Hauhechel-Bläuling – Polyommatus icarus
Hauhechel Bläuling

Hauhechel-Bläuling – Polyommatus icarus

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  • Beitrag veröffentlicht:10. Mai 2021
  • Beitrags-Kategorie:Tiere

Ein Tagfalter aus der Familie der Bläulinge.

Hauhechel Bläuling

Innerhalb seiner Familie stellt er die häufigste und verbreitetste Art dar und wird daher auch als Gemeiner Bläuling bezeichnet. Das Artepitheton leitet sich von Icarus, dem Sohn des Daidalos aus der griechischen Mythologie ab.

Der Hauhechel-Bläuling hat eine Flügelspannweite von 25 bis 30 Millimetern. Auch bei dieser Art findet man den bei Schmetterlingen häufigen Geschlechtsdimorphismus, das heißt, Männchen und Weibchen sehen sehr unterschiedlich aus. Während Männchen oberseits ein kräftiges, leicht ins Violett gehendes Blau zeigen, besitzt das Weibchen auf der Oberseite eine unauffällige braune Färbung mit variablem Blauanteil sowie orangen Flecken an den Flügelaußenrändern der Hinterflügel. Unterseits sind beide Geschlechter graubraun mit schwarzen, weiß umrandeten Punkten und orangen Flecken am Flügelsaum gefärbt. Selten kommen Gynander vor, das sind Tiere, die sowohl Zellen mit weiblichen Genen besitzen, wie auch andere mit männlichen Zellen. Eine Besonderheit ist der Halbseiten-Gynander, der je eine Hälfte männliche Zellen und eine Hälfte weibliche Zellen besitzt.

Die Raupen sind grün mit einer blassen grünen Musterung sowie mit Borsten besetzt und bis zu 13 Millimeter lang. Die Form ist gedrungen, zum Hinterende hin verschmälert sie sich.

Er besiedelt ganz Europa und steigt in den Alpen bis zu einer Höhe von 2000 Metern auf. Der Lebensraum umfasst offene Bereiche, die feucht bis trocken sein können. Dazu gehören unter anderem blütenreiche, nicht überdüngte Glatthaferwiesen an Böschungen, Dämmen und in der Feldflur. Auch Feuchtstandorte wie Kohldistel- und Flachmoorwiesen werden bevölkert. Der Falter fliegt von Ende April bis Oktober. Unter mitteleuropäischen Klimabedingungen bilden sich zwei, seltener auch drei Generationen aus.

Adulte Falter suchen eine Reihe von Pflanzenarten zum Trinken von Nektar auf. Sie lassen sich unter anderem an Disteln (Cirsium und Carduus), Gewöhnlichem Dost (Origanum vulgare), Arznei-Thymian (Thymus pulegioides), Wiesen-Flockenblumen (Centaurea jacea) und Purpur-Fetthennen (Hylotelephium telephium agg.) beobachten.

Die Eiablage erfolgt an verschiedenen Klee- und Luzernearten. Bevorzugt an kleinwüchsigen, licht stehenden oder frisch gemähten Pflanzen. Die Eier werden auf der Oberseite von Blättern abgelegt, aber ebenso in die Blüte. Bei der Nahrungssuche besuchen die Falter mit Vorliebe verschiedene Kleearten. Die Überwinterung erfolgt im Raupenstadium.

Zu den Raupenfutterpflanzen zählen:

  • Sichelklee (Medicago falcata)
  • Hopfenklee (Medicago lupulina)
  • Luzerne (Medicago sativa)
  • Faden-Klee (Trifolium dubium)
  • Hasen-Klee (Trifolium arvense)
  • Weiß-Klee (Trifolium repens)
  • Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus uliginosus)
  • Hufeisenklee (Hippocrepis comosa)
  • Bunte Kronwicke (Securigera varia)
  • Dornige Hauhechel (Ononis spinosa)
  • Kriechende Hauhechel (Ononis repens)

Die Raupen treten von Juli bis August in Erscheinung.

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