Hortus Somnium

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  • Beitrag veröffentlicht:26. Dezember 2019
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Der Name Hortus Somnium scheint gerade in der jetzigen Situation angemessen, wo der Hanggarten noch teils verwilderte Grünfläche und teils zugeschüttete Baugrube vom neugebauten Haus ist.

Dennoch haben wir Ansätze der 3 Zonen:

Nordseitig zu Straße wollten wir eigentlich den Aushub der Baugrube verwenden, um auf Straßenniveau zu kommen. Da dieser aber zu steindurchsetzt ist und als Gerüststandfläche nicht taugt, würde kurzerhand mit Bauschotter aufgefüllt: Voilá-ein Magerbeet, die Zone Hotspot schon mal vorhanden, wenn auch noch unbepflanzt. Ich bin gespannt, welche Pflanzen auch für ein Schlagschatten-Magerbeet taugen.

Im Süden zum Bach wachsen Büsche wild auf Gemeindeland, an der Seite zum Nachbarn gibt es einen Anfang aus Eibe und anderen Büschen, die ich noch nicht kenne. Die Pufferzone ist also teils geliehene Landschaft, teils Grenzstreifen zum Nachbarn, mit dem ich dessen fürchterlicher Thuja-Reihe etwas entgegensetzen muss. Dank Frank und Gisa habe ich erste Sämlinge und Steckhölzer, meine Mutter hortet auch schon Eibensämlinge und anderes Buschwerk, das nur auf ihren Einzug wartet.

Nachdem der Aushub hinter dem Haus liegen blieb und den gerade noch erträglichen Hang zu einem veritablen Abgrund verstärkte, haben wir hier eine erste Maßnahmen ergriffen und mit einer Trockenmauer ein Naturmodul erschaffen. Ein Teil der Steine stammt aus der Baugrube, und ich sehe immer noch die verzückten Blicke des Lagä, der liebevoll die künftigen Treppenstuden tätschelte. Die Trockentreppe begrenzt die Trockenmauer zur künftigen Ertragszone.

Auch die Trockenmauer liegt im Schatten zweiter Kirschbäume, aber sie ist das erste Highlight des Gartens. An den Kirschbäumen liegt mit Totholz und Reisighaufen zwei weitere Naturmodule, die durch das Säubern der Baugrube entstanden sind.

Die Ertragszone befindet sich auf der zweiten Hälfte unseres Abhangs neben der Trockenmauer. Hier haben wir den Abgrund zu einem gemäßigten Hang verteilt, der später zu terrassierten Gemüsebeeten ausgestaltet werden soll. Aber da zum Ende einer Bauphase naturgemäß die Mittel knapp werden, wird das noch ein Weilchen warten. Deswegen wohnt die Ertragszone aktuell in Form von Pflanztaschen und Mörtelkübeln auf meinem Balkon und freut sich auf den Umzug.
Auch meine beiden Apfelbäume, die dummerweise in der Baugrube standen und als Edelreiser neue Füße bekamen, warten geduldig auf den Umzug und ihren endgültigen Standort. Weiter unten läuft der Hang zum Bach aus, wo leider ein Streifen Gemeindeland die allzufreie Gestaltung verwehrt. Aber es bleibt noch ein gutes Stück ehemalige Grünfläche übrig, die nach und nach abgemagert bzw. anderweitig verhortelt werden kann, da werden die Ideen bestimmt mit der Zeit kommen

  • Ein Luftschloß-Garten für Tagträumer und Hirngespinnste
  • Judith Holtz
  • 97320
  • Mainstockheim
  • Deutschland
  • 1249

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