Auch die eingeschleppten Pilze rotten bei uns heimische Gehölze aus. So zB. der Pilz , der mit Hilfe des Ulmensplintkäfers in den 1980er Jahren die Ulme in ganz Mitteleuropa ausgerottet hat. Unsere heimische Ulme gibt es nur noch in kleinen Exemplaren , ab einer gewissen Größe bohrt der heimische Käfer Löcher in den Baum und der eingeschleppte Pilz tötet über diese Verletzung den Baum. So auch die beiden eingeschleppten Pilze , die fast alle Buxbestände seit Mitte der 1990er Jahre befallen. Diese Pilze haben weit mehr Bux ausgerottet als der Zünsler.
Ganz aktuell werden wir uns wohl von der Esche verabschieden müssen , das Eschentriebsterben , auch ein Pilz breitet sich gerade rasend schnell über Europa aus. Und ein neuer, bisher unbekannter Pilz befällt Ahorn .
Antwort von Frank Schröder, Ommertalhof im alten Forum