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Birnengitterrost

Der Birnengitterrost (Gymnosporangium fuscum) ist ein Wirt wechselnder, pflanzenpathogener Pilz. Zu Erkennen ist er an den orange-braunen Flecken an den Blättern der Birnen. Junge Bäume kann er massiv schädigen - ältere Birnen nehmen den Stressfaktor hin.

Es gab diesen Pilz wohl vor langer Zeit nicht bei uns, erst durch die Einführung von außer Mittel europäischer Arten. Hauptwirtspflanzen sind Chinesischer Wacholder (Juniperus chinensis) und Sadebaum (Juniperus sabina).

Die frühzeitige und wiederholte Anwendung von Pflanzenstärkungsmitteln wie beispielsweise Schachtelhalm-Extrakt macht Birnbäume widerstandsfähiger gegen den Birnengitterrost. Man kann den Bäumen helfen, wenn man ab dem Sichtbarwerden der ersten Blütenknospen und dem nachfolgenden Blattaustrieb im Abstand von 10 bis 14 Tagen etwa drei bis vier Mal gründlich damit einsprüht.

Die Sporen haben einen Flugradius von 500 Meter und können bei starkem Wind auch über weitere Distanzen transportiert werden. Das Entfernen einer der beiden Wirte, also Wacholder oder Birne, ist und bleibt die wichtigste Maßnahme. Wie überzeuge ich meine Nachbarn ihr ausländisch Kraut zu entsorgen.
Das Laub befallener Birnbäume kann bedenkenlos kompostiert werden.

Der heimische Gemeine Wacholder (Juniperus communis) ist hierfür nicht anfällig und auch kein Überträger. Er ist somit unschuldig.

 

Verwechslungsgefahr
Orange (oder orangegraue) Verdickungen der Blätter werden auch durch die Birnenpockenmilbe hervorgerufen. Gegen die Milbe kann man im Frühjahr und im Herbst spritzen.

Tillivilla, Mü und 4 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
TillivillaSomniaStefanieDorotheeGsaelzbaer
Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.
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