Hortus 3D - tabulatorum multorum
Verfasst: Di 26. Aug 2025, 00:20
Bedeutung: Garten mit vielen Etagen
Dein Name: Ron Waldeck
Hortus-Ort: Magdeburg
Hortus-Land: Deutschland
Größe in m2: 250
Hortus-Seite: https://www.facebook.com/Hortus-tabulat ... 5558000093
Unser Grundstück war voll mit Bauschutt und Müll und dazu von Beton bzw. Kurzrasen- und Steinwüsten-Grundstücken umgeben. Selbst beim Graben war kein tierisches Leben auffindbar, so dass wir allen organischen Abfall erst einmal dazu genutzt haben, um zum einen Bodenlebewesen anzulocken (“Tier-Hotspots” wie 2 Komposte, Laubhaufen, Totholzhecken, Käferkeller…) und zum anderen ein Hochbeet zu befüllen, um “saubere” Erde “herzustellen” (quasi noch ein Riesen-Kompost). Die Wiederbesiedlung mit Krabblern ging erstaunlich schnell und zusammen mit der unten stehenden Beschreibung der Pflanzen haben wir dieses Jahr eine Igelaufzuchts-Mama sehr glücklich gemacht, die total begeistert war von dem schönen Fleck Natur.
die Drei Zonen
Hot Spot:
Auf dem Grundstück lag beim Kauf in 2016 überwiegend Bauschutt und Müll. Selbst nach der Müllentsorgung verblieben massiv viele große und kleine Steine auch tief ins Erdreich rein, so dass man nicht mit einem Spaten graben kann, sondern immer eine Spitzhacke oder einen motorbetriebenen Erdbohrer braucht, um Löcher zu "graben". (Sorry an den LaGa, der beim Ausheben für unsere Obstbäume fast seine Minibaggerschaufel zerstört hat.)
Dazu kommt eine wirklich besch... Erde, so dass wir nichts abmagern mussten, sondern einen Hotspotboden "frei Haus" bekommen haben, auf dem vorrangig wertvolle heimische Blühpflanzen wachsen, ohne dass ich sie ansäen muss. (Natternkopf, Kohlgänsedistel, Kamille, Mohn, Wilde Malve…)
Pufferzone:
Naturmodule
- Totholzhecken/Reisighaufen
- Wurzelhaufen
- Abgrenzung zw. Hotspot und Pufferzone mit liegenden Holzstämmen
- diverse Käferkeller
- Steinpyramiden
- große Wurzeln oberirdisch in der Hotspot-Zone
- Sandarium – einen Teil der Hausumrandung mit Sand gefüllt
- Insektenhotels/WiBiNiHi's mit Röhren, als Holzblöcke oder Niststeine
- Nistkästen für Vögel
Konzept
Da unser Grundstück eher klein ist, versuchen wir das mit Höhe zu kompensieren – Beispiele:
Soweit der grobe Überblick - ich will euch ja nicht mit zuviel Text langweilen.
Aber falls noch Fragen offen sind, dann immer her damit.
Dein Name: Ron Waldeck
Hortus-Ort: Magdeburg
Hortus-Land: Deutschland
Größe in m2: 250
Hortus-Seite: https://www.facebook.com/Hortus-tabulat ... 5558000093
Unser Grundstück war voll mit Bauschutt und Müll und dazu von Beton bzw. Kurzrasen- und Steinwüsten-Grundstücken umgeben. Selbst beim Graben war kein tierisches Leben auffindbar, so dass wir allen organischen Abfall erst einmal dazu genutzt haben, um zum einen Bodenlebewesen anzulocken (“Tier-Hotspots” wie 2 Komposte, Laubhaufen, Totholzhecken, Käferkeller…) und zum anderen ein Hochbeet zu befüllen, um “saubere” Erde “herzustellen” (quasi noch ein Riesen-Kompost). Die Wiederbesiedlung mit Krabblern ging erstaunlich schnell und zusammen mit der unten stehenden Beschreibung der Pflanzen haben wir dieses Jahr eine Igelaufzuchts-Mama sehr glücklich gemacht, die total begeistert war von dem schönen Fleck Natur.
die Drei Zonen
Hot Spot:
Auf dem Grundstück lag beim Kauf in 2016 überwiegend Bauschutt und Müll. Selbst nach der Müllentsorgung verblieben massiv viele große und kleine Steine auch tief ins Erdreich rein, so dass man nicht mit einem Spaten graben kann, sondern immer eine Spitzhacke oder einen motorbetriebenen Erdbohrer braucht, um Löcher zu "graben". (Sorry an den LaGa, der beim Ausheben für unsere Obstbäume fast seine Minibaggerschaufel zerstört hat.)
Dazu kommt eine wirklich besch... Erde, so dass wir nichts abmagern mussten, sondern einen Hotspotboden "frei Haus" bekommen haben, auf dem vorrangig wertvolle heimische Blühpflanzen wachsen, ohne dass ich sie ansäen muss. (Natternkopf, Kohlgänsedistel, Kamille, Mohn, Wilde Malve…)
Pufferzone:
- 40m Totholzhecken an dem vorhandenen Betonzaun, der fast um das ganze Grundstück geht
- davor diverse heimische Sträucher für die Tierwelt: Berberitze, rote Heckenkirsche, Kornelkirsche, blutrote Hartriegel, Kreuzdorn. Weißdorn, Felsenbirne
- davor Ertrags-Pufferzone: scharze, rote, weiße Johannisbeere, diverse hochrankelnde Weine, Stachelbeere Jostabeere, Himbeere... der Sinn dieser 2. Reihe ist auch die Abschottung der heimischen Sträucher, da allen Kindern und Besuchern nur erlaubt ist, von vorn an die Ertragssträucher zu gehen, so dass alles in der hinteren Reihe von fremden Menschen unberührt bleibt
- dazwischen Säulenbäume: Birne, Apfel, Nektarine, Aprikose, Pflaume, Kirsche
- im restlichen Garten verteilt: Hainbuche, Zwetschge, Kirsche, Mirabelle, Heidelbeere, Apfel, Wein
- siehe auch Pufferzone
- 6m langes und 1m tiefes Hochbeet und mehrere Kübel mit diverse Nutzpflanzen (Petersilie, Schnittlauch, Pfefferminze und diversen anderen Kräuter-/Gewürzpflanzen, Knoblauch, Tomaten, Kürbis,…)
Naturmodule
- Totholzhecken/Reisighaufen
- Wurzelhaufen
- Abgrenzung zw. Hotspot und Pufferzone mit liegenden Holzstämmen
- diverse Käferkeller
- Steinpyramiden
- große Wurzeln oberirdisch in der Hotspot-Zone
- Sandarium – einen Teil der Hausumrandung mit Sand gefüllt
- Insektenhotels/WiBiNiHi's mit Röhren, als Holzblöcke oder Niststeine
- Nistkästen für Vögel
Konzept
Da unser Grundstück eher klein ist, versuchen wir das mit Höhe zu kompensieren – Beispiele:
- Prinzip einer Streuobstwiese mit blühenden Bodenpflanzen und Bäumen – bisher 5 Bäume (Pflaume, Zwetschge, Kirschen, Mirabelle), 3 Säulenbirnen und 3 weitere geplante (Elsbeere, Linde, Esskastanie)
- “Verkleidung” des vorhandenen Betonzaunes mit einer Totholzhecke, die dann bei entsprechender Höhe senkrecht mit einer Himbeere bepflanzt wird (und was auch immer aus der Mitte noch so heraus wächst)
- 6m breites Hochbeet unter das die Käferkeller halb drunter gehen (für trockene Bereiche) und an dessen senkrechten Wänden verschiedene Clematis und eine halbgefüllte Samtrose wachsen, deren Wurzeln auch den Bereich unterm Hochbeet nutzen können
- Der Regenwassertank wurde auf gestapelten Gehwegplatten hochgesetzt und der Bereich darunter mit Reisig vollgestopft, so dass nur die äußeren Bereiche nass werden. An diesem “Turm” soll dann später auch etwas hochwachsen.
- hochstapeln von Feldsteinen am Kompostbehälter, um auch hier die senkrechten Außenwände nutzen zu können
- Wurzelhaufen und Steinpyramiden mit Seitenpflanzung und oben Wasserschale mit drunterstehendem Grablicht für die Eisfreiheit
- geplant: Anpflanzungen in senkrecht gestellten Fallrohren (wie Erdbeerturm)
Soweit der grobe Überblick - ich will euch ja nicht mit zuviel Text langweilen.

Aber falls noch Fragen offen sind, dann immer her damit.