Forum

Du musst dich anmelden um Beiträge und Themen zu erstellen.

Ideen für Problemzone

Hallo,

ich suche nach Ideen für einen Teil unseres Gartens, den wir gerne als Hotspotzone hätten. Er liegt unter einer alten Esche und bekommt ca den halbe Tag voll Sonne und die andere Hälfte des Tages Flugschatten ab. Das reicht auch für sonnenliebende Pflanzen, das haben wir schon getestet. Das Problem ist der riesige Efeu, der an der Esche empor wächst. Zum einen hat er ein dichtes Wurzelwerk ausgebildet, dass es anderen Pflanzen erschwert dort Fuß zu fassen. Zum anderen wirft er im späten Frühjahr einen Haufen Blätter ab. Alles was dann nicht schon eine gewisse Wuchshöhe erreicht hat wird vom Laub erstickt. Von selbst ist dort über Jahre nichts gewachsen, es waren nur nackte Erde und eben die Wurzeln zu sehen. Im Frühjahr habe ich dann eine dünne Schicht Erde aufgebracht. Daraufhin haben sich ein paar Essigbäumchen und die Melde vorgewagt Von anderen Pionierpflanzen, die sich in nächster Nähe angesiedelt haben, wie zum Beispiel der Vogelmiere, ist trotzdem nichts zu sehen. Ich hatte versucht mit einer Samenmischung dort ein wenig Farbe hin zu bekommen. Das hat nicht gut geklappt, weil die Erde weggespült wurde (es handelt sich auch noch um einen kleinen Hügel), so dass die Samen zwar gut aufgegangen sind, aber da alle in die gleiche kleine Mulde gespült wurden, mussten sich die Blümchen ganz schön drängeln. Auf dem Hügelchen selbst ist fast nichts aufgegangen und wenn doch, ist es den Efeublättern zum Opfer gefallen. Ich suche also nach Stauden, die mit viel Wurzeldruck zurecht kommt und im Frühjahr recht schnell groß werden und standhaft sind. Hat da zu jemand Ideen? Sollte alles nichts werden, kommt dort ein Naturmodul hin, da wir aber wenig Platz für eine Hotspotzone, aber viele andere Plätze für die Naturmodule haben, wäre mir diese Lösung nicht wirklich lieb.

 

Vielen Dank schon jetzt an alle, die sich mit mir den Kopf zerbrechen.

Hier mal ein Bild der Stelle.

Hochgeladene Dateien:
  • Du musst dich anmelden um auf Uploads zugreifen zu können.

Ich hab auch so Problemzonen und für mich ist die einfachste Lösung in die Höhe zu bauen. Ich verwende inzwischen nur noch unkrautfreises Substrat z.B. Rohsand und mische, wenn ich Nährstoffe brauche, unkrautfreien Kompost unter. Davon hab im mir mal einen Big Bag geleistet und der ist nach zwei Jahren immer noch nicht alle. Das ist zwar nicht im Sinne des Kreisellaufs, aber bei Neuanlage finde ich es vertretbar, da man so den gewünschten Pflanzen einen Vorsprung vor den Beikräutern gibt.

 

 

Hochgeladene Dateien:
  • Du musst dich anmelden um auf Uploads zugreifen zu können.

Hallo Sarah,

für deine Fragen gucke ich immer zuerst in der Natur nach, was da so wächst unter großen Bäumen, bewuchert von Efeu. Ich würde zuerst den Boden aufbereiten, wie Katharina schon schreibt, erst einen Nährboden schaffen, das Efeu eindämmen und dann Pflanzen aussuchen, die sich unter dem Baum wohl fühlen. Ein paar Steine auslegen. Dazu kannst du bei Gaissmayer mal gucken oder bei der Gärtnerei Strickler, die haben für solche schwierigen Themen immer Lösungen. Mach ich nicht anders, man muss sich vorab gut informieren, denn Pflanzen sind Lebewesen und wo sie nicht hinpassen gedeihen sie auch nicht.

Wenn es einheimisch sein soll, Storchschnabel wächst gerne auch im lichten Schatten unter Bäumen, braucht aber auch eine gewisse Feuchtigkeit von oben. Wenn du Farbe haben möchtest, Spornblumen, die wachsen z.B. in meiner Mauer, wo wirklich nicht viel Erde ist in den Ritzen hervor. Fetthennen mögen es trocken. Sedum ebenfalls, ist auch immergrün. Farn ist auch schön.

Gräser sehen auch lebendig aus, in unseren Wäldern wächst ein Gras, das hellgrün austreibt, ca. 20 cm hoch ist und schöne Rispen hat. (mir fällt immer der Name nicht ein).

Meine Lieblingspflanze für den lichten Schatten (mag es aber gerne feuchter) ist das Pfennigkraut, es blüht gelb und hat einen enormen Zierwert. Und im dichten Laub tummeln sich allerlei Getier, von Spinnen, Asseln bis Schnecken mit Haus, auch ne Maus hat darunter ihr Loch.

Bilder: (stehen alle auf dem Kopf leider) 1. Spornblume in der Mauer, Bild 2: Sedum (Spalt-Fettblatt), Bild 3: Storchschnabel, Bild 4: Pfennigkraut

Hochgeladene Dateien:
  • Du musst dich anmelden um auf Uploads zugreifen zu können.

hier die Spornblume.

 

Das Hexenkraut wächst übrigens auch unter Bäumen. Hat klitzekleine rosa Blütchen.

Und Akeleien wären auch schön unterm Baum.

Hochgeladene Dateien:
  • Du musst dich anmelden um auf Uploads zugreifen zu können.

Vielleicht nicht pflanzen, sondern stapeln?
Holz, Steine, allerlei halt.
Da freuen sich dann vielleicht wärmeliebende Tiere an dem Ort und finden im Efeu Verstecke.

Jeder kann etwas tun!

Vielleicht auch so ? Mit Steinen die Stelle befüllen und eine bepflanzte Schale oder eine Wasserstelle darauf platzieren ?

Hochgeladene Dateien:
  • Du musst dich anmelden um auf Uploads zugreifen zu können.
" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Danke für die Ideen! Wir haben nun eine Beetumrandung aus alten Holzlatten gebaut und mit magerer Erde befüllt und schon ein paar Pflanzen eingesetzt, damit die Stelle nicht so nackt aussieht, bis wir einsäen können. Es ist richtig hübsch rustikal geworden. Bei Gelegenheit mache ich ein Foto.

Bei mir im Halbschatten unter Bäumen mit starker Wurzelkonkurrenz habe ich Trichterfarn, Waldmeister und Waldgeißbart ausprobiert. Trichterfarn muss gegossen werden, der Waldmeister verwelkt im Sommer wegen Trockenheit und ist aber im Herbst und Frühjahr super und schluckt viel Laub. Der Waldgeißbart hat sich in der Situation aber am besten bewährt und blüht ganz nett für Auge und Getier.

Kommentare sind geschlossen.