Garten primulae

Im August 2017 übernahm ich einen Schrebergarten, der gut 40 Jahre als “sehr gepflegt” galt. Viel Rasenfläche mit Rabatten drumherum, Azaleen und Rhododendren, Hibiskus und Flieder. Allerdings war der gesamte Garten durch Wiesenmargeriten “verseucht”. Letzteres fand ich herrlich!

Inzwischen ist nur noch ein kleines Stück Wiese unterm Apfelbaum übrig geblieben, in der sich die Margeriten auch noch mehr vermehren dürfen. Rhododendron und Azaleen mussten weichen, leider auch ein schöner, großer Feuerdorn, sie standen entweder sehr ungünstig, bzw. mag ich sie einfach nicht. Da ich auch keinen Torf in meinem Garten benütze, hätten die säureliebenden Pflanzen sowieso keine Zukunft gehabt.

Neben der Anlage eines kleinen Teiches (3,5*2 Meter) habe ich überall entweder verschiedenes Saatgut von Wildpflanzen zwischen die bestehenden Stauden ausgesät, als auch den natürlichen Aufwuchs einfach mal wachsen lassen. So haben sich inzwischen schon Färberkamille, Drachenkopf, Wilde Möhre, Wasserdost und noch viele andere Wildpflanzen etabliert.

Neben den drei kleinen Ertragszonen sind aus den ehemaligen Rabatten eine fast durchgehende Pufferzone rund um den Garten entstanden mit Reisig- und Steinhaufen und einem kleinen Sandarium. Als Hotspotzone kann man bisher nur ein kleines Stück Wiese bezeichnen, bei dem ich die Grasnarbe entfernt hatte und einige Eimer Sand in den Boden eingearbeitet hatte. Dort hat sich auch wilde Karde und Färberkamille eingefunden. Im kommenden Herbst ist geplant, das ziemlich verwilderte ehemalige Staudenbeet zum größten Teil zu räumen und den Boden teilweise mit Sand und Schotter abzumagern.

Alles organische Material, das im Garten anfällt, bleibt auch da. Entweder als Mulch oder Flächenkompost in der Ertragszone , auf den Komposthaufen, als Hächsel auf den Wegen oder den Reisighaufen. Leider reicht das, was der Garten hervorbringt, nicht aus. Dafür ist er einfach zu klein. So hole ich mir zwei Mal im Jahr das restliche Heu, dass der Bauer beim Wiesenschnitt auf einer benachbarten Wiese liegen lässt als Mulchmaterial. Auch Pferdemist für die Ertragszone besorge ich mir von außerhalb. Wasser wird in Fässern aufgefangen, musste in den heißen Sommern aber doch immer mal wieder mit Leitungswasser ergänzt werden.

  • Garten der Margeriten
  • Christine Aron
  • 42105
  • Wuppertal
  • Deutschland
  • 300

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen
Zur Werkzeugleiste springen