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Lektion 3.1: Die Vorstellung und Dein Weg

<span class='tooltipsall tooltip_post_id_11639 classtoolTips2'>Markus Gastl</span>Jeder von uns hat irgendwann begonnen, den Garten und früher oder später auch das Hortus-Netzwerk, für sich zu entdecken.

Manche ganz unbedarft und Andere wieder mit Vorkenntnissen.

Erzähle uns von Deinen ersten Kontakten mit dem Garten und dem Hortus-Projekt.

Was hast Du bereits gelernt und wo bist Du auf Probleme gestoßen?

 


Aufgabe

Erstelle ein "Neues Thema" in der Hortus-Schule im Unterforum, stelle dich kurz vor und berichte uns, wie oben beschrieben, von Deinem bisherigen Weg.

Wer Pyramiden nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Horteln nicht unter zwei Jahren bestraft.

Hallo liebe Hortusianer und Hortusianerinnen,

wie fange ich am besten an? .

Also erstmal muss ich erzählen, das mich mein Opa viel mit in die Natur genommen und mir die Natur nähergebracht hat.

Dementsprechend bin ich von Kopf bis Fuß sowas von naturverbunden, das glaubt ihr garnicht .

Wie bin ich dazu gekommen einen Hortus zu besitzen?

Tja daran ist mein lieber Hortusianerfreund Markus Gastl schuld .

Also, ich bin vor ein paar Jahren in Facebook eingetreten und hatte am Anfang immer irgendwelche komische Leute, die mir Freundschaftsanfragen schicken wollten und geschickt haben.

Diese habe ich natürlich nicht angenommen.

Irgendwann kam, glaube ich, eine Nachricht über Facebook Messenger oder eine Kommentation auf ein Naturbild (habe viel von der Natur und Gärten geteilt in Facebook) in Facebook selber von einem Herrn Markus Gastl und ich dachte mir, oh mein Gott schon wieder irgend so ein Bekloppter der ein Listensammler ist.

Aber Markus erklärte mir, das was sein Ziel ist und ich war erst sehr skeptisch und wollte daraufhin den Markus blockieren, aber ich dachte mir, weil er doch sympathisch rüberkam, das ich ihm eine Chance gebe .

Habe mit ihm dann weiterhin geschrieben und ihm eine Freundschaftsanfrage geschickt.

So hat er mich mit ins Boot geholt und so wurde ich auch Mitglied vom Hortus Netzwerk und bekannt, wie ein bunter Hund .

Ihm ist es zu verdanken und natürlich auch allen anderen Hortusianern und Hortusianerinnen, das ich heute mein Garten, Vorgarten und Balkon zu dem gemacht habe, was es heute ist .

Ich konnte den Markus und die gesamte Hortusianer-Gemeinde, des Hortus-Netzwerk immer fragen und standen mir mit Rat und Tat zur Seite.

So habe ich sehr viel gelernt und kann sagen, das ich schon erfahrener Hortusianer bin.

Eines Tages dann habe ich angefangen mit dem Garten und Balkon und danach kam dann der Vorgarten.

Habe sehr viel umgesetzt, was ich von meiner HortusianerInnen-Familie gelernt habe.

Fing dann natürlich auch an zu horteln .

Bin sehr stolz drauf, zu eurer HortusianerInnen-Familie dazuzugehören

 

Ganz liebe Grüße

Vollblut-Hortusianer Michael

 

 

Mir war es schon immer wichtig, einen Garten zu besitzen, der für Mensch, Tier und Insekt eine Oase sein sollte. Als wir unser Haus vor beinahe elf Jahren kauften, erschien mir der Garten noch "riesig", heutzutage denke ich eher "die knapp 600 qm sind wenig". Trotzdem - die Gärten bei all den Neubauten hier betragen oft nur  noch 150 qm oder noch weniger, darum will ich nicht zu sehr meckern.

Wir befinden uns ja in grüner Stadtrandlage und nicht auf dem Land. Die alten Gärten verschwinden zunehmend, Grundstücke werden geteilt und bebaut, die Versiegelung schreitet unbarmherzig voran und es kommen "pflegeleichte" Kiesgärten mit viel Schotter, Unkrautvlies und einer einsamen Konifere mittendrin...

Der Garten selbst war schon lange giftfrei, die Wiese ungedüngt und ungewässert, der Nachbar hat von Zeit zu Zeit der alten Damen diese Wiese gemäht. Stück für Stück haben wir uns im Garten vorgearbeitet, haben erst einmal geschaut, was da so alles wächst und was uns gefällt und was nicht. Später haben wir auch Ulrike Aufderheide zu Rate gezogen, sie ist eine bekannte Gartenplanerin, Buchautorin und Mitglied bei "Naturgarten". So entstanden mit ihrer Beratung auch der Teich und unser neuer Weg mit Grauwacke-Umrandung und Hackschnitzelfüllung.

Mein Mann und ich sind oft überrascht, wenn neue Besucher kommen und unseren Garten als "wildromantisch", als "parkähnlich" und "wunderbar schattig" bezeichnen. Ich habe eigentlich immer eher die Befürchtung, daß als erstes das "Unkraut" ins Auge sticht, die wilde Ecke, wo nie gemäht wird, die Streifen an den Zäunen, die nicht den Status "gepflegt und geschniegelt" verdienen.

Mein kleiner und über alles geliebter Vorgarten ist keinesfalls "strukturiert", sondern eher ein Sammelsurium von vielen Gehölzen und Stauden, nicht alles heimisch, fast alles jedoch für Vögel und Insekten interessant. Hier steht auch ein Ginkgo, den ich faszinierend finde in seinem Status zwischen Nadel- und Laubbaum und mit seiner Robustheit. Vieles habe ich in Gartencentern und Baumärkten vor dem Abfallcontainer gerettet und es wird mir gedankt mit besonders gutem Wachstum und einem wunderbaren Habitus. Auf den versiegelten Flächen stehen immer mehr Töpfe mit Magerpflanzen, es hängen zwei Wildbienenhäuser an der Garage (deren Dach wird demnächst noch begrünt mit Sedum).

Wir haben dieses Jahr sogar ein Mehlschwalben-Doppelnest von Schwegler aufgehängt und auch mit weißen "Kotspuren" versehen für eine schnellere Besiedelung. Ob die paar wenigen Mehlschwalben, die hier herumfliegen, davon etwas mitkriegen, weiß ich nicht, sollten andere Vögel einziehen, ist das auch ok. Es geht mir auch darum, daß dieses Nest von Passanten sehr gut gesehen werden kann - vielleicht kommt dann auch jemand anders auf die Idee, die Schwalben zu unterstützen.

Beim Vorgarten bleiben manchmal Leute stehen und gucken interessiert und haben offensichtlich Freude am Wilden und der Buntheit, das Auge hat etwas zu gucken und zu entdecken, außerdem summt und brummt es immer irgendwo. Ich habe Wert darauf gelegt, daß vom Frühjahr bis zum Frühwinter immer etwas blüht und die Vögel lange Beerenfrüchte vorfinden.

So wächst und gedeiht der ganze Garten, es wird immer mehr - mehr Töpfe, mehr Nistkästen, mehr Wildbienenhäuser, mehr Sträucher, mehr Stauden, im März werden ja noch Griechische Landschildkröten bei uns einziehen, denen wir spontan ein Heim angeboten haben. Die Nachbarin befindet sich in einer Notlage und muß ihr Schildkrötengehege auflösen.

Zum Hortus-Forum bin ich über Frank vom Ommertalhof gekommen, der mir den Tipp gegeben hat. In anderen Foren sind zwar auch nette Naturliebhaber und Artenschützer unterwegs, der Großteil der User beharrt jedoch auf Rasendünger, Kirschlorbeer, Thuja, pflegeleichte Vorgärten und gerät in Panik beim Anblick von ein paar Blattläusen oder Wespen. Dort trifft man als Artenschützer auf ständigen Widerstand und wird oft als nervig und missionierend empfunden... Das ist ja hier ganz anders und herrlich entspannt und es wird keiner blöd angemacht, weil er eine Thuja umnietet und stattdessen eine Weide pflanzt oder weil er eine Lanze für die Wespen bricht...

Der Austausch hier macht Spaß, ich lerne immer wieder Kleinigkeiten dazu, zähle mich aber eher zu den "Fortgeschrittenen", die anderen gerne hilft und Wissen weitergeben kann. Sehr beeindruckt bin ich immer von den Usern mit mehreren Hektar Grund und Boden, die von ihnen bewirtschaftet werden...:-)

Schön, dass ihr hier seid

Es ist immer wieder auf's Neue interessant zu erfahren, wie die Menschen zu uns ins Forum gefunden haben

Michael, da bin ich aber froh, dass du dem Markus damals eine Chance gegeben hast ...

Und Andrea, wie gut, dass du den Tipp von Frank damals beherzigt hattest...

Wo seid ihr auf Herausforderungen gestossen, womit habt ihr vielleicht gehadert, gab es vielleicht Probleme aus dem Weg zu räumen...?

Was hat euch besonders beschäftigt auf eurem Weg zum 3-Zonen-Garten?

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Probleme haben wir nur insofern, als daß unser Garten keinen Zugang von hinten oder seitlich hat. Der Weg führt zwischen Haus und Garage nach hinten, an der breitesten Stelle ist dort 1,10 m Platz. Der Garten hat leichte Hanglage, es sind also auch ein paar Stufen zu überwinden. Wenn man mit schwerem Material in den Garten gelangen möchte und vielleicht die Schubkarre benutzen muß, ist es immer etwas mühsam.

Es war ein Haufen Arbeit, die vielen Grauwackesteine für die Trockenmauern und die Eidechsenburg in den Garten zu verfrachten, da hatten wir dann auch Hilfe. Ebenso beim Erdaushub für den Teich.

Und einen Drei-Zonen-Garten im strengen Sinne haben wir nie angestrebt. Mein Mann hat ein kleines Gemüsebeet mit Tomatenunterstand dahinter, dazu haben wir ja noch verstreut Beerensträucher und Obstbäume stehen. Das einstige Kräuterbeet liegt brach, was aber gut ist, da wir dort das Schildkrötengehege bauen werden.

Eine Art Pufferzone war ja schon vorhanden, die wurde etwas verändert, Thujen (8 m hoch) raus, dafür Faulbaum, Pfaffenhütchen und Schwarze Johannisbeere rein... :-)

Ich schiele zwar manchmal ein bißchen neidvoll auf die herrlichen Magerbeete, die manche User hier haben, aber ich arbeite doch lieber mit den Gegebenheiten vor Ort. Der Lehmboden mit Tonschicht drunter hat sich in den Dürresommern als äußerst hilfreich erwiesen, es ist kaum etwas vertrocknet. Meine Magerpflanzen stehen also hauptsächlich in Töpfen vor dem Haus.

Hallo zusammen,
ich habe diese Vorstellungsseite gerade erst entdeckt und möchte euch die Gelegenheit geben, uns ein wenig kennen zu lernen.
Zum Hortus Netzwerk habe ich über die Minitipps gefunden und das Thema hat mich interessiert. Mir gefällt die sorgsame Atmosphäre hier und ich werde, so lange der Garten noch Zeit dafür lässt, immer öfter hier herumstöbern.
Wir sind zu "unserem" Garten gekommen weil wir zuvor ein Haus mit einem Gartengrundstück am Hang hatten. 600m2 groß. Das schien uns riesig beim Einzug, wir waren blutige Anfänger und hatten von nichts eine Ahnung. Trotzdem haben wir uns belesen, zu der Zeit noch mit Büchern , und direkt Kräuter, Kartoffeln und Tomaten angepflanzt, einen Teich angelegt, Beerensträucher, einen Nussbaum und nach einiger Zeit haben wir uns wegen der Schnecken einige Laufenten angeschafft. Es war eine schöne Zeit aber irgendwann wurden Haus und Garten zu klein für unsere Ambitionen.
Jetzt haben wir ein 6000m2 großes Grundstück das sich schon ganz von alleine in verschiedene Zonen einteilt. Manche Bereiche sind so weit weg vom Haus, dass man sie nur selten zu Gesicht bekommt.
Zu Beginn haben wir Schafe angeschafft die vermeiden sollten, dass wir uns hier dusselig mähen müssen. Wir hatten davor einen Nachbarn der bei "nur" 2000m2 jedes Wochenende auf dem Aufsitzmäher verbracht hat. Danach ist er irgendwann umgezogen in die Stadt, Wohnung mit Balkon
Die Schafweiden sind gleichzeitig Streuobstwiesen. Fast jeder Baum einzeln eingezäunt....

Das Grundstück war 12 Jahre sich selbst überlassen und stark verwildert. Wir hatten tatsächlich das Gefühl, wir müssten "aufräumen". Dabei haben wir viele Fehler gemacht, was wir sehr bedauern. Unter anderem sind durch unfachmännischen Schnitt einige sehr große Kirschbäume eingegangen. Jetzt tröste ich mich mit dem Gedanken, dass sie wenigstens einer ganzen Menge Tiere ein Zuhause geben.
Heute würde ich vieles anders machen, wir haben uns, auch dank des Hortus Gedankens, weiter entwickelt. Die Schafe schränken die Nutzung stark ein, fressen alles ab was und lieb und teuer ist und wir benötigen mehr Zäune als wir je gedacht hätten.
Trotzdem gibt es stille Ecken, die der Natur überlassen sind und die wollen wir weiter entwickeln.
Ich hatte mir immer eine Oase für Igel vorgestellt bis das erste Mal unser Hund einen der stacheligen Gesellen ausgebuddelt und ins Haus geschleppt hat. Auch das war so nicht geplant.
Das Grundstück verfügt immer noch über viele alte Bäume, hauptsächlich Linden. Die Obstbäume geben jetzt so nach und nach auf, wir haben durch die vielen Stürme  (und auch durch die Trockenheit) schon einige verloren. Die von uns angepflanzten sind noch jung und brauchen eben einfach ihre Zeit.
Unser Focus liegt ganz klar auf der Produktion von Essbarem, wir essen einfach gerne
und auf "pflegeleicht". Wir sind nicht mehr so jung und müssen sehen, wie wir mit unseren Kräften haushalten. So müssen wir z.B. leider nach und nach die abgängigen Flechtzäune durch etwas Pflegeleichteres ersetzen.
Wir legen keinen Wert auf Gewächse, die man ständig hegen und pflegen muss. Wer sich hier wohlfühlt darf bleiben, wer Probleme macht, kommt auf den Kompost. Wir haben weder genug Wasser noch genug Kraft um alles zu gießen. Mit pflegeleicht meine ich keinesfalls "aufgeräumt". Einige Pflanzen sind nicht "politisch korrekt", aber da sie nur einen ziemlich kleinen Teil des Ganzen ausmachen finde ich das akzeptabel.
Im letzten Jahr haben wir in unserem Innenhof einen Teich angelegt. Seitdem ist das Leben hier praktisch explodiert. Mit großer Freude haben wir Molche entdeckt und die ersten Schwalben haben im Schafstall ihre Nester errichtet. Der Balken ist noch lang, ich hoffe auf mehr davon! Auch Fledermäuse haben wir eine ganze Menge, allerdings habe ich noch nicht herausgefunden, wo die wohnen.
Das meiste, was wir hier verbauen ist beim Abriss des alten Hauses übrig geblieben, in der Hauptsache Sandsteine, jede Menge Sandsteine. So bieten sich Trockenmauern an, überall.
Der Bereich unter den Linden war früher mal ein Park der offenbar sehr liebevoll angelegt wurde mit vielen Frühblühern und einer sehr abwechslungsreichen, sehr wilden Hecke. Wir schneiden nur, was auf den angrenzenden Acker ragt, ansonsten darf sie wachsen wie sie will. Allerdings haben auch hier die Schafe ihre Spuren hinterlassen.
Ein Problem ist der Mangel an organischem Material. Wir haben kaum Küchenabfälle, keinen Grasschnitt, keinen Strauchschnitt, kein Laub.... hier wird praktisch alles verwertet und so ist der Kompost immer mein Sorgenkind.
Jetzt scheint die Sonne gerade mal durch die Wolken und ich mache euch ein paar Fotos.
Der ZEN Garten ist mit Weiden eingekreist, die früher auch umflochten waren, aber der Zaun ist inzwischen zusammengebrochen und die Weiden sind kräftig genug um ohne Schutz zu überleben. Dahinter verbirgt sich ein weiterer kleiner Teich, der ganz sich selbst überlassen wird mit einer weiteren kleinen Steinmauer, die ebenfalls mehr oder weniger unberührt bleibt.
Die Weiden und auch der Bambus dienen uns als Baumaterial für alles Mögliche. Rankgitter, Absperrungen, Zäune beide werden regelmässig beerntet.
So, jetzt ist es aber genug.
Ich freue mich, hier zu sein.
Die Lindenblüte

Hochgeladene Dateien:
  • Flechtzaun.jpg
  • Gemüsebeet.jpg
  • Trockenmauer.jpg
  • ZEN-Garten.jpg
  • IMG_2404.JPG

Ein schönes Idyll und Fehler, wer macht die nicht. Aber man lernt daraus und da ist schon viel gewonnen.

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.
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