Hotspot Pufferzone
Verfasst: Di 3. Mär 2026, 15:16
Moin moin,
kürzlich habe ich dieses Video von ReNature gesehen, nachdem @Ann1981 ein anderes Video aus der Reihe mit Witt hier vorgestellt hatte:
Im Kern wird da für die Wichtigkeit von Bäumen und Gehölzen argumentiert und darauf hingewiesen, daß die "echte" biologische Vielfalt dort bei den Gehölzen stattfindet, und zahlenmäßig vergleichsweise viel weniger an Stauden & Co. Das ist jetzt zwar grundsätzlich nichts neues, z.B. auf der bekannten Schmetterlings-Hitliste von FloraWeb ist in den Top-10 mit dem Ampfer auf Platz 9 nur eine einzige krautige Pflanze vertreten.
Aber das noch mal so zugespitzt wie im Video zu hören, hat mich zum Nachdenken gebracht. Zwar haben wir die Pufferzone, aber so von Marketing- und Image-Gesichtspunkten für die Pufferzone her gedacht, ist das kein guter Name
Eigentlich müsste das "Gehölz-Hotspotzone" oder so heißen
Nicht, daß ich jetzt denken würde, daß das jemals umgesetzt werden würde – aber so in die Luft gesponnen würde das meiner Meinung nach dazu beitragen, die Begeisterung für heimische Gehölze zu vergrößern. Ich war kürzlich wieder mal im Baumarkt, und da gab es in der Gehölzabteilung wirklich genau Null heimische Optionen. Von Blasenspiere bis Zierquitte gab es alles mögliche, aber nicht mal eine Eibe war vertreten. Das einzige quasi heimische Gehölz war der "gefüllte" Schneeball. Da können wenigstens Raupen die Blätter fressen, aber das wars.
Das ist vor allem deshalb so interessant, weil quasi gegenüber bei den Stauden schon seit Jahren eine "insektenfreundliche" Abteilung nicht geringer Größe vorhanden ist. Da sind dann zwar auch Sachen wie Echinacea oder Indianernessel vertreten, aber auch eine Reihe heimischer Stauden. Das öffentliche Bewußtsein "Ich will/sollte/muß was für Insekten tun" ist also irgendwie (noch) nicht ganz bei den Gehölzen angekommen, obwohl die ja nun enorm wichtig sind. Zwar hat sich inzwischen rumgesprochen, daß Forsythie, Thuja und Kirschlorbeer eigentlich schlecht sind (obwohl das an den Verkaufszahlen kaum etwas zu ändern scheint). Aber selbst wenn man sich dann Blasenspiere und Zierquitte statt Forsythie und Thuja pflanzt, hat man vielleicht mehr Nektar- und Pollensammlern geholfen, aber wirklich gewonnen hat man damit trotzdem nichts...
Dabei gibt es total viele schöne heimische Gehölze, und selbst wenn man nur auf Arten ohne Ausläufer setzt, wäre die Auswahl immer noch sehr groß. Insofern wundert es mich eigentlich auch ein bißchen, daß die im konventionellen Handel kaum zu bekommen sind. Ich muß jetzt auch Teile der geplanten Wildhecke online bestellen, weil die nicht mal in der örtlichen Baumschule zu bekommen sind, geschweige denn in den Gartenabteilungen der Baumärkte. Schade eigentlich.
kürzlich habe ich dieses Video von ReNature gesehen, nachdem @Ann1981 ein anderes Video aus der Reihe mit Witt hier vorgestellt hatte:
Im Kern wird da für die Wichtigkeit von Bäumen und Gehölzen argumentiert und darauf hingewiesen, daß die "echte" biologische Vielfalt dort bei den Gehölzen stattfindet, und zahlenmäßig vergleichsweise viel weniger an Stauden & Co. Das ist jetzt zwar grundsätzlich nichts neues, z.B. auf der bekannten Schmetterlings-Hitliste von FloraWeb ist in den Top-10 mit dem Ampfer auf Platz 9 nur eine einzige krautige Pflanze vertreten.
Aber das noch mal so zugespitzt wie im Video zu hören, hat mich zum Nachdenken gebracht. Zwar haben wir die Pufferzone, aber so von Marketing- und Image-Gesichtspunkten für die Pufferzone her gedacht, ist das kein guter Name
Nicht, daß ich jetzt denken würde, daß das jemals umgesetzt werden würde – aber so in die Luft gesponnen würde das meiner Meinung nach dazu beitragen, die Begeisterung für heimische Gehölze zu vergrößern. Ich war kürzlich wieder mal im Baumarkt, und da gab es in der Gehölzabteilung wirklich genau Null heimische Optionen. Von Blasenspiere bis Zierquitte gab es alles mögliche, aber nicht mal eine Eibe war vertreten. Das einzige quasi heimische Gehölz war der "gefüllte" Schneeball. Da können wenigstens Raupen die Blätter fressen, aber das wars.
Das ist vor allem deshalb so interessant, weil quasi gegenüber bei den Stauden schon seit Jahren eine "insektenfreundliche" Abteilung nicht geringer Größe vorhanden ist. Da sind dann zwar auch Sachen wie Echinacea oder Indianernessel vertreten, aber auch eine Reihe heimischer Stauden. Das öffentliche Bewußtsein "Ich will/sollte/muß was für Insekten tun" ist also irgendwie (noch) nicht ganz bei den Gehölzen angekommen, obwohl die ja nun enorm wichtig sind. Zwar hat sich inzwischen rumgesprochen, daß Forsythie, Thuja und Kirschlorbeer eigentlich schlecht sind (obwohl das an den Verkaufszahlen kaum etwas zu ändern scheint). Aber selbst wenn man sich dann Blasenspiere und Zierquitte statt Forsythie und Thuja pflanzt, hat man vielleicht mehr Nektar- und Pollensammlern geholfen, aber wirklich gewonnen hat man damit trotzdem nichts...
Dabei gibt es total viele schöne heimische Gehölze, und selbst wenn man nur auf Arten ohne Ausläufer setzt, wäre die Auswahl immer noch sehr groß. Insofern wundert es mich eigentlich auch ein bißchen, daß die im konventionellen Handel kaum zu bekommen sind. Ich muß jetzt auch Teile der geplanten Wildhecke online bestellen, weil die nicht mal in der örtlichen Baumschule zu bekommen sind, geschweige denn in den Gartenabteilungen der Baumärkte. Schade eigentlich.