Gelbbindige Furchenbiene – Halictus scabiosae
Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae)

Gelbbindige Furchenbiene – Halictus scabiosae

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  • Beitrag veröffentlicht:11. Juni 2021
  • Beitrags-Kategorie:Tiere
Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae) Männchen

 

Die Wildbiene des Jahres 2018.

Die Bienen haben ungefähr die Größe von Honigbienen. Sie sind anhand der Bandmusterung auf den Tergiten ihres Hinterleibs relativ leicht bestimmbar. Die Männchen sind schlanker als die Weibchen. Die schwarzen Bänder an den Tergiten 2 bis 4 der Weibchen sind jeweils an der Vorderseite von einem hellbraunen Band und an der Hinterseite von einem gelben Band gesäumt. Die Männchen besitzen auf den Tergiten 2 bis 6 jeweils ein weißliches Band auf der Hinterseite der schwarzen Bänder.
Die Art ist in den südlichen und mittleren Teilen Europas verbreitet.

Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae) Weibchen

Die Bienen legen ihre Höhlennester häufig als eine Aggregation an. Die Nester werden sowohl auf ebenen Flächen als auch an senkrechten Hängen gebaut. Das Erdreich besteht gewöhnlich aus Sand oder weichem Gestein. Die überwinternden Weibchen erscheinen im April, die Imagines (sowohl Männchen als auch Weibchen) der neuen Generation im Juli. Die Brutvorsorge funktioniert grundlegend anders als bei den typischen anderen Solitärbienen. Während dort jedes Weibchen jeweils allein ein Nest versorgt, praktizieren Gelbbindige Furchenbienen eine sozialere Lebensweise mit kurzweiliger Teamarbeit.

Mehrere begattete Weibchen überwintern in ihrem Geburtsnest und bilden im Mai Weibchen-Gemeinschaften. Das größte Tier übernimmt die Funktion der Königin, bleibt im Erdnest und legt als einziges Weibchen Eier. Die übrigen Weibchen sammeln Pollen und Nektar als Vorräte für die Brutzellen. In jeder Zelle legt die Königin ein Ei ab. Sie bewacht auch das Nest unter Tage, während die restlichen Bienen der Gemeinschaft als Arbeiterinnen Nahrung sammeln. Vor dem Schlupf “ihrer” Arbeiterinnen vertreibt die Königin die Hilfsweibchen, die nun eigene Nester gründen, indem sie selbst Gänge graben oder die Nester anderer Arten nutzen; dabei können sie schon verproviantierte Zellen übernehmen und die Nesteigentümerin sogar töten.

Die Bienen besuchen Korbblütler (Asteraceae), insbesondere Disteln, Flockenblumen und Ferkelkräuter.

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