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"Schädlinge" an Schlehe, Weißdorn und Waldrebe

Letzten Herbst haben wir u.a. die beiden zuerst genannten Sträucher gepflanzt. Jetzt im Frühling kam die Waldrebe dazu. Dass das Pfaffenhütchen mit Gespinsten überzogen sein kann, sich dann aber selbst regeneriert, wussten wir und haben dies mit einkalkuliert. Nun haben wir aber das gleiche Phänomen an der Schlehe. Treibt die später noch mal neu aus oder war's das dann mit Blättern dieses Jahr? Es ist halt noch ein junger Strauch, der erst einmal anwachsen muss, so dass ich mir schon Sorgen machen, dass ihm die Kraft für die Regeneration fehlt.

Die Blätter der Waldrebe sind teilweise mit Gängen durchzogen. Laut Internet könnten das Miniermotten oder -fliegen sein. Muss ich da was tun? Oder gibt sich das irgendwann von selbst?

Gruselig sieht der Weißdorn aus. Die Blätter sind verdammt klein, irgendwie nicht richtig entwickelt, nicht so saftig grün, wie ich sie kenne und mit irgendwelchen kleinen braunen Käfern oder so besetzt. Also klein heißt um 1 mm Größe. Foto ist schwierig zu machen, ich könnte es aber versuchen. Was ist das, was kann ich tun, um den Strauch zu retten?

Ich würde ein paar Jauchen ansetzen zur Stärkung deiner jungen Sträucher und sie damit regelmäßig übergießen.

Wenn es bei euch auch so trocken ist, dann gieße sie jetzt gut, damit sie neben dem Befall nicht auch noch mit Durst zu kämpfen haben. Denn die Jauchen brauchen ein paar Tage bis sie reif sind.

In der Regel regulieren sich solche Schädlingsbefälle mit der Zeit von alleine. Es kommt immer ein Gegenspieler, wenn der Garten mehr und mehr ins Gleichgewicht kommt.

Deine Sträucher werden sich davon erholen und wieder austreiben, die sind stärker als du denkst. Wenn alle Blätter abgefressen sind, gibt's für die Schädlinge auch kein Futter mehr und der Bestand reduziert sich.

Du kannst eine Jauche aus Brennesseln, Ackerschachtelhalm und Beinwell zur Stärkung einfach mit Regenwasser aufsetzen.

Zur Schnellhilfe kannst du sie auch püriert als Brei um die Sträucher geben und dann direkt drübergießen.

Rezepte findest du hier in diesem Thread:

Primulaveris, Gsaelzbaer und Bounty haben auf diesen Beitrag reagiert.
PrimulaverisGsaelzbaerBounty
" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Man kann Sträucher und Bäume auch schützen, in dem man in ihrer Nähe Meerrettich oder Beinwell anbaut, jedenfalls hat dies eine positive Wirkung auf die Pflanzengesundheit.

Simbienchen und Bounty haben auf diesen Beitrag reagiert.
SimbienchenBounty

Danke euch für die Antworten! Jauche hatten wir letzte Woche erst reichlich verteilt. Allerdings nicht über die Pflanzen, sondern verdünnt gegossen. Klingt ungLaublich, aber ich kenne hier in der Gegend weder Stellen mit Ackerschachtelhalm noch mit Beinwell. Lediglich Brennnesseln könnte ich noch einmal pur ansetzen. Oder halt mit anderen Kräutern gemischt. Regen ist hier schon immer Mangelware (Berlin-Brandenburg sind die trockensten Gebiete in Deutschland), die letzten Jahre habe es noch verschlimmert. Insofern bin ich schon seit Wochen am regelmäßigen Gießen.

Wir haben mehr oder weniger eine Schlehenhecke, die vom Vorbesitzer stammt. Die Pflanzen werden bis jetzt nicht von Insekten angeknabbert, aber freiwillig würde ich mir keine Schlehen in den Garten pflanzen. In zwei bis drei Meter Entfernung von der Hecke treiben Ausläufer aus, das ist eine echte Plage im Garten.

Simbienchen und tree12 haben auf diesen Beitrag reagiert.
Simbienchentree12
Jedes Mal, wenn ich aus meiner Haustür gehe, grüßen mich meine Moose und lösen ein Lächeln in meinem Herzen aus.
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