Garten des Wintergoldhähnchens

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  • Beitrag veröffentlicht:15. Dezember 2021
  • Beitrags-Kategorie:gartenweg

Unser großer Garten auf einer ehemaligen Bauerstelle wird von einer üppigen Baum- und Heckeneinzäunung geschützt. Hier wachsen neben 20 alten Apfelbäumen auch Birnen, Pflaumen, Quitten und Kirschen. Es gibt einen verlandeten großen Weiher, der von Kopfweiden umringt ist und in dessen Mitte sich eine Brennnesselwiese ausgebreitet hat. Im Garten stehen große Eschen, Eichen, Saalweiden, Ross- und Edelkastanien sowie eine Reihe verschiedener Nadelbäume wie Douglasie, Kiefer, Fichte. Unter den einheimischen Sträuchern befinden sich Haselnuss, Pfaffenhütchen, Schneebeere, Wildrosen, Wildkirsche, Kornelkirsche, Felsenbirne, Sanddorn und Brombeeren. Mehrere kleine Wiesen sind leider fast gänzlich vom Land-Reitgras okkupiert. Es finden sich aber auch Bereiche mit Rosenmalven, kleinen schwarzen Königskerzen, weißen Lichtnelken, Klatschmohn, Kartäusernelke und im Frühjahr mit wunderschönen, nickenden Milchsternen. Natürlich gibt es auch Bärlauch, Gundermann, Scharbockskraut, Schöllkraut, Ackerwinde, Schafgabe, Rainfarn, Diesteln und sehr viel Efeu. Neben mehreren toten Bäumen, die teilweise von Kletterrosen erobert werden dürfen, haben wir Benjeshecken, Totholzhaufen, eine Steinpyramide und Feldsteinmauern. Zahlreiche Insekten und Vögel lassen sich blicken, genau wie Blindschleichen, Igel und Fledermäuse. Besonders glücklich sind wir über die Sichtung von Heidelibellen, Wintergoldhähnchen und Waldohreulen. Ich hatte gar nicht gewusst, dass es diese kleinen Vögel gibt, bevor wir vor ein paar Jahren diesen Garten übernahmen. Spatzen, Kohl- und Blaumeisen, Amseln, Buch- und Grünfinken, Rotkelchen oder Stieglitze sehen wir dagegen täglich.

Auf einer der ehemaligen Wiese haben wir wieder einen Gemüsegarten mit mehreren Hügelbeeten errichtet. Er wird nach Permakulturkriterien bewirtschaftet. Die alte Steuobstwiese ergänzten wir mit jungen Birn-, Kirsch-, Quitten- und Pfirsichbäumen. Das Mähen mit der Sense und das Abtragen des Schnittgutes von den immer noch recht großen Wiesenflächen ist eine der intensivsten Arbeiten, die wir nie zur Gänze erledigt bekommen. So bleiben aber genug Stängeln zum Überwintern zahlreicher Insekten.

Aus einem vorhandenen Feldsteinhaufen haben wir einen Steingarten erstellt. Ein paar Staudenbeete mit Dahlien, Rudbeckien, Pfingstrosen, Fingerhut, Glockenblumen, Lilien, Mohn, Salbei und ein Rasenlabyrinth erfreuen seit kurzem das Gärtnerherz.

In den kommenden Jahren möchten wir gern den Gemüsegarten weiter ausbauen und Feuchtbiotope installieren.

  • der Garten beherbergt Wintergoldhähnchen
  • Barbara Schirpke
  • 23992
  • Lüdersdorf
  • Deutschland
  • 10.000
  • https://www.araart.de
  • 0171 2763849

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