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Gemeines Widertonmoos (Polytrichum commune)

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  • Beitrag veröffentlicht:1. März 2022
  • Beitrags-Kategorie:Moose

Gemeines Widertonmoos (Polytrichum commune)

Der Name Widerton leitet sich von ”Wider-das-antun” her. Das Widertonmoos wurde im Mittelalter in der Zauberei gerne als Gegenzauberkraft gegen den Bannzauber genutzt..

Das gemeine Widertonmoos gehört zur Familie der Polytrichaceae (Widerton- oder Frauenhaarmoose).

Die Familie umfasst 18 Gattungen mit ca. 220 Arten und ist meistens auf der Nordhalbkugel verbreitet

Aussehen:

Die Stämmchen dieser dunkelgrünen Moosart können Längen von bis zu 80 cm erreichen, bleiben aber meist kleiner. Die aufrechten Stämmchen sind locker bis dicht beblättert. Die Blätter sind schmal lanzettlich und 8-15 mm lang.

Der rote Stiel der Sporenkapsel ist 5-10 cm lang und die Sporenkapsel ist erst grün, dann braun mit lila Tönung gefärbt.

Ökologie:

.Das gemeine Widertonmoos ist säureliebend, kalkmeidend und besiedelt mineralreiche feuchte bis nasse Standorte. In Nadelwäldern kann es große Bestände bilden und ist oft mit Wald-Torfmoosen vergesellschaftet. Es kann mit anderen Arten der Gattung Polytrichum verwechselt werden, die aber andere Standorte bevorzugen.

Verbreitung:

Das Moos ist in ganz Europa verbreitet mit Ausnahme von Kalkgebieten. Am häufigsten kommt es in Gebieten mit erhöhten Niederschlagswerten vor.


Weiterführende Links

Zur Forendiskussion: Der Moosgarten
Zur Übersicht: Der Moosgarten oder die Moose in unseren Gärten

 

Michael

Hobby-Botaniker, als ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der Floristischen Kartierung Deutschlands.
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