Forum

Du musst dich anmelden um Beiträge und Themen zu erstellen.

Hortus Suevia

Hallo beisammen,

So langsam wird es Zeit, meinen Hortus auch hier im neuen Forum vorzustellen. Hortus Suevia bedeutet einfach "Ein Garten in Schwaben". Mit diesem Titel habe ich mich bisher in ein paar Foren vorgestellt und ich hab das einfach dann als Hortus-Namen übernommen.

Mein Garten ist das Grundstück meines Elternhauses, ein altes Bahnwärterhaus, noch mit einer Hütte, einer Garage und einem alten Bienenhaus drauf, dessen  Gesamtfläche so etwa 12 bis 14 Ar sind. Genaue Angaben konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen, auch nicht von meinen Eltern. Mein Vater ist 2016 mit fast 99 Jahren gestorben, meine Mutter ist 95 Jahre und im Pflegeheim. Da ich noch ein paar Jahre zu arbeiten habe (ich bin 55), bleibt mir wenig Zeit, mich um Haus und Garten zu kümmern. Wenn es irgend möglich ist bin ich aber dort und mache irgendwas.

Wichtiger Teil des Grundstücks ist der eingezäunte Nutzgarten, also die Ertragszone, in der ich nach wie vor versuche, vieles selber zu produzieren. Aus Zeitgründen bleiben dann eben die anderen Zonen etwas im Hintertreffen. In diesem Jahr liegen die Schwerpunkte der Ertragszone auf dem Versuchsanbau von elf verschiedenen blauen Kartoffelsorten, vier roten Steckzwiebelsorten und meinen kommerziell nicht erhältlichen Tomatensorten. Zudem versuche ich mich im Samenbau einer Zwiebelsorte, die es nur bei einer einzigen Gärtnerei gibt und die ich gerne erhalten und weiter verbreiten möchte, weil sie mir selbst auch sehr gut schmeckt. Darüber hinaus baue ich natürlich noch diverse andere Gemüse an, z.B. Gurken, Zucchini, Paprika, Bohnen, Möhren, Salate, diverse Kohlgewächse inclusive dem Ewigen Kohl, usw.

Das alte Bahnwärterhaus steht direkt an der Grenze zur Eisenbahnfläche, der eingezäunte Nutzgarten direkt am Feldweg, der uns vom Acker eines Biobauern trennt. Westlich steht die Hütte direkt am Bach, hinter dem wieder der Biobauer seine Flächen hat. Östlich von Haus und Ertragszone ist eine kleine Obstwiese mit teils freier Fläche, die nach Süden vom Feldweg her offen ist und nach Norden zur Eisenbahn mit Haselnusssträuchern als Pufferzone abgegrenzt ist. Dort habe ich auch meine Komposthaufen unter den Haselbüschen. Eine Hotspotzone ist derzeit erst im Entstehen, die erste Pyramide stagniert aus Materialmangel derzeit etwas...

 

Soweit also erstmal die Vorstellung des Hortus Suevia. Da aber hier durchaus viel Leben ist, werde ich Euch weiter auf dem Laufenden halten. Igel, Ringelnattern, Blindschleichen, Siebenschläfer, Waschbären, Ratten, Mauswiesel - habe ich in den letzten paar Jahren alle hier gehabt. Und hundert Meter entfernt am Fluss gibt's noch Eisvögel und Wasseramseln.

Ich werde weiter berichten. Hier noch ein Bild meiner angefangenen Pyramide...

Liebe Grüße einstweilen, Martin

Hallo Martin,

da hast du ein schönes Plätzchen! Ein Biobauer als Nachbarn zu haben ist ja das nonplusultra für jemanden der sich für die Natur und deren Bewohner engagiert, wirklich cool. :)

Freue mich schon auf weitere Berichte und Fotos aus deinem Hortus.

 

Lieben Gruß Tobi

Hier also dann mal ein paar Bilder...

Unter meinen Haselbüschen habe ich vor wenigen Jahren noch bevor ich vom Hortus-Netzwerk hörte, alte Bretter und Aststücke als Totholz gestapelt, damit da Insekten eine Heimat finden. Ich hatte da eher an holzfressende Käfer oder so gedacht... Vor einigen Tagen bemerkte ich, daß sich da Ameisen niedergelassen haben, Rote Waldameisen.

Direkt daneben ist einer meiner Komposthaufen, den ich derzeit für die Ertragszone abbaue. Noch haben sie mich dabei nicht gestört...

Hier die Zwiebeln, von denen ich Samen gewinnen will, direkt nach der Pflanzung. Inzwischen sind die im Dunkeln entstandenen Blätter grün geworden...

Ewiger Kohl vor zwei Wochen nach dem Überwintern, letzten Frühherbst gepflanzt. Die Mutterpflanzen auf einem anderen Beet hatten sich über zwei Beete ausgebreitet, die hab ich heute entfernt und kompostiert. Länger als ein Jahr kann ich die nicht stehen lassen, sonst werden sie zu ausladend. Ich mache daher jedes Jahr Jungpflanzen und ersetze die alten:

Mein Efeu letztes Jahr im Frühherbst - immer ein Insektenmagnet.

Und hier eines der Wahrzeichen meines Hortus im letzten Mai: Die Ramblerrose "Pauls Himalayan Musk" ist jedes Jahr DER Hingucker. Sicher zehn Meter hoch in einer Konifere, die ich vor Jahren fällen wollte. Da mein Vater damals dagegen war, habe ich den Rambler neben den Stamm gepflanzt. Jetzt dominiert immer mehr die Rose und die Konifere scheint zu kümmern. Mal sehen wie lange die Konifere durchhält...

So, das wars dann für heute. Demnächst mehr.

Wow! Tolle Bilder! Ich drück die Daumen, dass die Ameisen keinen Umzug in den Kompost in Erwägung ziehen.

Kommentare sind geschlossen.