Hortus-Adventskalender – 23. Dezember 2019

Hortus-Adventskalender – 23. Dezember 2019

WEIHNACHTEN IM HORTUS- DAS VERSPRECHEN

Es weihnachtet.
Es ist dunkel, kaum etwas regt sich, der Hortus liegt brach.
Vielleicht sehen wir nur Regen und keine sonnig klaren weissen Wintertage,
wie wir es uns in den schönsten Weihnachtsträumen erhoffen.
Das ist die Zeit, in der sich der Hortus im Ruhemodus befindet.
Alles ruht. Pflanze und Tier.

Und doch, in dieser Ruhe liegt die Kraft für das Wachstum des nächsten Jahres.
Einige Bäume zeigen schon die ersten Knospen, die nur auf das Frühjahr warten, um aufzuplatzen und das Leben zu feiern.
Ein Versprechen auf Licht und Wärme.

Viele Stauden stehen oberflächlich braun und vermeintlich tot in den Beeten.
Doch in den hohlen Stängeln entwickelt sich vielleicht die Puppe eines Insekts hin zu seinem weiteren Leben als Imago.
Auch in ihrem Kraut finden überwinternden Insekten Schutz.
Die Vitalität einer Staude im Winter ist erst auf den zweiten Blick zu erahnen.
Im Boden wartet die Staude auf die Wärme des Frühlings, um neu durchzustarten, uns damit zu erfreuen und die Lebendigkeit zu fördern.
In seiner oberflächlichen Streu und auch in den Tiefen darunter finden viele Insekten einen Ort,
geschützt zu überwintern, auch auf die Gefahr hin, von Vögeln entdeckt und gefressen zu werden.
Ein Versprechen auf das Vertrauen in das Leben

Der Boden in seiner Vitalität ist in einem Ruhemodus, dennoch arbeitet alles darauf hin, zu neuer Fruchtbarkeit zu kommen.
Die Helferlein arbeiten langsamer, es ist aber auch kalt.
Ein Versprechen auf die Kontinuität des Lebens

Regen, Schnee und Frost sind unentbehrliche Helfer eines gelingenden Sommers.
Ohne sie vertrocknet alles und kann nicht gedeihen.
In der Kälte liegt die Kraft, den ein oder anderen Keim zum Wachsen zu bringen.
Die Wärme unter einer Schneedecke bedeutet Schutz für andere.
Es gibt kein gut oder schlecht im Winter.
Es gibt Veränderung für das Folgejahr!
Ein Versprechen auf die Flexibilität der Möglichkeiten

Ein Hortus bietet auch jetzt Möglichkeiten, Nahrung und Lebensplätze zu finden.
Mäuse graben ihre Gänge, die im nächsten Jahr von Hummeln belegt werden können.
Der Grünspecht vertikutiert freiwillig die Wiese und wird mit leckeren Ameisen belohnt.
Meisen, Stieglitze u.a. stellen sich, und ernähren sich von den stehen gelassenen Sämereien der Stauden
Ein Versprechen, das der Lebenskreis IST

Das Weihnachtsversprechen des Hortus an uns?
Es geht immer weiter, in so unterschiedlichen Geschwindigkeiten.
Lebendigkeit ist in der Lebendigkeit geborgen.
In der Geborgenheit ist Wachstum immer vorhanden, mal langsam mal schnell.
Vertrauen wir der Geborgenheit des Lebens


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