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Spechtschutz für Nistkästen

Verfasst: Mi 28. Jan 2026, 17:01
von Alma
Von meinen Nistkästen sind viele aus Holz und Spechte hacken die Einfluglöcher größer um an die Eier oder Jungvögel zu gelangen. Aha, wusste ich auch noch nicht.
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Zum einen möchte ich natürlich die Brut schützen in den Kästen.
Zum anderen machen das Spechte auch bei Nahrungsnot.
Jetzt frage ich mich zum einen:
- wie schütze ich die Nistkästen? Man kann sie natürlich online bestellen, kosten auch nur 4-5€. Ich bin kein Fan von alles online bestellen und denke über andere Lösungen nach.
Ich geistere in Haus und Scheune rum auf der Suche nach Inspirationen für Upcycling. Draht? Blechstreifen? Die abgenutzen Scheiben der Flex haben leider einen zu kleinen Durchmesser.
Flaches Holz habe ich und auch Werkzeug ein Loch zu schaffen welches eine gute Größe hat. Das wäre für die Reparatur.
Aber langfristig will ich das ja nicht jedes Jahr machen.
Eine Blechschere besitze ich auch - Marmeladenglasdeckel o.ä.? Aber wie?
Also wenn wer ne Idee hat - her damit.

Zum anderen sollte ich an Spechternährung denken?
Ich lasse jedes Totholz stehen, pflanze viele Bäume (die natürlich alle noch viel zu klein sind)

Re: Spechtschutz für Nistkästen

Verfasst: Mi 28. Jan 2026, 17:47
von GrizzlyimGarten
Ich habe ein kleines dickes Brett genommen mit passendem Loch, alternativ aufgebohrt, und jenes vor das erweiterte geschraubt. Diese Konstruktion hält bereits 3 Jahre.
Sollte wieder daran gearbeitet werden, löse ich das Brftt und ersetze es. Geht rasch und Restholz ist fast immer da.

Re: Spechtschutz für Nistkästen

Verfasst: Mi 28. Jan 2026, 18:26
von tree12
Ich habe ja überwiegend Kästen aus Holzbeton von Schwegler im Garten. Diese können von Spechten nicht aufgehackt werden. Aber: ein vorwitziger Jungspecht hat einmal so einen Kasten von unten bearbeitet und ein Loch in den Boden gehackt, nur so zum Spaß. Zu dem Zeitpunkt war der Kasten nämlich nicht besetzt. Die Firma Schwegler erklärte mir daraufhin, die Spechtsicherheit bezieht sich nur auf die Vorderseite mit dem Einflugloch... wieder was gelernt.

Auch Kohlmeisen bearbeiten übrigens die Einfluglöcher von Kästen aus Holz, das sollte man nicht unterschätzen.

Die Holzkästen, die wir noch hängen haben, hat mein Mann später mit Hartholz (Buche, Eiche) geschützt. Um das Einflugloch herum ist also ein breiter Rand aus Hartholz. Bis jetzt hält das Spechte und Kohlmeisen sehr zuverlässig ab. Und wir sind hier Buntspechthochburg....

Spechte bedienen sich gerne an Futterstellen, holen sich Sonnenblumenkerne oder Nüsse, klemmen sie in ihre Spechtschmiede in der Rinde eines Baumes ein und hacken sie auf. Außerdem lieben sie bei uns die reifen Zapfen der alten Mittelmeerzypresse. Aber nur die von ganz oben, die die meiste Sonne abgekriegt haben (die Eichhörnchen mögen die Zapfen auch sehr gerne). Unsere vielen Buntspechte hängen auch gerne am Fettblock.

Und mit viel Totholz tut man ihnen natürlich auch einen großen Gefallen, da wird enorm viel gehackt und gefressen.