tree12 hat geschrieben: Fr 27. Mär 2026, 18:31
Haben sich denn alle Sträucher von der langen Reise im Paket erholt?
Joah, man wird es sehen... Etwa knapp 2/3 der Gehölze haben grüne Knospen, einige sehen aber quasi tot aus. Aber selbst wenn alle überleben sollten – die meisten Gehölze haben Schrammen an der Rinde und die Schnittstellen an den Ästen sind faserig – ich weiß auch nicht genau, wie die Leute ihre Gehölze ausgraben, aber sie machen es irgendwie rücksichtslos. Ich werde auf jeden Fall nie wieder bei der Baumschule Eggert bestellen und jede Gelegenheit nutzen, um schlecht über sie zu reden
Jetzt möchte ich mal die nächsten Wochen abwarten, und wo gegen Mitte/Ende April kein Austrieb gekommen ist, werde ich die entsprechenden Gehölze als Topfware noch mal nachkaufen – bei einer anständigen Baumschule.
Trotz dieses Ärgernisses hat der Prozeß insgesamt dennoch Spaß gemacht und ich freue mich darauf, die kleinen bewurzelten Äste zur Hecke heranwachsen zu sehen.
Derzeit überlege ich, ob ich nicht noch in ein oder zwei Lücken Blaue Heckenkirschen unterbringe. Die sind hier zwar nicht gebietsheimisch, blühen aber jetzt (also zu einem guten Zeitpunkt) und unsere Blaue Heckenkirsche im Vorgarten lockt regelmäßig v.a. Hummeln an.
Gespannt bin ich auch auf die Früchte der wilden Stachelbeere. Ich habe ja mal vor diversen Jahren eine Stachelbeer-Kulturreliktpflanze von einem Burghügel gerettet, und die macht Früchte, die kaum 5mm Durchmesser erreichen, wenn überhaupt. Die Baumschule schrieb auf der Pflanzenseite, daß die Früchte kleiner seien, als bei den Kulturformen – haben aber trotzdem Marmeladenzubereitung erwähnt. Das wäre bei "meiner" Wild-Stachelbeere quasi sinnlos, und jetzt interessiert mich brennend, wie die Früchte der "neuen" Wild-Stachelbeere wohl aussehen werden.
Grundsätzlich würde ich bei der Gelegenheit auch generell (wilde) Stachelbeeren als Teil der Pufferzone, bzw. des Gehölz-Hotspots

empfehlen: sie werden ja nicht besonders groß und lassen sich also gut in irgendwelchen Lücken noch unterbringen. Zudem vertragen sie Halbschatten gut und obwohl bei NaturaDB steht, sie würden feuchten Boden wollen, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, daß sie auch mit normalem bis eher trockenem Boden zurecht kommen und sogar längere Trockenphasen im Sommer leidlich gut wegstecken. Und wer es nicht unbedingt auf Ernte abgesehen hat, kann auch Raupen auf ihnen walten lassen, bis zum Kahlschlag. Habe ich mal gemacht, und danach trieb sie einfach neu aus – übrigens haben die Raupen bei der Gelegenheit auch den Mehltau (der ja in den Knospen "wohnt"), unter dem die Pflanze jahrelang litt, weggefressen! Seither – mehltaufrei!