Hortus Antheia

Wie alles begann:

Vor drei Jahren war hier nur Rasenfläche, Steinplattenwege, grosse Steine, Kies, eine zum Teil nur für Asche genutzte Fläche, einige wenige Pflanzen im Steingarten sowie Mauerpfeffer in den Löffelsteinen. Diese Flächen wurden grösstenteils auch mit diversen Unkrautvernichtungs- und Schädlingsbekämpfungsmitteln bearbeitet.

Ungefähr im Frühjahr 2017 begannen wir unser Augenmerk auf die Bienen zu richten und beim Einkauf in der Gärtnerei darauf zu achten, dass diese für Bienen wertvoll sind. So beobachteten wir, dass einige in vielen Gärten so beliebte Blumen völlig nutzlos für Insekten sind. Die entsprechenden Topfpflanzen haben wir dann im darauffolgenden Jahr durch andere Pflanzen ersetzt. Leider mussten wir feststellen, dass man beim Kauf dem Hinweis „Bienenfreundlich“ nicht immer vertrauen kann. So fanden neue Züchtungen den Weg in unseren Garten an denen wir während des gesamten Sommers keine Bienen sehen konnten. Nach und nach bemerkten wir, dass das alles gar nicht so einfach ist. Vom Schwerpunkt Bienen kamen wir schliesslich zu den Wildbienen. Bald entdeckten wir, dass so gut wie alle im Handel erhältlichen Wildbienen-Nisthilfen unbrauchbar sind.

Im Jahr 2018 bepflanzten wir unseren Garten noch bienenfreundlicher, entfernten überwucherte Flächen von dessen Pflanzen und ersetzten diese durch neue Blumen. So nach und nach wurde uns bewusst, dass uns viel Wissen fehlte – von der Artenvielfalt der Wildbienen und den einheimischen Wildblumen. Ca. im Juli 2018, durch einen Tipp in der Wildbienengruppe, kamen wir dann zur Hortusgruppe.

Im Sommer fanden wir immer wieder Schwalbenschwanzraupen in unserem Garten. So kam es dazu, dass wir uns auch ein Aerarium besorgten. Hierbei machten wir unsere ersten „Gehversuche“ bei der Aufzucht von Raupen.

2019 ist nun eine Totholz(h)ecke entstanden. Unser Gartenhaus hat seitlich ein kleines lichtdurchlässiges Vordach bekommen – darunter sind wir dabei Bienen-Nisthilfen anzubringen. Trotz der eingeschränkten Möglichkeiten (ein Teil der Grünfläche ist über Garagen, viele Steinplattenwege, Boden mit Geröll darunter usw.) haben wir auch eine Salweide und einen Faulbaum gesetzt. Für eine kleine Steinpyramide haben wir ebenfalls ein Plätzchen gefunden.

Wir haben noch viele Ideen. Eines führt unweigerlich zum Nächsten – das Interesse für Bienen brachte uns zu den Wildbienen – diese wiederum zu der Auseinandersetzung mit der Bepflanzung – über die Schmetterlinge – weiter zu Nützlingen bis hin zu den Wildvögeln und Fledermäusen…

  • : Unser Garten steht wie die Göttin Antheia für die aufkeimende Vegetation. Neben dem Nützlichen soll unser Hortus aber auch zum Träumen einladen - weg vom Alltag führt er uns in etwas Fantasievolles und Zauberhaftes, in eine andere Welt….
  • : Ute Königshofer + Beat Lauper
  • : 2542
  • : Pieterlen
  • : Schweiz
  • : ca. 200
  • : Hortus.Antheia@quickline,ch

4 Kommentare

  1. Caroline Sidler

    Fantastisch ihr Lieben, 2 hochmotivierte Menschen mit viel Elan & Freude an der Sache. Die Sache mit den Wildbienen. Nein, es ist nicht einfach sich in der ganzen Lobby von „Versprechungen“ a la „Bienenfreundlich“ durchzublicken! Aber ihr schaut nicht einfach hin. Ihr beobachtet, ihr strebt nach fachkundigen Berichten und Möglichkeiten unserer heimischen Insekten, Bienen und Schmetterlingswelt zu helfen. Ein Hoch auf euch. Ihr Hortusianer-welcome in the club. Ich wusste doch-ihr schafft das❤️

    • Vielen Dank für die lieben Worte Caroline.
      Es sind noch viele Ideen die umgesetzt werden wollen, aber der „Grundstein“ ist gelegt. Wir freuen uns bereits auf die nächsten warmen Tage damit wir weiter daran arbeiten können. Hoffentlich bis bald.
      Liebe Grüsse
      Beat & Ute

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