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Kompost

Hallo zusammen

da zu einem Hortus auch die Ertragszone gehört, diese bei mir aber nur aus Tomaten im Hochbeet auf dem Balkon (mein 1. Versuch) und wenigen Kräutern (Rosmarien, Oregano, Thymian, kümmerndes Basilikum) besteht, muss ich mich auch dem Thema Kompostierung widmen.

Da unser Garten recht klein ist, wollte ich versuchen ohne Komposter auszukommen und den Versuch der Flächenkompostierung starten. Das würde bestimmt auch meine Igel im Garten freuen, wenn sie die nächtlichen Insekten sozusagen, bei deren Verarbeitung der Obst- und Gemüseabfälle , nur noch einsammeln müssen. An irgendwelchen Stellen hier im Forum habe ich schon etwas über Kompostierung gelesen und dass es sehr unterschiedlich gehandhabt wird.

Ich wollte jetzt damit starten, meine Zierjohannisbeere und meine Tomaten zu düngen.  Da beide im Kübel, bzw. Hochbeet stehen, wollte ich jetzt kleingehäckselte Obst-Gemüse-Abfälle (im Thermomixzerkleinert) etwas in die oberste Erdschicht einarbeiten und aus dem Beet noch ein paar meiner zahlreichen Regenwürmer dazusetzten. An die Tomatn würde ich noch getrocknete und zerbröselte Eierschalen geben, sofern sie es vertrage. Die Johannisbeere mag ja wohl keinen Kalk. Meint ihr ich kann das so machen?

 

 

 

Hallo Dorothee,

ich zermixe meine Gemüseabfälle auch zwischendurch im Thermomix und gebe sogar Kaffeesatz und zermörserte Eierschalen dazu. Diesen Mix harke ich auch in meine Gemüsebeete und bisher hat es den Pflanzen gut gemundet ;-)

Gehäkselte Küchen- und Obstabfälle immer in die Erde untermischen oder vermischen mit braunen Materialien ( trockene Blätter, Stroh, Sägemehl, trockene Ernterückstände etc) , wenn sie als Mulch benutzt werden. Ansonsten werden sie bei Verdichtung sauer.

Eierschalen gebe ich immer nur in Verbindung mit Grünzeug, niemals allein.

Dadurch dass das alles kleingehäkselt ist (das macht der Thermomix ganz super ), wird es ganz schnell im Boden verarbeitet.

Je besser die Zutaten durchmischt sind, desto schneller geht der Prozess. Je kleiner die Materialien, desto schneller die Kompostierung. Angießen nicht vergessen, das beschleunigt die Verrottung, da viele Microorganismen Feuchtigkeit für ihre Arbeit benötigen...

Die Regenwürmer freuen sich darüber...

Es empfiehlt sich immer zu recherchieren, welche Pflanzen Kalk mögen. Die Eierschalen geben aber geringe Dosen über einen längeren Zeitraum ab, der Kalk muss sich erst aus den Schalen lösen.

Du kannst es an einer Tomate erstmal ausprobieren, ob ihr die Eierschalen gefallen. Es hängt ja immer von den Nährstoffen in der Erde oder im Boden ab und wieviel Kalk schon enthalten ist.

Flächenkompostierung eignet sich besonders gut , Regenwürmer anzulocken und ihre Vermehrung anzuregen...

 

 

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

@simbienchen

Danke für deine Antwort. Ich habe die zerkleinerten Schalen mit Gartenerde oberflächlich vermengt, sodass alles bedeckt ist, habe Sorge, dass sonst evtl. Ratten angezogen werden. Grünzeug aus dem Garten fällt bei mir im Moment noch nicht an, werde evtl. nächstes Wochenende den Rasen mähen. Ich hoffe, die Gänseblümchen kommen dann noch mal wieder.

Du hattest irgendwo mal erwähnt, "Kompostierung" als eigenständige Rubrik aufzunehmen. Das fände ich gut, gerade für Anfänger ist es dann leichter das für sich das Passende schnell zu finden.

Liebe Grüße und einen schönen Abend

Doro

 

15 Tips rund um den Kompost

https://altes-gartenwissen.de/kompost-in-der-kuche-sammeln-ohne-ekelfaktor-1

Guten Morgen,

Man kann es häxeln, aber muss nicht. In der Natur häxelt auch niemand, die Bodenlebewesen bekommen das gut selbst hin. Wenn es sehr fein ist, hat man den Vorteil der bedeckten Fläche nicht. bedeckte Fläche hält Feuchtigkeit gut, ich gieße nur ganz wenig. Ich  mache größtenteils Flächenkompost, teilweise Mulchwurst. Was halt gerade da ist.

Auf den Flächenkompost kommen: Küchenabfälle, Eierschalen ganz (fein zerbröselt nur, wenn ich sehe, dass eine Pflanze zu Blütenendfäule neigt) Nuss-Schalen, Laub, im Frühjahr die Abgeschnittenen Stauden (ich nehm immer einen Büschel und zerschneide sie mit einer guten Gartenschere in ca. 10cm lange Stücke) Rasenschnitt immer wieder dünn drüberstreuen, Sägespäne wenn wir Brennholz gemacht haben, ganz dünn und wenig Asche, Moos aus dem Vertikutierer, Holzhäcksel, ...

Zwei klassische Komposter hab ich auch. einmal so ein schwarzes Plastikding, der erste, da wusste ich es noch nicht besser. Der Vorteil: sieht ordentlicher aus und die Klappe unten zum Entnehmen ist auch nicht schlecht, wenn man bloß ein bissel was braucht. und der zweite ist ein Metallgitterkompost. In die beiden kommt rein, wenn Flächenkompost gerade keinen Nachschub braucht oder was mir nicht so geeignet für die Fläche erscheint: Maiskolben, Rindenstücke, alles was böse piekst.

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