Hortus tertiae regionis

Die Gegend um uns herum ist eingeebnet, gemäht, flurbereinigt, sauber, ordentlich – dem stelle ich meinen Garten gegenüber, in dem Pflanzen und Tiere kommen und gehen dürfen entsprechend den Gegebenheiten von Boden und Geländeform. Eingriffe halte ich so gering wie möglich.

Der Garten liegt in einem Hang, das Wohnhaus gliedert den Garten in einen unteren, zum Ort hin gelegenen und einen an den Weinbergen gelegenen, oberen Teil.

Ums Haus herum führen Pflasterwege mit zwei Terrassen, zum Teil gerahmt durch Muschelkalk-Trockenmauern.

Hotspot 1: Die untere, in den Hang eingesenkte Terrasse ist mit trockenheistsverträglichen Kräutern bewachsen und einer der Brutplätze der Zauneidechsen.

Hinter dem Haus schließt sich ein kleiner Nutzgarten mit Hügelbeet und Kompostplatz an. Dann folgt der wildeste Gartenteil: der Wiesenbereich mit Obstbäumen und

Hotspot 2: Zwei große Steinhaufen, unbearbeitet, Nistplätze der Zauneidechsen, Sichtschutz zu den Weinbergen hin. Dieser Bereich wird nur im Frühjahr von trockenen Pflanzenteilen befreit.

Die Umrahmung des oberen und unteren Gartens bilden Hecken (Liguster, Haseln, Holunder, Eiben, Wildrosen, Ölweide u.a.).

Abgesehen von den Außengrenzen mit den Hecken wachsen überall Pflanzen, die in den Garten kommen, weil sie Lebensraum suchen. Sie sind stark und schön in ihren Formen und ihrer Lebensweise, und mit ihnen kommen Tiere, die sich in dieser Umgebung wohl fühlen. Es ist mir eine immerwährende Freude, ihnen eine Heimat geben zu können und meinen Garten der dritten Landschaft mit ihnen zu teilen.

Der Begriff “Dritte Landschaft” stammt von dem französischen Philosophen und Landschaftsgärtner Gilles Clément.
  • Garten der Dritten Landschaft
  • Ursula Posorski
  • 97355
  • Wiesenbronn
  • Deutschland
  • 1200 m²
  • h.m.schilling@gmx.de
    Tel: 09325 9796090

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