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Krähen und Eichhörnchen

Heutige Hunderunde

Sehe wie ein Krähenpärchen ein, noch junges, Eichhörnchen jagt. Baum rauf - Baum hoch, hin und her. Die Vögel ließen sich durch Zurufe nicht ablenken. Ist das normales Verhalten?

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Hallo,

gestern habe ich mich mit jemandem unterhalten, und sie erzählte praktisch die gleiche Geschichte – ihre Erklärung war, daß die Krähen vermutlich hungrig sind, weil kaum Menschen (Touristen, Einkaufsgänger) in der Stadt sind, die Essen fallen lassen etc.
Ich weiß natürlich nicht, wo Deine Hunderunde langführt. Eventuell vergleichbar: ich habe im Frühjahr 2020 von marodierenden Affenhorden in den Straßen Südostasiens gelesen, die hungrig waren, weil plötzlich keine Touristen mehr da waren, die ihnen Essen geben.

»Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.« – Karl Foerster

Da könnte es einige Gründe geben: Die Krähen wollen ihr Nest gegen Eichhörnchen verteidigen. Oder sie machen sich einfach einen Spaß draus - so wie sie aus Spaß auch Schneehänge wieder und wieder herunterrutschen. Oder sie haben tatsächlich erkannt, daß es ein junges und unerfahrenes Hörnchen ist und erhoffen sich Beute.

Hier im Garten konnte ich beobachten, wie einer der Kirschbaum-Stare auf ein Hörnchen losging, das arglos den Kirschbaum hochsauste und dabei dem Nistkasten sehr nahe kam.

Das sehr scheue Krähenpaar, das immer im Frühjahr in den Garten kommt, ist jetzt häufiger da als die letzten Jahre. Sie gehen vermehrt an die Futterstellen, ans Erdnußbutterglas und schlüpfen sogar ins Futterhaus. Und sie baden sehr ausgiebig im Teich.

Ich könnte mir vorstellen, daß auch durch die vermehrte Bautätigkeit Brachflächen wegfallen, Lebensräume zerstört werden, Vögel vertrieben werden und sie Zuflucht suchen an Orten, wo sie willkommen sind und Futter und Wasser finden. Bei uns im Ort wird gebaut wie blöd und zwar so, daß das Baufeld aufs äußerste ausgereizt wird. Es gibt keinen Platz mehr für Bäume und Gärten. Und wenn tatsächlich was angepflanzt wird, ist es Kirschlorbeer und Rollrasen.

Meine Hunderunde geht meist durch ein, seit den 60ziger Jahren des letzten Jahrhunderts gewachsenes Wohnviertel. Mit hohen Bäumen und einer, man glaubt es kaum, zu 95% heimischer Bepflanzung. Schade nur, das die Erben, der Erbauer nun einige Gärten auf Hochglanz Baumarkt Werbung trimmen..

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.
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