Garten auf dem Weg zum Hortus paululus

Wir stecken gerade mitten in der Umgestaltung zu einem Hortus und es liegt viel Arbeit vor uns. Unser Garten ist mit 110 qm Grünfläche sehr klein, aber in der Stadt einen Garten zu haben ist ein echtes Geschenk. Wir wollen den Platz so gut es geht nutzen, denn auch ein winziger zukünftiger Hortus ist ein Beitrag zum großen Ganzen.

Wenngleich es noch viel zu tun gibt: Die Vorfreude auf das, was kommt, ist riesig. Und schließlich ist der Weg schon das halbe Ziel. Wenn man von vorne beginnt, ist der Beginn (Altes muss weichen) schon ein großer Schritt und eine richtungsweisende Entscheidung.

Die bestehende Bepflanzung wird gerade großflächig entfernt: raus mit den verbliebenen Hortensien, Sonnenhüten, Zuchtmargeriten, Edelrosen und Co.

Die Rosenstöcke wurden bereits durch Obstgehölze ersetzt.

Das Terrassenbeet wird zum Hotspot-Beet umgestaltet. Da es über beste Drainage verfügt, wird es wohl am schnellsten umzugestalten sein. Die Schotter- und Sandlieferung ist geordert.

Im September rückt der Minibagger an für die erforderlichen Aushubarbeiten zum Magerbinnenbeet. Die geplante Trockenmauer aus heimischem Gneis als Beeteinfassung soll bis Mitte September fertig sein. Wir waren bei der Gneisbestellung sehr großzügig, damit auch noch eine Steinpyramide rausspringt.

Die bereits existierende Naschinsel (Johannisbeersträucher, Apfelbaum) erhält gerade eine neue Unterpflanzung. Der Phlox muss weichen, neue Beerensträucher sollen folgen.

Die Pufferzone sieht momentan ein wenig ausgedünnt aus, denn die neuen Wildgehölze müssen erst wachsen. Bei den Kornelkirschen sind wir optimistisch, dass es nicht zuuuu lange dauert. Die Schlehen sind noch sehr klein, ebenso die Weide und der Hartriegel.

Das im Garten befindliche Totholz ist schon sehr stark zersetzt. Ein Balkenschröter macht es sich dort u. a. gemütlich. Weiteres Totholz wird folgen, auch für die Problembereiche unter unserem sehr großen und sehr alten Nußbaum. Aus einem hohlen Baumstamm entsteht gerade eine Igelunterkunft, die dort wettergeschützt ein gutes Plätzchen finden wird.

Das neue Wildbienenhaus nach Westrich´scher Anleitung wird bereits gut angenommen. Die Löcherbienen sind besonders fleißig am Werk. Das Artenspektrum hat sich mit der Anpflanzung heimischer Wildstauden enorm erweitert. Wir liegen gerne mit dem Makro auf der Lauer.

Der Vorgarten wird in wenigen Wochen teilentsiegelt, das Vorbeet vergrößert und abgemagert. Die Lavendelmonotonie soll einem Hotspot-Beet weichen. Das Betonpflaster wird durch gebrauchte Granitborde mit großen Pflasterfugen und erwünschtem Bewuchs ersetzt.

Ja, es ist noch alles im Fluss, aber wir sind optimistisch, dass bis zum Einsetzen des Frostes ein großer Schritt Richtung Hortus getan sein wird.

  • Winziger Garten
  • Susanne Maier
  • 85716
  • Unterschleißheim
  • Deutschland
  • 110

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