Oh weh, das tut mir sehr leid!! Und das mit dem "Gemüsehassen" aus Deinem Mund...
Manches wird man einfach gießen müssen, wenn Mulchen alleine nicht ausreicht. Je mehr Bäume Du irgendwann hast, desto besser schützen sie den Boden durch ihr Wurzelwerk, ihre Pilze und ihren Schattenwurf.
Die "wilden" Bäume in meinem Garten, allen voran die wilde Kirsche, die vermutlich ein Sämling unserer Hochstammkirsche ist. Sie durfte an ihrem gewählten Platz verbleiben und empor wachsen. Ich nehme an, sie hat ein optimales Wurzelsystem entwickelt, steht prächtig da. Auch der wilde Walnußbaum, den wir einst bei einer Nachbarin ausgruben (dort vom Eichhörnchen gepflanzt), zeigt keine Trockenschäden, sondern wächst und gedeiht.
Naturgarten empfiehlt eindeutig, Bäume aus Samen zu ziehen bzw. die von selbst aufgegangenen Sämlinge als Mini-Pflanzen an ihren Platz zu versetzen. Diese Bäume, deren Wurzelballen in keiner Baumschule geschnitten und verstümmelt wurde, sind die Bäume, die am besten gegen Dürre gewappnet sind.
Aber Du mit Deiner Ausbildung weißt das ja vermutlich eh alles längst. Deinen Frust kann ich voll verstehen. Es geht manchmal so schnell: heute scheint uns der Baum noch "normal" und zwei Tage später ist er komplett vertrocknet.
