Gewöhnlicher Wasserdost – Eupatorium cannabinum
Gewöhnliche Wasserdost

Gewöhnlicher Wasserdost – Eupatorium cannabinum

Gewöhnlicher Wasserdost

Der Wasserdost liebt feuchte Böden, man findet ihn an Uferbereichen von Gewässern und Feuchtwiesen. Die Pflanze kann 50 cm aber auch 1,75 cm Höhe erreichen. Der aufrechte, unverzweigte und reich beblätterte Stängel ist oft rötlich überlaufen. Seine gegenständig angeordneten Laubblätter sind handförmig fiederteilig mit drei bis sieben Fiedern, selten aber auch ungeteilt. Die Blattränder sind lappig gezähnt.

Die Blütezeit kann von Juli bis Oktober reichen und ist für späte Bienen noch eine gute Nahrungsquelle.

Die Pflanze wird reichlich von Insekten besucht, dient insbesondere dem Russischen Bären (Euplagia quadripunctaria) im Spätsommer als Nektartankstelle, auch Schwebfliegen, Tagfalter wie beispielweise der Admiral (Vanessa atalanta), der C-Falter (Polygonia c-album), der Distelfalter (Vanessa cardui), das Landkärtchen (Araschnia levana f. prorsa) und das Große Ochsenauge (Maniola jurtina), Hummeln, Grab- und Faltenwespen sind dort zu entdecken. Man kann auch Hornissen dort belauern, wie sie Jagd auf andere Insekten machen.

Paul Westrich konnte am Wasserdost die Sandbiene Andrena flavipes beobachten, wie sie dort den weißen Pollen einsammelte.

Der Wasserdost hat eine hohe immunstärkende Wirkung. Besonders hilfreich ist er bei Grippe, Erkältung und Fieber, hierfür eignet sich am besten eine Tinktur oder Tee.

Zubereitung einer Tinktur bei Grippe und Erkältungsanzeichen wie Husten und Schnupfen:

Man benötigt:

  • eine Handvoll getrocknetes Wasserdostkraut
  • Ansatzalkohol mit mind. 40 % Alkohol
  • ein Glas zum Ansetzen
  • Tinkturfläschchen

Am besten verwendet man Pflanzen aus dem eigenen Garten oder von Standorten, wo keine verunreinigten Gewässer sind.

Herstellung:

  1. Das Kraut in das Glas legen und vollständig mit Alkohol auffüllen.
  2. Drei bis vier Wochen an einem dunklen, kühlen Ort ziehen lassen. Dabei gelegentlich sanft schütteln, damit sich die Wirkstoffe besser lösen.
  3. Abseihen und in Flaschen füllen. Im Dunklen und kühl aufbewahren.

Es wird empfohlen, zwei bis dreimal täglich 10 bis 50 Tropfen einzunehmen, um dein Immunsystem zu stärken. Die Tinktur ist mindestens ein Jahr lang haltbar.

Tee

Für die Teeherstellung wird Wasserdost als Kaltauszug angesetzt.

So gehst du vor:

  1. Ein bis zwei Teelöffel getrocknetes Wasserdostkraut mit 250 ml kaltem Wasser übergießen.
  2. Etwa zwölf Stunden ziehen lassen.
  3. Abseihen und optional etwas erwärmen und trinken.

Den Tee am besten bei den kleinsten Anzeichen einer Erkältung trinken.

Ersetzt nicht den Besuch beim Arzt!

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